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AMD: FidelityFX als Alternative zu DLSS

01.06.2021 | 16:25 Uhr | Michael Söldner

Mit FidelityFX Super Resolution bietet AMD endlich eine Alternative zu Nvidias DLSS-Funktion für Grafikkarten.

Dank Nvidias DLSS-Feature lässt sich der Leistungshunger aktueller Spieler in Grenzen halten: Die GPU erstellt die eigentliche Spielwelt in einer niedrigen Auflösung und rechnet diese durch KI-Kerne auf die Zielauflösung hoch. Mit FidelityFX Super Resolution hat AMD endlich eine ähnliche Lösung für seine eigenen Grafikkarten im Angebot. Nun wurde die Technik erstmals mit dem Spiel „Godfall“ vorgestellt. Grundsätzlich soll FidelityFX Super Resolution (FSR) von allen Radeon-RX-Grafikkarten unterstützt werden, dazu gehören auch die Karten der Reihen Vega, RX 500, RX 5000 und RX 6000. Auch die Ryzen-Kombiprozessoren mit Grafikkern sollen FSR unterstützen. Selbst die Karten des Konkurrenten Nvidia können auf die Funktion zurückgreifen.

Wie Nvidia will AMD für FSR mehrere Performance-Profile bieten. In „Godfall“ steigt die Performance in 4K-Auflösung mit einer Radeon RX 6800 XT mit FSR in der Voreinstellung „Ultra“ gegenüber der nativen Berechnung von 49 fps auf 78 fps. Die weiteren Stufen „Qualität“, „Ausgeglichen“ und „Performance“ sorgen für einen weiteren Anstieg auf 99, 124 und sogar 150 fps. Wählt der Nutzer die Voreinstellung „Performance“, so steigt die Leistung im Vergleich zur nativen Berechnung auf über 300 Prozent der bislang erreichbaren Bildrate. Bei „Godfall“ dürfte es sich allerdings um einen Vertreter handeln, der besonders stark von FSR profitiert. In anderen Spielen dürfen Nutzer aber wohl dennoch mit einer Verdoppelung der Bildrate rechnen. Sogar Nvidias betagte GTX 1060 kann dank FSR eine um 41 Prozent höhere Bildrate erreichen. FSR sei laut AMD zudem nicht auf die aktuellste GPU-Architektur angewiesen, sondern funktioniert auch mit älteren Grafikkarten. Darüber hinaus werden die Schnittstellen DirectX 12, Vulkan und DirectX 11 unterstützt. AMD will den Quellcode für FSR 1.0 zudem freigeben, damit steigt die Chance, dass viele Entwickler die Technik in ihre Spiele einbauen. Am 22. Juni will AMD weitere Informationen zu FSR verraten, dann sollen wohl auch schon die ersten Spiele mit der Technik nutzbar sein. 

 

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