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ADAC-Ausfall: Unklarheit über Hackerangriff

09.12.2016 | 12:38 Uhr |

Ein massiver IT-Ausfall beim ADAC beeinträchtigte erheblich die Pannenhilfe des Automobilclubs. Der ADAC sucht noch den Grund und schließt einen Hackerangriff nicht aus.

Am 8. Dezember 2016 ging beim ADAC nicht mehr viel: Deutschlands größter Automobilclub beklagte einen Ausfall seiner IT-Infrastruktur. Davon waren nicht nur die Webseite und die Auto-Vermietung des ADAC betroffen, sondern auch dessen Pannen-Nothilfe. Die rund 1700 Pannenhilfe-Fahrzeuge konnte der ADAC deshalb nicht elektronisch zu ihren Einsatzorten schicken. Nur in besonderen Notfällen konnte der ADAC Hilfe leisten; die Koordination dieser wenigen Einsätze erfolgte auf Zetteln und mit Stiften, wie die Abendzeitung schreibt.

Der Ausfall begann am 8.12.2016 gegen 8.50 Uhr und dauerte rund zehn Stunden an. In einer ersten Stellungnahme auf seiner Webseite erklärte der ADAC danach, dass die IT-Systeme wieder stabil laufen würden. Und weiter: „Zeitweise waren die Netzanbindung und die Kommunikationssysteme in der ADAC-Zentrale in München gestört. Die Hintergründe für die Störung der IT-Systeme werden weiterhin mit Hochdruck analysiert. Die laufenden Überprüfungen gehen dabei in alle Richtungen. Auch ein Angriff von außen auf den ADAC kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Sensible Daten und Mitgliederinformationen waren nicht betroffen .“

ADAC-Ausfall: Unklarheit über Hackerangriff
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Somit wäre ein Hackerangriff beziehungsweise eingeschleuste Malware als Grund für den Ausfall denkbar. Die durch den Ausfall verursachten Verzögerungen bei der Pannenhilfe können auch noch den 9.12. betreffen.

 
Auf Facebook veröffentlichte der ADAC allerdings eine anderslautende Stellungnahme: „Aktuell sind unsere IT-Systeme zur Steuerung der Pannenhilfe von einer großflächigen Störung betroffen. Es muss deswegen mit Verzögerungen bei Pannenhilfe-Einsätzen gerechnet werden. Hilfe kann derzeit nur in Notfällen geleistet werden. An der Klärung der Situation und Behebung der Störung wird mit Hochdruck gearbeitet. Es gibt bis dato keine Hinweise auf externe Einflüsse.
 
Also doch kein Hackerangriff? Mittlerweile hat der ADAC aber ein weiteres Facebook-Posting nachgeschoben, in dem unter anderem steht: „Auch ein Angriff von außen auf den ADAC kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.“ Der ADAC betont darin aber nochmals: „Sensible Daten und Mitgliederinformationen waren nicht betroffen.“
 
Wir fragten Alexander Machowetz, Leiter Externe Kommunikation/ Presse des ADAC. Machowetz‘ Antwort: „Die Analyse des Fehlers wird einige Tage dauern“. Derzeit kann der ADAC also weder bestätigen noch ausschließen, dass ein Hackerangriff die IT des Automobilclubs und vor allem auch die Pannennothilfe lahm gelegt hat.

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