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ADAC: So läuft die Pannenhilfe in Zeiten des Coronavirus

17.03.2020 | 14:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Pannenhilfe in Zeiten des Coronavirus: Womit muss ein liegen gebliebener Autofahrer jetzt rechnen?

Sie bleiben mit einer Auto-Panne liegen und rufen den ADAC, damit dieser einen Pannenhelfer schickt. In Zeiten von Covid-19 stellt sich aber die Frage: Wie schützt sich der „gelbe Engel“ vor einer Ansteckung durch das Coronavirus? Und wie transportiert der ADAC die Insassen eines liegen gebliebenen Fahrzeuges nach Hause?

Der ADAC betont zunächst, dass trotz der Corona-Krise weiterhin Pannenhilfe geleistet werde. „Unsere Pannenhelfer sind unverändert in ganz Deutschland im Einsatz“, erklärt der Leiter der ADAC Pannenhilfe Thomas Reynartz. Dabei gelte es aber eine Spagat zu schaffen: Zwischen der bestmöglichen Unterstützung für liegen gebliebene ADAC-Mitglieder und dem Schutz der Gesundheit des ADAC-Pannenhelfers. Die ADAC-Pannenhelfer seien informiert und angehalten, sich an die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygiene-Vorschriften zu halten.

„Die Bedeutung des Autos für Menschen, die auf Mobilität angewiesen oder dazu verpflichtet sind, steigt angesichts der Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Menschen können sich auf die Unterstützung durch die ADAC Pannenhilfe verlassen“, führt der Leiter der ADAC Pannenhilfe weiter aus.

Keine hustenden Mitglieder im Abschleppwagen, sondern im Taxi...

Für den Transport von havarierten Personen verspricht der ADAC „unkomplizierte und unbürokratische Lösungen“. In Fällen, in denen es wegen der Ansteckungsgefahr nicht zumutbar sei, Personen in der Fahrerkabine mitzunehmen, sollen die ADAC-Pannenhelfer vor Ort bei der schnellen Wahl einer Alternative unterstützen. Hierbei würde der ADAC eng mit den Behörden zusammenarbeiten und weiter: " Der ADAC werde bei entstehenden Kosten etwa für Taxifahrten größtmögliche Kulanz zeigen."

Offensichtlich geht der ADAC also davon aus, dass ein hustendes und fieberndes ADAC-Pannenopfer nicht wie sonst üblich im Abschleppwagen, sondern im Taxi nach Hause kommt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein Taxifahrer so einen Gast mitnimmt. Wir haben beim ADAC nachgefragt, wie genau sich der Verkehrsclub den Heimtransport von ADAC-Mitgliedern, die möglicherweise an Covid-19 erkrankt sind, vorstellt. Sobald uns die Antwort vorliegt, tragen wir diese hier nach.

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