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Google startet NFC-Test für Einkauf mit dem Handy

16.03.2011 | 11:49 Uhr |

Für Google ist Near Field Communication (NFC) das nächste Killer-Feature bei Smartphones. Noch wissen die Kunden aber nicht so recht, was sie damit anfangen sollen, gibt es doch kaum Anwendungsfälle dafür. Das soll sich innerhalb der nächsten vier Monate ändern, berichtet das Wirtschaftsportal Bloomberg.

Google plant den Start eines Systems, mit dem per NFC-Handy gezahlt wird. Innerhalb der nächsten vier Monate soll das Unternehmen testweise tausende Läden in San Francisco und New York mit speziellen Kassen ausstatten, die den Standard Near Field Communication (NFC) unterstützen. Dort kann der Kunde dann einfach mit seinem Handy bezahlen, sofern darin ebenfalls NFC integriert ist. Das berichtet das Wirtschaftsportal Boomberg. Unklar ist, ob Google für den Bezahlvorgang mit Banken zusammenarbeitet oder seinen eigenen Dienst Checkout nutzt, über den man auch Apps im Android Market kaufen kann. Der ist wiederum auf Besitzer einer Kreditkarte beschränkt.

Google stellte im Dezember 2010 das Nexus S von Samsung vor. Das Smartphone ist das aktuelle Referenzgerät für alle Modelle mit dem Betriebssystem Android. Eines der neuen Funktionen des Nexus S ist NFC. Doch bisher gibt es dafür kaum Anwendungen. Die Nutzer können damit ihre Kontaktinformationen untereinander austauschen. Außerdem hat Google einen Testlauf für seinen Empfehlungsdienst Hotspot in Portland, USA, gestartet. Dort können Besitzer eines Nexus S in Geschäften, Bars oder Clubs mehr Informationen über den Ort erfahren und ihn bewerten, wenn sie ihr Handy  an bestimmten, Tags genannten Stickern halten.

NFC ist ein drahtloses Übertragungsverfahren ähnlich wie Bluetooth. Allerdings ist die Sendeleistung deutlich geringer. Das Telefon benötigt im Regelfall physischen Kontakt mit dem Sender oder Empfänger. Die maximale Sendeleistung ist auf eine Entfernung von 10 Zentimeter spezifiziert. Das soll es Angreifern schwer machen, die Übertragung abzuhören.

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