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77 5G-Sendemasten von Corona-Verschwörungstheoretiker abgefackelt

07.05.2020 | 09:43 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Zahl der Mobil-Funkmasten, die während der Coronakrise in Großbritannien in Brand gesetzt wurden, ist gestiegen.

In Großbritannien werden bereits seit April immer wieder Mobilfunk-Sendemasten angezündet. Dahinter stecken Täter, die der Ansicht sind, es bestünde ein Zusammenhang zwischen der neuen 5G-Mobilfunktechnik und der Verbreitung des Coronavirus. Verbreitet wird diese Verschwörungstheorie beispielsweise über Youtube und sozialen Medien. Als wir vor einigen Wochen bei den deutschen Mobilfunkunternehmen anfragten, hieß es, es habe in Deutschland noch nicht solche Vorfälle gegeben.

Dafür ist die Anzahl der Vorfälle in Großbritannien auf 77 angestiegen, wie unter anderem Business Insider meldet. Das ist aber noch nicht alles, denn es soll auch Angriffe auf Mitarbeiter der Netzbetreiber gegeben haben. In einem Fall sein ein Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen worden und musste im Krankenhaus behandelt werden, wie der Chef des von BT erklärte.

Die Behauptung, es gehe von 5G eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen aus, kursiert schon seit langer Zeit. Auch wenn es dafür keinen Beleg gibt, wie wir in diesem Artikel aufzeigen: Gefahr durch 5G - Ist es wirklich lebensgefährlich?

Während der Coronavirus-Pandemie sind 5G-Sendemasten erneut ins Visier der Verschwörungstheoretiker gelangt. Zunächst hatte der britische Branchenverband Mobile UK vor knapp einem Monat gemeldet, es seien knapp über 50 Sendemasten angezündet worden. Dabei wurde auch hinzugefügt, dass es sich bei der Mehrheit der beschädigten Anlagen gar nicht Sendemasten gehandelt habe, die überhaupt 5G-Signale senden und empfangen.

Laut Mobile UK hat sich der Zahl der Vorfälle bis gestern auf insgesamt 77 erhöht. Die Häufigkeit habe also abgenommen. Dafür habe es aber etwa 40 Angriffe auf Mitarbeiter der Telefonunternehmen gegeben. Erneut weist Mobile UK auch darauf hin, dass Angriffe auf die Mobile-Infrastruktur gerade während der Coronakrise auch Menschenleben gefährden könne, weil die Bevölkerung auf eine funktionierende Kommunikation angewiesen sei.

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