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5G-Auktion: So viele Milliarden Euro wurden bereits geboten

18.04.2019 | 08:22 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die 5G-Frequenzauktion in Deutschland ist in der fünften Woche. Hier erfahren Sie, wie viel die Auktionsteilnehmer bereits ausgegeben haben.

Bei der 5G-Auktion in Deutschland haben die beteiligten Unternehmen bereits über 5,3 Milliarden Euro für die 5G-Frequenzen geboten. Die Bundesregierung hatte auf Einnahmen von mindestens 4 Milliarden Euro und eher mit 5 Milliarden Euro gehofft - die Erwartungen werden damit also übertroffen werden.

Die 5G-Auktion in Deutschland war 19, März um 10 Uhr offiziell gestartet. Seit dem bieten die Vertreter der vier Unternehmen, die bei der Auktion mitmachen, an jedem Werktag und sollen so Milliarden Euro in die Staatskasse spülen. Konkret nehmen an der Auktion die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 teil.

Sie möchten wissen, wie viele Milliarden Euro die vier Unternehmen für die 5G-Frequenzen ausgeben? Die Versteigerung wird wahrscheinlich noch mehrere Wochen andauern. Aufgrund der Osterfeiertage geht die Auktion aber erst Mal in die Pause. Weiter geht es am kommenden Dienstag, den 23. April ab 13 Uhr.

Bei der letzten Runde vor der Osterpause am Mittwoch (17. April) wurden über 5,3 Milliarden Euro geboten. Hier die Ergebnisse der letzten Runden:

  • Runde 218: 5.357.978.000 Euro

  • Runde 217: 5.355.913.000 Euro

  • Runde 216: 5.353.851.000 Euro

Mit jeder Runde steigen natürlich die einzelnen Gebote für die Blöcke aus den Frequenzbereichen 2 GHZ und 3,6 GHz. Begehrteste Frequenzen sind die Blöcke 01A 2 GHz bis 12A 2 GHz (2026): Hier werden bereits Beträge von über 200 Millionen Euro pro Frequenzblock gezahlt.

Das höchste Gebot für einen einzelnen Frequenzblock stammt bisher von der Telekom: Sie bietet jeweils über 213 Millionen Euro für die Blöcke 01A 2 GHz, 02A 2 GHz und 08A 2 GHz.

Die Bundesnetzagentur informiert übrigens auf dieser Seite die Öffentlichkeit nach jeder Auktionsrunde auf den Cent genau, wie viel Euro die Unternehmen ausgegeben haben.

So läuft die Versteigerung

Das Prozedere grob erklärt: Alle an der Auktion beteiligten Unternehmen geben in jeder Runde für jeweils alle 41 Frequenzblöcke ihre jeweiligen Gebote ab. Dabei befinden sich die Bieter in voneinander getrennten Räumen. Die Gebote müssen in vorgegebenen Gebotsschritten abgegeben werden. Die Mindestgebot pro Block liegt zwischen 1,7 Millionen Euro und 5 Millionen Euro. Eine Runde endet jeweils nach einer Stunde.

Die gesamte Versteigerung endet, sobald auf keinen Block mehr neue Gebote abgegeben werden. Aus diesem Grund ist schwer abschätzbar, wie lange die Auktion dauern wird.

Sie merken: Es ist durchaus spannend zu beobachten, wie viele Millionen und Milliarden Euro sich die Unternehmen in den einzelnen Runden um die Ohren schlagen.

Konkret werden bei der Auktion 420 Megahertz aus den Bereichen 2 Gigahertz bis 3,6 Gigahertz versteigert. „Durch die Vergabe der Frequenzressourcen wird Planungs- und Investitionssicherheit geschaffen und eine frühzeitige Nutzbarkeit der Frequenzen sichergestellt um einen schnellen, flexiblen und bedarfsgerechten 5G-Rollout in Deutschland zu ermöglichen“, so die Bundesnetzagentur.

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