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Große Videodateien einfach und schnell versenden und freigeben

07.09.2020 | 15:00 Uhr | Birgit Götz,

Wer Videodateien verschicken oder freigeben möchte, hat oft das Problem, dass die Dateien einfach zu groß sind. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Videos trotzdem schnell und kostenlos versenden können.

Auch mit superschneller Breitbandverbindung kann es knifflig sein, ein Video mit der Familie, Freunden oder Kollegen zu teilen. Selbst ein kurzes Video, aufgenommen mit dem Smartphone, kann leicht mehrere hundert Megabyte umfassen. Wie also kann man das verschicken?

E-Mail können Sie nur in einigen Fällen verwenden. Apple Mail wird die Verwendung von Mail Drop anbieten, um Dateien bis zu 5 GB freizugeben, und das geschieht automatisch und ohne Konfiguration. Google reagiert ähnlich: Es verweigert den Anhang von Videos  mit mehr als 25 MB und bietet stattdessen an, es über Google Drive freizugeben. Der Empfänger erhält eine E-Mail mit einem Link zum Herunterladen der Datei.

Oft aber können Sie keine Mail verwenden, und Instant-Messaging-Dienste sind meistens ausgeschlossen. Selbst wenn Sie Videos über Whatsapp oder Messenger versenden können, wird die Qualität so weit verringert, dass sie meist inakzeptabel ist.

Optimieren Sie zunächst Ihr Video

Aber es gibt Lösungen: Sie können Ihr Video vor der Freigabe verkleinern (nicht verkürzen) und es gibt Dienste speziell für das Teilen großer Dateien wie Videos.

Zunächst sollten Sie versuchen, die Videodatei zu verkleinern, vorausgesetzt, Sie können Ihr Video auf einen PC oder Mac übertragen. Auf einem Smartphone ist es nicht so einfach.

Wir haben Handbrake genutzt, weil es kostenlos und ziemlich schnell ist, aber es gibt viele andere, etwa Videoproc (auch deutschsprachig). Durch die Wahl einer niedrigeren Auflösung oder sogar nur eines effizienteren Videocodecs wie HEVC können Sie ein Video erheblich kleiner machen.

Sie können auch einen Videoeditor wie DaVinci Resolve verwenden. Damit können Sie das Video kürzen, unnötige Teile entfernen und es mit einer niedrigeren Auflösung oder Bitrate erneut speichern (rendern). Die Datei wird so kleiner und behält ein akzeptables Qualitätsniveau.


Für die Freigabe einen Cloudspeicher nutzen

Sobald Sie Ihre Videodatei optimiert haben, besteht eine der besten Möglichkeiten für die Weitergabe darin, sie auf einen Cloud-Service hochzuladen. Das kann allerdings Geduld erfordern, denn wahrscheinlich hat Ihr Breitbandanschluss zu Hause eine viel langsamere Upload-Geschwindigkeit als der Download hat. Seien Sie also nicht überrascht, wenn das Hochladen von Videos lange dauert (vielleicht sogar mehrere Stunden).

Aber sobald das Video auf Dropbox, Google Drive oder einem anderen Cloud-Dienst gespeichert ist, können Sie den Link freigeben. Die Empfänger können das Video herunterladen oder sogar direkt streamen, wie bei Dropbox möglich.

Ein weiterer Vorteil eines Cloudspeichers ist, dass die Dateigröße dabei nicht verändert wird. Wenn Sie eine 1 GB große Datei hochladen, bleibt sie in dieser Größe - und in dieser Qualität - erhalten.

Videos freigeben auf Youtube und anderen Video-Hosting-Sites

Sie können Ihr Video auch auf eine Webseite hochladen, die Videos hostet, und es dort für andere verfügbar machen. Sie möchten vielleicht nicht, dass Ihr Video für jedermann verfügbar ist, aber Youtube und andere bieten die Möglichkeit, Ihr Video als "nicht aufgelistet" zu veröffentlichen. Sie können es sogar noch privater gestalten und nur bestimmte Personen auswählen - dann können nur diejenigen, die den Link haben, das Video sehen. Aber das ist mühsam zu konfigurieren.

Youtube bietet keine Download-Option an (es sei denn, Sie sind ein Premium-Mitglied), aber es gibt natürlich Möglichkeiten, Youtube-Videos herunterzuladen.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag " Youtube-Videos herunterladen unter Windows und Android ".

Ein Video auf die genannten Webseiten hochzuladen ist einfach, egal, ob vom PC oder Smartphone. Wenn der Dienst das Video vor dem Hochladen nicht komprimiert, können aber auch hier die Ladezeiten sehr lang sein.

Beim Hochladen auf Youtube müssen Sie einen leichten Qualitätsverlust akzeptieren, weil Youtube das Video nach dem Upload komprimiert/bearbeitet.


Videos mit Wetransfer verschicken

Wenn Sie nach einer schnellen und einfachen Lösung für den Versand einer großen Datei suchen, dann sind Sie bei Wetransfer   richtig.

Dieser Dienst verschickt Dateien unter 2 GB kostenlos für Sie. In der kostenpflichtigen Pro-Version (11,69 Euro monatlich oder 116,97 Euro jährlich) haben Sie 1 TB Speicherplatz und können Dateien mit bis zu 20 GB verschicken und empfangen. Und noch einige Vorteile mehr.

Das Verschicken geht ganz einfach:

Sie wählen die Datei aus, die Sie versenden möchten und geben die Mail-Adresse der Person ein, die sie erhalten soll ("E-Mail an") und setzen sich als Absender ein ("Deine E-Mail"). Optional können Sie noch eine Nachricht dazuschreiben. Ein Klick auf "Senden", und Ihr Video wird zu Wetransfer hochgeladen. Das war's.

Der Empfänger Ihrer Datei bekommt eine E-Mail von Wetransfer mit einem Link zum Herunterladen der Datei.

Nachteil bei Wetransfer: Die Datei wird dort nicht dauerhaft gespeichert, man kann das Video also nicht jederzeit herunterladen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unseren englischen Kollegen auf techadvisor.co.uk

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