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Experte: Verkaufszahlen von Windows Phones sind katastrophal

03.05.2011 | 14:10 Uhr |

Die Verkaufszahlen von Handys mit Windows Phone 7 bleiben nicht nur hinter den Erwartungen zurück, sondern sind so katastrophal, dass Microsoft sie nicht mal bei der Präsentation seiner Quartalszahlen nennen wollte. Das behauptet Eldar Murtazin, Chefredakteur des russischen Mobilfunk-Blogs Mobile Review. Er geht davon aus, das 2010 gerade einmal 674.000 Handys an Endkunden verkauft wurden.

Murtazin glaubt, dass die tatsächlichen Verkaufszahlen von Windows Phones "katastrophal" sind. Angeblich wurden nur 674.000 Handys mit dem mobilen Microsoft-Betriebssystem verkauft. Allerdings nennt er weder einen bestimmten Zeitraum, noch genaue Quellen für diese Zahl. Stattdessen verweist er nur vage auf inoffizielle Daten von Netzbetreibern und Händlern.

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Dass sich Windows Phones nur schleppend verkaufen, ist allerdings nicht aus der Luft gegriffen. Microsoft hat bis jetzt nur wenige konkrete Zahlen genannt. Die Meldungen über den Absatz von 1,5 Millionen und 2 Millionen Geräten bezogen sich in der Vergangenheit immer auf Handys oder Lizenzen, die an Netzbetreiber oder Hersteller ausgegeben wurden. Die Anzahlen an Modellen, die tatsächlich bei Endkunden angekommen sind, liegen nach Ansicht von Murtazin viel niedriger.

Windows Phone 7 stolpert vorwärts

Auch die kürzlich vorgestellten Quartalszahlen von Microsoft können als Indiz für einen schwachen Start von Windows Phone 7 gewertet werden. Die Handysparte wurde darin mit keinem Wort erwähnt - wäre sie erfolgreich, dann hätte Micrososft sie erwähnt. Und offene Kritik kam bereits Anfang 2011 von LG. Ein Manager des koreanischen Unternehmens erklärte damals in einem Interview, dass die Verkaufszahlen des LG Optimus 7 hinter den Erwartungen zurück blieben.

Tour der Leiden: Microsoft bleibt bei Phone 7 vom Pech verfolgt

Auch der überdurchschnittlich hohe Preisverfall der Windows Phones spricht für die Behauptung Murtazins. Kostete ein LG Optimus 7 beim Online-Händler Amazon vor wenigen Monaten noch 529 Euro, so wird es aktuell für 200 Euro verkauft. Auch beim HTC HD7 sieht es nicht anders aus: Ursprünglich wollten die Händler für den Touchscreen-Riesen 610 Euro haben, inzwischen gibt es das Gerät neu schon für 275 Euro. Nicht ganz so stark, aber immer noch erschreckend hoch, fällt der Preisverfall beim Samsung Omnia 7 aus. Aus ursprünglich 649 Euro wurden 333 Euro.

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