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Hama bringt Hoverboards made in Germany

13.07.2016 | 10:58 Uhr |

Hoverboard made in Germany: Hama baut die Balance-Scooter in Deutschland zusammen. Mit japanischen Motoren und Panasonic-Akku-Zellen.

Update 13.7.: Hama nennt Details zum Balance-Scooter, dem Hoverboard made in Germany

Hama bringt bekanntlich zur IFA zwei in Deutschland zusammengebaute Hoverboards in den Handel (siehe weiter unten unseren Bericht zu diesen beiden neuen Modellen mit den technischen Details und den Preisen). Die beiden Hoverboards made im Germany heißen Slalom-Cruiser und Cross-Cruiser und werden als Balance-Scooter vermarktet - Hama will offensichtlich den mittlerweile negativ belegten Begriff Hoverboard vermeiden.

Susanne Uhlschmidt, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Hama, hat heute auf unsere Nachfrage bestätigt, dass „einzelne Bauteile, wie beispielsweise die japanischen Motoren, aus dem Ausland kommen. Die Montage und die Qualitätssicherung erfolgt dann in Deutschland.“ Und weiter: „Der Akku und damit das Herzstück der Scooter enthält Panasonic-Zellen, wird aber in Deutschland montiert (Zellhalter) und mit dem Batterie-Management-System konfektioniert. Die Softwaresteuerung erfolgt über ein Unternehmen in Stuttgart.“

Zum Verkaufsstart bestätigte uns Hama, dass es „die Scooter zur IFA ausliefern“ wolle. Der Vertrieb erfolge über Hamas Handelspartner wie Elektronikmärkte und -Fachgeschäfte.

Update Ende, Beginn der ursprünglichen Meldung: 501.000 Hoverboards wegen Explosionsgefahr zurückgerufen

Nach zahlreichen Unfällen - zuletzt ein Wohnungsbrand in Köln - zieht die CPSC, die für die Sicherheit von Verbraucherprodukten zuständige US-Behörde, die Reißleine: Rund 501.000 der brandgefährlichen Hoverboards alias Self Balancing Scooter müssen zurück zu deren Herstellern. Betroffen von dem Rückruf sind diese zehn Hersteller bzw. Läden bzw. Online-Händler (in Klammern steht die Anzahl der zurückgerufenen Hoverboards und deren Modellbezeichnungen):

Digital Gadgets LLC, of Monroe, N.J. (16.000, Hover-Way/Model # HWSBB601-R)

Hoverboard LLC, of Scottsdale, Ariz.(70,000, Powerboard)

Hype Wireless, of Edison, N.J. (25,000, Hype Roam)

Keenford Ltd., of Hong Kong (84,000, iMoto)

PTX Performance Products USA of Irvine, CA (4,900, Airwalk Self Balancing Electric Scooter)

Razor USA LLC, of Cerritos, Calif. (28,000, Hovertrax)

Swagway LLC, of South Bend, Ind. (267,000, Swagway X1)

Yuka Clothing, of Miami, Fla. (800, Wheeli, 2Wheelz, Back to the Future, Mobile Tech, Hover Shark, NWS, X Glider and X Rider)

Boscov’s, of Reading, Pa. (1,300, Orbit)

Overstock.com, of Salt Lake City, Utah (4,300, All hoverboards sold on Overstock.com)

Die Hoverboards wurden zwischen Juni 2015 und Mai 2016 verkauft. Alle betroffenen Hoverboards wurden offensichtlich in China produziert.

501.000 Hoverboards wegen Explosionsgefahr zurückgerufen
Vergrößern 501.000 Hoverboards wegen Explosionsgefahr zurückgerufen
© CPSC

Der Grund für den Rückruf

Laut CPSC können sich die Lithium-Ionen-Akkus in den Hoverboards überhitzen, Feuer fangen und explodieren. Bis jetzt wurden mindestens 99 Vorfälle mit Schäden an den Akkus der Hoverboards gemeldet: Überhitzung, Funkenflug, Rauchentwicklung, Feuerausbruch oder Explosion. In diesem Zusammenhang trugen Menschen Brandverletzungen davon und es kam zu Sachschäden.

Das sollen Kunden tun

Die CPSC rät dringend, dass die Besitzer die Hoverboards nicht mehr benutzen! Die Besitzer der betroffenen Hoverboards sollen die Hersteller kontaktieren um den Rückversand beziehungsweise die Abholung zu klären. Die Telefonnummern der jeweiligen Hersteller hat die CPSC hier aufgeführt.

Die Besitzer haben Anspruch auf Rückgabe des Hoverboards bei vollständigem Ersatz des Kaufpreises oder auf eine kostenlose Reparatur oder auf Umtausch gegen ein einwandfreies Gerät.

Hama bringt zwei Hoverboards made in Germany

Die oben genannten brennenden, explodierenden oder zumindest zu heiß werdenden Hoverboards wurden anscheinend alle in China gefertigt. Deshalb stellt das deutsche Unternehmen Hama nun zwei Hoverboards vor, die in Deutschland „entwickelt, designt, produziert und geprüft“ werden (O-Ton Hama). Diese Balance-Scooter made in Germany will Hama auf der kommenden IFA in Berlin vorstellen. Hama arbeitet dazu mit dem deutschen Unternehmen Wheelheels zusammen. Die einzelnen Bauteile werden in Deutschland montiert, einzelne Bauteile kommen also durchaus aus dem Ausland. Jede Komponente wird laut Hama ebenso wie die fertigen Scooter mehrfach einzeln geprüft. Hama wirbt damit, dass die elektrotechnischen Prüfungen und Zulassungen durch Institute in Deutschland vorgenommen werden.

Hama Balance-Scooter made in Germany: Slalom-Cruiser mit 16,5-cm-Vollgummireifen
Vergrößern Hama Balance-Scooter made in Germany: Slalom-Cruiser mit 16,5-cm-Vollgummireifen
© Hama

Besonders der Akku soll alle wichtigen Sicherheitsstandards einhalten. Brennende Akkus oder Fahrer, die wegen plötzlich stoppender Boards durch die Luft katapultiert werden, sollen damit ausgeschlossen sein.

Hama Balance-Scooter made in Germany: Slalom-Cruiser mit 16,5-cm-Vollgummireifen
Vergrößern Hama Balance-Scooter made in Germany: Slalom-Cruiser mit 16,5-cm-Vollgummireifen
© Hama

Slalom-Cruiser und Cross-Cruiser

Im ersten Schritt stellt Hama zur IFA in Berlin zwei unterschiedliche Modelle vor. Der kompakte Slalom-Cruiser mit 16,5-cm-Vollgummireifen soll besonders wendig und für festen Untergrund und enge Kurven geeignet sein. Etwas größer, robuster und laut Hama auch geländegängig soll der Cross-Cruiser sein. Die Schlauchreifen mit 25,4 Zentimeter Durchmesser sollen auch bei unebenem Grund Stabilität verleihen.

Hama Balance-Scooter made in Germany: Cross-Cruiser
Vergrößern Hama Balance-Scooter made in Germany: Cross-Cruiser
© Hama

Preislich wird der Slalom-Cruiser (Art.-Nr. 109861) für Endverbraucher bei 579 Euro (UVP), der Cross-Cruiser (Art.-Nr. 109860) bei 599 Euro (UVP) liegen.

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