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ADAC-Pannenstatistik: Deshalb bleiben Autos liegen

30.04.2020 | 12:48 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der ADAC hat ausgewertet, warum Autos mit einer Panne liegen bleiben. Dabei zeigte sich eine deutliche Schwachstelle. Doch auch ein andere Bereich wächst.

Der ADAC hat wie alle Jahre die Statistiken seiner Pannenhelfer ausgewertet, um die typischen Schwachstellen der auf unseren Straßen fahrenden Autos zu ermitteln. Dabei zeigte sich, dass defekte Batterien eine immer größere Rolle spielen. Bereits 2019 zeichnete sich diese Entwicklung ab: Auto-Panne: Elektrik ist immer öfter der Killer .

Demnach sind defekte Batterien für 41,8 Prozent aller Pannen verantwortlich. Besonders zwischen dem fünften und sechsten „Lebensjahr“ einer Batterie häufen sich die Pannen. Modernen Autos mache besonders die riesige Zahl elektrischer Verbraucher zu schaffen. Dazu komme noch laut ADAC „unzureichendes Batteriemanagement“. All das führe dazu, dass die Akkus schließlich schlapp machen. So bleiben dann bereits viele junge Fahrzeuge mit leerer oder defekter Batterie liegen.

Ausfallentwicklung bei Batterien nach Alter.
Vergrößern Ausfallentwicklung bei Batterien nach Alter.
© ADAC

Häufig betrafen Pannen auch das Motormanagement (17,4 %). Auch in diesem Bereich spielt Elektronik eine große Rolle, so dass man sagen kann, dass Elektrik/Elektronikprobleme insgesamt den Löwenanteil bei den Pannengründen ausmachen.

Der ADAC beobachtet aber auch einen steigenden Prozentsatz von Reifenpannen. Diese machen in der aktuellen Pannenstatistik erstmals über sieben Prozent aus. Der ADAC vermutet, dass der Trend zu Pannensets (sog. Repair-Kits) anstelle von Ersatz- bzw. Noträdern viele Fahrer veranlassen würde, die Gelben Engel zu rufen statt wie früher den Reifen selbst zu wechseln.

Pannenursachen
Vergrößern Pannenursachen
© ADAC

Für die Pannenstatistik 2020 wertete der ADAC seine im Lauf des Jahres 2019 erfassten Einsatzdaten (1750 Straßenwachtfahrer mit 3.756.226 Einsätzen) für 113 Baureihen von 25 Marken aus. Sie finden die ADAC-Pannenstatistik 2020 unter diesem Link. Dort können Sie darüber informieren, welche Modelle (nur Modelle, von denen in Deutschland mindestens 7.000 Exemplare pro Jahr angemeldet waren) besonders zuverlässig sind und welche Fahrzeuge Ihnen vermutlich eher eine Bekanntschaft mit einem Gelben Engel bescheren. Wie schon in den Vorjahren zeigt sich, dass oftmals unterschätzte „Mauerblümchen“ besonders zuverlässig sind. Bestes Beispiel dafür ist der Kleinstwagen Toyota Aygo.

Klein-Busse sind dieses Mal in der Statistik nicht enthalten. Für viele leidgeplagte T5-Fahrer dürfte das kein Trost sein: ADAC-Pannenhilfe-App im unfreiwilligen Praxis-Test.

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