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5G: Darum nutzt Vodafone drei unterschiedliche Frequenzbereiche

18.12.2020 | 10:56 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Vodafone erklärt, weswegen es drei unterschiedliche Frequenzbereiche für den 5G-Ausbau verwendet.

Erst vor wenigen Tagen hat die Deutsche Telekom über den Stand ihres 5G-Ausbaus berichtet: Deutsche Telekom - hier ist 5G besonders schnell. Das wollte Konkurrent Vodafone nicht auf sich sitzen lassen und hat nun seine aktuellen Zahlen zum 5G-Ausbau nachgereicht.

Nachdem Anfang November 2020 laut Vodafone zehn Millionen Menschen i m Vodafonenetz mit 5G surfen konnten, sollen es jetzt 16 Millionen Nutzer sein. Insgesamt hat Vodafone laut eigenen Angaben derzeit über 5.000 5G-Antennen in 800 Städten und Gemeinden aktiviert.

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Vodafone setze genauso wie auch die Telekom unterschiedliche Frequenzbereiche für den 5G-Ausbau ein. Allerdings betont Vodafone, dass es als einziger Mobilfunkprovider gleich drei unterschiedliche Frequenzbereiche für sein 5g-Mobilfunknetz nutze:

3,5 Gigahertz (High-Band): Dieses kommt an besonders hoch frequentierten Orten zum Einsatz, also an stark besuchten Punkten in Ballungsräumen. Diese Frequenzen können Geschwindigkeiten von bis 1.000 Megabit pro Sekunden erreichen, sie versorgen aber nur einen Umkreis von maximal einem Kilometer mit Netz.

1,8 Gigahertz-Bereich (Mid-Band): An den meisten Standorten, vor allem in Städten, verwendet Vodafone diesen Frequenzbereich. Es versorgt einen Umkreis von bis zu drei Kilometer mit der neuen Mobilfunk-Technik und bringt momentan Bandbreiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde – jeweils abhängig von der Zahl der Nutzer, die an diesem Ort auf das Netz zugreift. 500 Mbit/s erreicht unter optimalen Bedingungen aber auch schon LTE.

700 Megahertz (Low-Band): Vodafone nutzt an vereinzelten Standorten auch diese Frequenzen, um Mobilfunk auf dem Land auszubauen und Funklöcher zu schließen. Diese niedrigeren Frequenzen reichen bis zu acht Kilometer weit und bringen Bandbreiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde – im 5G-Netz ebenso wie im LTE-Netz dank Antennen-Technologie Dynamic Spectrum Sharing.

Technik-Mix für 5G: Vor- und Nachteile der 5G-Frequenzbereiche
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