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AMD Radeon RX 5500: Full-HD-Gaming-Grafikkarte für Desktop und Mobilgeräte

07.10.2019 | 15:00 Uhr | Sebastian Schenzinger

Nach der Veröffentlichung der ersten Navi-Grafikkarten Anfang Juli, greift AMD Nvidia jetzt auch im Full-HD-Bereich in Form der Radeon RX 5500 Series an. Diese ist nicht nur als Desktop-Variante erhältlich, sondern kommt auch in Mobilgeräten zum Einsatz. Auserkorener Konkurrent ist in beiden Fällen die GeForce GTX 1650.

AMD veröffentlicht mit der Radeon RX 5500M und der Radeon RX 5500 zwei neue GPUs auf Basis der RDNA-Architektur. Anders als die teurere RX 5700 (XT) richten sich die neuen Grafikchips vor allem an preisbewusste Full-HD-Gamer und sollen damit die alte Polaris-Generation (Radeon RX 5XX) ablösen.

Wie auch die größeren Schwestermodelle fertigt AMD die RX 5500(M) im fortschrittlichen 7 Nanometer Verfahren und setzt auf eine Unterstützung von PCIe 4.0. Im Vergleich zu einer RX 480 schrumpft die Chipgröße um gute 28 Prozent, wobei sich die Performanz pro Watt um das 1.6-fache erhöht. Beide GPUs verfügen über 22 Compute Units, 1408 Shader-Einheiten und ein 128-bit breites Speicherinterface. Während die mobile Ausführung nur auf 4 GB GDDR6 Speicher zurückgreifen kann, ist die Desktopvariante auch mit 8 GB GDDR6 Speicher erhältlich.

Die technischen Spezifikationen der Radeon RX 5500(M)
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© AMD

Laut AMD weist die RX 5500M einen Boost-Takt von bis zu 1645 MHz und einen Game-Clock von bis zu 1448 MHz auf, allerdings ist das natürlich stark von der Kühlleistung des Notebooks abhängig. Die Desktopvariante taktet mit einem Boost-Takt von bis zu 1845 MHz und einem Game-Clock von bis zu 1717 MHz deutlich schneller Dank einer erhöhten TDP von 150 Watt. Die Stromversorgung erfolgt dabei je nach Boardpartner entweder über einen 6-Pin- oder einen 8-Pin-Stromanschluss. Die Rechenleistung beziffert AMD mit 4,6 respefktive 5,2 TFLOPS.

Radeon RX 5500 und GeForce GTX 1650 im Spielevergleich
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© AMD

Laut Hersteller eignen sich beide Grafikchips bestens für das Spielen in Full-HD-Auflösung bei angepeilten 60 FPS für AAA-Titel und 90 FPS in E-Sport-Spielen. Auf einem Testsystem mit Ryzen 7 3800X und 16 GB Arbeitsspeicher verspricht AMD mit der Radeon RX 5500 einen Performancegewinn von bis zu 37 Prozent gegenüber der GeForce GTX 1650.

AMD Radeon RX 5500M und GeForce GTX 1650 Mobile im Spielevergleich
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© AMD

In Zusammenarbeit mit MSI kündigt AMD bereits das erste Gaming-Notebook - das MSI Alpha 15 - mit Radeon RX 5500M, Ryzen 7 3750H und 144 Hz IPS Full-HD-Display an. Den Vergleich gegen ein nicht näher spezifiziertes Notebook mit Ryzen 7 3750H und GTX 1650 entscheidet das AMD Notebook mit einem Vorsprung von bis zu 30 Prozent für sich.

Ebenso wie die Radeon RX 5700 (XT) unterstützen auch die beiden neuen GPUs AMD FidelityFX, für eine bessere Kantenglättung, und AMD Anti-Lag, für einen kürzere Input-Verzögerung. Neben den beiden neuen Grafikchips kündigt AMD die sofortige Verfügbarkeit von Gaming PCs mit Radeon RX 5700 (XT) Grafikkarten an. Gaming-PCs mit der RX 5500 Series sollen im vierten Quartal nachziehen. Um einen weiteren Anreiz für den Kauf einer neuen AMD Grafikkarte der RX 5700 Series oder der RX 5500 Series zu schaffen, legt AMD wahlweise eines der beiden Spiele Borderlands 3 oder Ghost Recon: Breakpoint kostenlos oben drauf.

AMD Radeon RX 5700 (XT) im Test

Wie leistungsfähig die RX 5500(M) wirklich ist und ob sie sich gegen die GTX 1650 (Mobile), sowie die gerüchtehalber kommende GTX 1650 Ti, durchsetzen kann, muss sich erst in unserem Test zeigen. Ebenso spannend bleibt die Frage nach der Energieeffizienz, da die TDP der RX 5500 mit 150 Watt doppelt so hoch liegt wie die der GTX 1650 mit 75 Watt. Der Preis soll jedenfalls auf Niveau der GTX 1650 liegen, richtet sich allerdings nach den Boardpartnern, da AMD kein Referenzmodell zur Verfügung stellt. Die Custom-Modelle sollen ab heute bestellbar sein.

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