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50 Millionen Dollar: Hacker-Gruppe erpresst erst Acer und jetzt Apple

22.04.2021 | 15:00 Uhr |

Eine Hacker-Gruppe namens REvil Crew versucht, Apple um 50 Millionen US-Dollar zu erpressen. Ob das gelingt, ist allerdings sehr fraglich.

Die Hacker-Gruppe REvil Crew, spezialisiert auf Ransomeware-Angriffe, hat nach eigenen Angaben Daten von den Servern des weltgrößten Laptop-Herstellers Quanta erbeutet. Das berichtet The Record . Darunter sollen auch sensible Daten von mehreren großen Technologieunternehmen sein, darunter Apple und Acer. Quanta ist eines der Unternehmen, die für Apple die Zusammensetzung von Macbooks und anderen Produkten durchführen. Auf ihrem eigenen Blog im Dark Web veröffentlichte die REvil Crew bereits 21 Screenshots, augenscheinlich technische Datenblätter von Macbooks. Die Gruppe ist nach eigenen Angaben auch im Besitz von Daten über noch nicht offiziell vorgestellte Apple-Produkte und droht mit dem Verkauf und der Veröffentlichung der Daten.

Zuvor hatten die Hacker bereits versucht, Geld von Quanta für die Rückgabe der Daten zu erpressen. Das Unternehmen lehnte dies offenbar ab. Nun wenden sich die Cyber-Kriminellen direkt an die betroffenen Unternehmen, zu denen neben Apple auch der Laptop-Hersteller Acer gehört. Die Zahlungsforderung wurde am Montag, einen Tag vor der Apple-Keynote veröffentlicht. Die Hacker drohen damit, an jedem Tag ohne Zahlungseingang weitere Dokumente zu veröffentlichen. Neben Daten von Acer und Apple sind die Hacker, so behaupten sie zumindest, auch im Besitz von Daten mehrerer anderer großer Marken. Weitere Erpresserschreiben gibt es jedoch noch nicht.

Die Hacker veröffentlichten das Erpresserschreiben im Dark Web.
Vergrößern Die Hacker veröffentlichten das Erpresserschreiben im Dark Web.
© The Record

Ob Acer oder Apple auf den Angriff reagierten, ist nicht bekannt. Auf Nachfrage von The Record ließ Apple lediglich verlautbaren, dass man den Vorfall untersuche. Welche Summe von Apple für die Rückgabe der Daten verlangt wurde, ist nicht bekannt. Von Acer forderten die Hacker 50 Millionen US-Dollar, auch hier ist nicht klar, ob das Unternehmen auf die Forderung reagierte.

Laut des Berichts handelt es sich bei dem im Dark Net veröffentlichten Material nicht um sensible Informationen, sondern lediglich um Instruktionen für die Zusammensetzung sowie einige Auflistungen technischer Details. Es steht also die Frage im Raum, ob die Hacker-Gruppe überhaupt wirklich über sensible Informationen (wie zum Beispiel unveröffentlichte Produkte) verfügt. Die Keynote ist inzwischen vorüber, ohne Meldungen über einen größeren Datenbruch.

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