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AMD: Mit Radeon RX 6700 XT ab 479 Euro gegen Nvidias RTX 3070

04.03.2021 | 13:16 Uhr | Michael Schmelzle

Mit der Radeon RX 6700 XT stellt AMD eine Grafikkarte mit 12 GB Videospeicher vor, die sich uneingeschränkt fürs 1440p-Gaming eignet. Die UVP ist mit 479 Euro auf dem Papier günstig.

Ab dem 18. März 2021 soll die AMD Radeon RX 6700 XT im Referenzdesign zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 479 Euro erhältlich sein. Gleichzeitig kommen auch die kostspieligeren Custom-Modelle der Grafikkartenhersteller auf den Markt. Da die Nachfrage deutlich höher ausfallen dürfte als die angebotene Ware, müssen Sie mit Wucherpreisen rechnen.

Damit ordnet AMD die RX 6700 XT preislich zwischen der Nvidia Geforce RTX 3060 Ti (UVP: 419 Euro) und der 3070 (UVP: 519 Euro) ein. Die RX 6700 XT soll sich laut AMD optimal für die 1440p-Auflösung (2560 x 1440 Pixeln) eignen - also bei höchsten Qualitätseinstellungen zuverlässig mindestens 60 Bilder/s liefern. Alle 6700-XT-Karten kommen mit 12 Gigabyte Videospeicher und unterstützen DirectX 12 Ultimate sowie Echtzeit-Raytracing. Die Leistungseinschätzung belegt AMD mit folgenden Spiele-Benchmarks:

Benchmark-Ergebnisse der AMD Radeon RX 6700 XT in Bilder/s bei 1440p
Vergrößern Benchmark-Ergebnisse der AMD Radeon RX 6700 XT in Bilder/s bei 1440p
© AMD

Bitte beachten Sie, das AMD die Spiele-Titel für den Vergleich ausgewählt hat und die Benchmark-Ergebnisse von AMD stammen! Die Radeon RX 6700 XT vergleicht AMD mit der Nvidia RTX 3060 Ti und 3070. In acht ausgewählten Spiele-Benchmarks ist die RX 6700 XT in der 1440p-Auflösung mit jeweils höchsten Qualitätseinstellungen jederzeit über 60 Bildern/s. Die 6700 XT schlägt die 3060 Ti in sieben Tests, lediglich bei Watch Dogs Legion ist sie etwas langsamer. Gegenüber der RTX 3070 ist die 6700 XT in fünf Tests schneller und gerät nur bei Cyperpunk 2077, Gears 5 und Watch Dogs Legion ins Hintertreffen. 

Die technischen Daten der AMD Radeon RX 6700 XT

Im Vergleich zum Spitzenmodell RX 6900 XT halbiert AMD bei der RX 6700 XT die Anzahl der Einheiten, sodass die 6700 XT nur über 40 Shader-Cluster, 2560 FP32-ALUs, 160 Textureinheiten und 64 ROPs besitzt. Dafür steigen die GPU-Taktraten gewaltig an auf 2424 sowie 2581 MHz Game- und Boost-Frequenz. Mit 12 Gigabyte GDDR6-VRAM und 96 MB Infinity Cache mit einem 192 Bit breiten Interface bei einer Bandbreite von 384 GB/s büßt die 6700 XT allerdings nur rund ein Drittel der Speicherleistung ein. Die Leistungsaufnahme (Total Board Power) liegt bei 230 Watt liegt.

Wie unsere Schwesterpublikation pcworld.com berichtet, soll die Radeon RX 6700 XT laut AMD in "signifkant höheren Stückzahlen" verfügbar sein als die 6800er-GPUs zum Launch. Inwieweit diese Aussage Informationsgehalt besitzt bleibt abzuwarten, war doch die 6800 zum Marktstart de facto nicht verfügbar . Zudem soll die Raytracing-Leistung der 6700 XT laut pcworld.com auf dem Niveau der 6800/6900 liegen. Auch diese Aussage sehen wir kritisch, da die 6700 XT technisch gesehen nur über die Hälfte der RT-Einheiten einer 6900 verfügt, da diese - zumindest nach aktuellem Kennnisstand - direkt mit der Anzahl der Shader-Cluster verknüpft sind.

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