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3D-Drucker: Japanisches Edelfleisch aus dem Labor

30.08.2021 | 16:09 Uhr | Denise Bergert

Mit Hilfe von gezüchteten Stammzellen ist es japanischen Forschern gelungen, ein Wagyu-Steam im Labor herzustellen.

Das Fleisch der japanische Wagyu-Rinder gilt weltweit als Delikatesse. Der Geschmack wird durch eine starke Marmorierung geprägt, die von intramuskulärem Fett stammt. Forschern der Universität Osaka ist es nun gelungen, ein Wagyu-Steak im Labor herzustellen . Dafür wurden zwei unterschiedliche Arten von Stammzellen aus Wagyu-Rindern entnommen und durch eine neue Technologie miteinander verbunden. Auf diese Weise konnten die Wissenschaftler die besondere Struktur von Blutgefäßen, Fett und Muskel, die typisch für Wagyu-Rinder sind, künstlich nachbilden. Für das Wagyu-Steak aus dem 3D-Drucker musste kein Tier sterben.

Bislang hatte sich die Forschung bei der Herstellung von Laborfleisch hauptsächlich auf Hackfleisch konzentriert. Mit ihrem künstlich hergestellten Steak wollen die japanischen Wissenschaftler nun die Vielfalt und Qualität zeigen, die Laborfleisch haben kann. Um die komplexe Fleischstruktur nachzubilden, haben sich die Forscher der Herstellungstechnik für japanische Kintaro-ame-Bonbons bedient. Die Süßigkeiten verfügen über aufwändige Muster und werden zunächst als Rolle produziert und dann in Scheiben geschnitten. Auf diese Weise könnten sich nicht nur komplexe Fleischstrukturen nachbilden lassen, sondern auch der Fettgehalt individuell angepasst werden. Was genau die Herstellung des Wagyu-Steaks aus dem Labor kostet, ist nicht bekannt.

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