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Wann ist die nächste Apple-Keynote?

15.09.2021 | 10:30 Uhr | Peter Müller

Nach der Keynote ist vor der Keynote: Was Apple bei "California Streaming" zeigte, konnte nur der erste Teil gewesen sein.

Apples Keynote "California Streaming" ist Geschichte. Die wichtigsten Erwartungen an die Inhalte haben sich erfüllt, neue iPhones und  Apple Watches hatte jeder auf dem Schirm. Ein klein wenig überraschend gab es auch iPad 9 und iPad Mini 6, aber auch das hatte sich in den letzten Wochen abgezeichnet. Noch bleiben für diesen Herbst noch einige Sachen offen – etwa die für gestern erwarteten Airpods und vor allem Macs.

Wie im vergangenen Jahr  wird Apple also mehrere Keynotes im Spätsommer und Herbst veranstalten. Waren es im vergangenen Jahr gleich deren drei, sollte diesmal auf den Septembertermin nur noch ein weiterer folgen, aller Voraussicht nach im Oktober. Einen ersten Vorschlag für das Datum gibt es bereits : der 12. Oktober 2021 . Doch ist das ein recht spekulatives Datum, es passt jedoch einigermaßen in den Apple-Kalender. Auch zwei Wochen später wäre eine zweite Keynote noch sehr gut denkbar.

Nach iPhone, Apple Watch und iPad werden dann aller Voraussicht nach der Mac und Airpods die Hauptrolle spielen.

Goldener Oktober

Nicht nur die Kollegen der Macworld sind sich sicher , dass Apple eine zusätzliche Keynote neben einer im September veranstalten muss, schreien doch mehrere Produkte aus dem Mac-Portfolio nach einem Update. Da wären die beiden Macbooks Pro 14 und 16 Zoll die offensichtlichsten Kandidaten, es gibt noch einen Mac Mini und den iMac, die alle beiden die nächsten Generationen der M-Chips eingebaut bekommen sollen. Ein weiterer heißer Anwärter auf Updates, die Airpods 3, sind auf dem "California Streaming"-Event ohne Erwähnung geblieben.

Frühling lässt sein holdes Band

Apple hatte im vergangenen Jahr und den drei virtuellen Keynotes im September, Oktober und November sich aber nicht zurück gelehnt und den Winterschlaf vorbereitet, sondern im Dezember sogar noch etwas nachgelegt: Die Airpods Max kamen aber per bloßer Pressemitteilung und ohne weiteres Gedöns. Nicht auszuschließen, dass in diesem Herbst oder Winter noch ein paar Kleinigkeiten nachkommen.

Der Blick richtet sich dann aber wieder auf das Frühjahr, vor allem dann, wenn wie in "California Dreaming" alle Blätter braun sind, der Himmel grau und die Straßen voller Matsch. Die Entwicklung geht bei Apple weiter und im März oder April 2022 könnte die nächsten Produktvorstellungen anstehen. So wäre es dann wieder Zeit für ein weiteres Einsteiger-iPhone, also das iPhone SE der dritten Generation. Apple könnte hier erneut Mut zum Weglassen respektive für radikale Änderungen beweisen und das SE als letztes iPhone in seinem Angebot auf Face-ID umstellen. Der Home-Button wäre dann Geschichte. Um den Preis niedrig zu halten, würde das SE 3 vermutlich wie iPhone XR und iPhone 11 ein Liquid-Retima-Display bieten, also eines mit LCD und nicht mit OLED-Display. Zumindest aber der A14 der Reihe iPhone 12 sollte das neue SE antreiben.

Zwei Jahre gab sich Apple, um den Mac von Intel-Chips auf eigenes Silizium umzustellen, der Kalender hat so richtig im November 2020 zu blättern begonnen. Im Frühjahr 2022 wäre dann schon klar mehr als die Hälfte der Zeit verstrichen, neue Rechner braucht das Land. Noch gar nicht umgestellt sind der große iMac, bisher mit Intel Core-Chip der zehnten Generation in 267 Zoll erhältlich, und der Mac Pro. Letzterer könnte noch bis Ende 2022 auf sich warten lassen, ein großer iMac 30'' oder – warum nicht? – iMac Pro wäre aber ein Kandidat für das Frühjahr 2022, ein Jahr nach dem bunten iMac M1. Der dürfte vermutlich bei der Gelegenheit ein Prozessorupgrade erhalten, in Richtung M1X oder gar M2. Die zweite Generation des Macbook Air Apple Silicon könnte ebenso anstehen wie ein auf Grund auf renovierter und vermutlich miniaturisierter Mac Mini. Die Airpods Pro wären dann auch mal wieder fällig, wenn Apple das nicht noch en passant im Spätherbst 2021 erledigt.

