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AMD konzentriert sich bei TSMC auf PS5- und Xbox-Chips

05.02.2021 | 15:47 Uhr | Michael Söldner

Die knappen Fertigungskapazitäten bei TSMC zwingen AMD zur Priorisierung der SoCs für Xbox Series X/S und PS5.

AMD ist bei der Fertigung der eigenen Produkte primär auf den Auftragsfertiger TSMC angewiesen. Dort entstehen neben den SoCs für Xbox Series X/S und Playstation 5 auch die Ryzen 5000-CPUs sowie die Radeon RX 6000-Grafikkarten. Einem Bericht des Unternehmens Mercury Research zufolge hat AMD den Großteil der Kapazitäten von TSMC für die SoCs der neuen Konsolengeneration Xbox Series X/S und PS5 reserviert. Als Nebenwirkung dürften die Fertigungskapazitäten für die neuen Ryzen 5000-Prozessoren sowie der Radeon RX 6000-Grafikkarten noch weiter sinken.

Grund für diese Bevorzugung dürfte sein, dass AMD mit Sony und Microsoft feste Liefermengen vereinbart haben. Die Ryzen 5000-CPUs und die Radeon RX 6000-Grafikkarten sind bei Spielern zwar ebenfalls beliebt, doch die genaue Absatzmenge kann AMD im Gegensatz zu den fest vereinbarten Abnahmemengen der Konsolenhersteller nicht so gut kontrollieren. Dem Bericht zufolge sollen nur elf Prozent der Fertigungskapazitäten auf Ryzen 5000 entfallen. Für die neuen Grafikkarten sind sogar nur zwei bis drei Prozent reserviert. Ganze 80 Prozent sollen hingegen den Konsolen-Chips aus Xbox Series X/S und Playstation 5 gewidmet sein. Der Rest entfällt auf APUs wie Renoir oder noch ältere Produkte von AMD. Auch konkrete Zahlen nennt der Berich: Während im vierten Quartal 2020 insgesamt neun bis zehn Millionen AMD-Chips bei TSMC vom Band gelaufen sind, entfallen davon eine Million auf Zen 3, 200.000 bis 300.000 Chips auf die Radeon-GPUs und stolze sieben Millionen auf die APUs von Xbox Series X/S und Playstation 5. Sollte AMD nun zusätzlich Kapazitäten für Ryzen 5000 und Radeon-GPUs umverteilen, dürfte die Versorgung mit diesen Bauteilen in den kommenden Monaten wohl noch schwieriger ausfallen.

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