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AMD Ryzen 3000XT-CPUs wohl teurer als erwartet

02.06.2020 | 13:00 Uhr | René Resch

Ein Händler aus Frankreich listete nun erstmals Preise der kommenden Ryzen 3000XT-CPUs. Diese sind deutlich höher als zuvor gemutmaßt wurde

Ein erster Händler aus Frankreich listete, wohl aus Versehen, nun bereits Preise für die kommenden neuen Ryzen CPUs. Falls es sich hierbei um finale Preise handeln sollte, werden die Prozessoren dann doch etwas teurer als bislang angenommen. Gegenüber den Comet-Lake-S-CPUs bliebe AMD damit zwar konkurrenzfähig, aber mit Bezug auf die bereits im Handel befindlichen Ryzen-3000X-CPUs und die nur minimale Performance-Steigerung lässt sich die höhere UVP (unverbindliche Preisempfehlung) nur schwer rechtfertigen.

Die gelisteten Preise des Händlers Materiel.net hier in der Übersicht:

Genauere Informationen gibt es wohl erst zur offiziellen Vorstellung der neuen AMD-CPUs. Diese soll noch in diesem Monat stattfinden.

Neue Ryzen 3000XT-CPUs wohl schon im Juli

In einem Bericht von Wccftech waren kürzlich Gerüchte über die neuen Ryzen-CPUs von AMD aufgetaucht. Die Gerüchte beziehen sich dabei auf drei neue Ryzen-3000-CPUs auf Basis der Zen-2-Architektur, die als XT-Versionen mit angehobenen Taktfrequenzen erscheinen sollen. Den Namenszusatz „XT“ gab es bisher nur bei Radeon-Grafikkarten.

So sollen die CPUs Ryzen 9 3900XT, Ryzen 7 3800XT sowie ein Ryzen 5 3600XT geplant sein und schon am 16. Juni 2020 offiziell angekündigt werden. In den Handel sollen es die CPUs dann ab 7. Juli 2020 schaffen. An der ursprünglichen Kernanzahl der CPUs soll sich zur X-Generation nichts ändern, lediglich die Taktfrequenzen des Basis- und Turbo-Taktes werden bei den XT-CPUs erhöht.

  • Ryzen 5 3600XT - Basistakt: 4,0 GHz Turbo: 4,7 GHz statt bisher 3,8/4,4 GHz

  • Ryzen 7 3800XT - Basistakt: 4,2 GHz Turbo: 4,7 GHz statt bisher 3,9/4,5 GHz

  • Ryzen 9 3900XT - Basistakt: 4,1 GHz Turbo: 4,8 GHz statt bisher 3,8/4,6 GHz

AMD will keinen Boden an Intel verlieren

Der Grund für das Überarbeiten der Ryzen-3000-Serie könnten die kürzlich veröffentlichten Intel Core 10000-„Coment Lake-S“-CPUs sein. Diese unterstützen zum ersten Mal durchgängig SMT (Hyper-Threading). AMD hat hier ein Alleinstellungsmerkmal verloren, zudem hat Intel seine Taktraten anheben können. Damit AMD hier keinen Boden an Intel verliert, sollten die neuen CPUs diese Makel wieder ausgleichen – so lange, bis die neuen Zen-3-CPUs wohl im September erscheinen sollen.

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Intel hat mit dem Intel Core i9-10900K die zehnte Generation seiner Core-i-CPUs vorgestellt. Das Flaggschiff kommt mit 10 Kernen, 20 Threads und soll den Core i9-9900K als beste Gaming-CPU ablösen. Ein ziemlich ambitioniertes Vorhaben - vor allem wenn man die starke Konkurrenz von AMD betrachtet und sich vor Augen führt, dass der i9-10900K immer noch auf der Skylake-S-Architektur aus dem Jahr 2015 basiert. Hoher Stromverbrauch ist also quasi vorprogrammiert. Doch damit nicht genug: Ein kleiner aber wichtiger Eintrag in der Spezifikation sorgt dafür, dass man die CPU in gewisser Hinsicht sogar als Mogelpackung bezeichnen kann. Wir zeigen Euch, um was es geht und ob der i9-10900K tatsächlich die beste Gaming-CPU auf dem Markt ist.

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