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ARM will Huawei weiterhin mit Chip-Designs versorgen

29.10.2019 | 09:18 Uhr | Michael Söldner

ARM kann Huawei weiterhin mit Bauplänen für neue Chips versorgen und den US-Handelsstreit so umgehen.

Das britische Unternehmen ARM will den chinesischen Hersteller Huawei auch weiter mit Lizenzen für Chip-Architekturen versorgen. Die Rechtsabteilung von ARM konnte durchsetzen, dass die Designs für die ARM-Architekturen v8 und v9 in Großbritannien entstanden seien und daher nicht in den Handelsstreit zwischen den USA und China einbezogen werden dürfen. Gegenüber Reuters gab ARM bekannt, dass man Designs ab ARM v8 weiterhin an Huawei lizenzieren werde.

Der chinesische Hersteller Huawei dürfte sich über diese Entscheidung freuen. Dadurch kann der Konzern auch weiterhin zusammen mit dem chinesischen Chip-Hersteller HiSilicon eigene Chips entwickeln und fertigen. Zwar stammen die Designs für die in vielen Huawei-Smartphones verbauten Kirin-Prozessoren von Huawei selbst, Grundlage hierfür waren jedoch immer die Architekturen von ARM. Ohne diese Lizenzen könnte Huawei keine eigenen Chips mehr herstellen, entsprechend groß war die Sorge bei Zulieferern und Fans des Herstellers. ARM ist zwar in Großbritannien ansässig und gehört zum Großteil der japanischen SoftBank-Gruppe, das Unternehmen unterhält jedoch auch Büros in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington, Arizona, Texas und Massachusetts. Auch dort helfen Mitarbeiter bei der Entwicklung neuer Designs für Chips. Der Großteil dieser Arbeit falle laut ARM jedoch in Großbritannien an, entsprechend sei das Ursprungsland der Technologie eher Großbritannien.

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