WWDC  2022: Endlich wieder mit Publikum?

Vermutlich steht uns in Sachen Corona wieder ein sehr missvergnüglicher Winter bevor, vor allem wird die Pandemie Ungeimpfte treffen. Das ist dann auch für Geimpfte nicht schön, wenn die Kliniken wieder überlaufen. Wenn aber nichts Unvorhergesehenes passiert und sich auch hartnäckige Impfgegner immunisieren lassen, könnte der Frühsommer 2022 ein sehr unbeschwerter werden. Dann spräche nichts dagegen, wieder rund 5000 Entwickler als aller Welt nach Cupertino kommen zu lassen, um dort auf der Entwicklerkonferenz WWDC rund 1000 Apple-Ingenieure zu treffen. Man infiziert sich gegenseitig dann nur noch mit guten Ideen für bahnbrechende Apps.

Auf dem Plan stehen hier wie immer die Betriebssysteme Apples. Auf dem Mac zählt man auch wieder eines weiter,  macOS 13 wird den Namen einer weiteren kalifornischen Sehenswürdigkeit beigestellt bekommen. Auf ihrer Reise durch Kalifornien nähert sich die Nomenklatur des macOS wieder der Küste und dem Norden des Bundesstaates, "Golden Gate" könnte sich anbieten. Keine Spitznamen haben die anderen Systeme, sie werden schlicht iOS 16, iPadOS 16, tvOS 16 und watchOS 9 heißen.

Wo, wenn nicht auf einer WWDC sollte Apple aber ein komplett neues System vorankündigen? Für eine konkrete Ansage in Sachen AR/VR wäre die Veranstaltung bestens geeignet, wenn schon mal die Entwickler, die ihre Lösungen auf die Augmented-Reality-Brille bringen sollen, alle vor dem Bildschirm versammelt sein? Und tragen nicht die Animojis auf den WWDC-Grafiken alle eine Brille?  Die Gerüchte um ein Apple Headset werden immer konkreter, vor Ende 2022 ist ein solches Gerät aber nicht zu erwarten. Doch wäre  ein Vorlauf von einem halben oder ganzen Jahr nicht ungewöhnlich, seine Pläne zu Mac-OS X hatte Apple gar annähernd drei Jahre vor der finalen Fassung des neuen Mac-Betriebssystems auf der WWDC dargelegt - und die Apple Watch mehr als ein halbes Jahr vor dem Erstverkauf vorgestellt. Was wir vermutlich aber auch im kommenden Jahr nicht sehen werden: einen ersten Blick auf Apples iCar.

Lesen Sie hier alle Fragen und Antworten zu Augmented Reality und Apples Pläne damit

Nächster Herbst, nächste Runde

Einen Tag nach der Vorstellung des iPhone 13 schon über das iPhone 14 zu spekulieren, verbietet sich eigentlich. Nach Apple kann man zwar den Kalender und schon beinahe die Uhr stellen und ein iPhone 14 wird uns seine Aufwartung im Herbst 2022 machen, recht viel mehr Details weiß heute vermutlich nicht einmal mehr Apple. Man kann aber davon ausgehen, dass einige Neuerungen, die im Jahr 2021 den Pro-Modellen vorbehalten waren, nächstes Jahr auch an die "normalen" 14er weiter gereicht werden. Zudem wird schon heute gemunkelt, dass Apple das Design wieder ein wenig ändert, die Notch könnte komplett entfallen und die Tasten an der Seite wieder rund werden. Angeblich soll die Frontkamera durch ein Pinhole fotografieren, eventuell könnte Touch-ID zurückkehren, unter dem Bildschirm. Wir hoffen aber sehr stark, dass im Winter 2022/23 Mund- und Nasenschutz zwar hilfreich wäre, aber längst nicht mehr obligatorisch.

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