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Bilder in Videos verwandeln - So geht's

19.01.2020 | 13:05 Uhr | Birgit Götz

Manche Fotos sind zu schade dafür, dass sie nur im Cloud-Speicher abgelegt werden. Machen Sie Videos daraus. So geht's.

Dank der hervorragenden Kameraqualität moderner Smartphones haben viele von uns inzwischen eine riesige Sammlung von Fotos in den Bibliotheken. Bilder auf sozialen Medien zu teilen, ist einfach. Eine interessante Alternative ist, die Fotos in ein Video zu verwandeln und freizugeben. Und so geht's.

Das brauchen Sie:

  • Ihre Fotos

  • einen PC oder Mac

  • einen Video-Editor (viele gibt es kostenlos)

  • etwa ein bis zwei Stunden Zeit

Und so gehen Sie vor:

Fotos auswählen und in Ordner sammeln: Um zügig arbeiten zu können, erstellen Sie einen Ordner auf dem Desktop und kopieren in diesen sämtliche Fotos, die Sie für Ihr Video verwenden wollen. 

Projekt im Video-Editor anlegen: Wir haben den Microsoft Video-Editor verwendet, der mit Windows 10 geliefert wird und in der Fotos-App funktioniert. Sie können aber auch einen der vielen kostenlosen Video-Editoren verwenden, die Sie im Web finden. Erstellen Sie ein neues Projekt.

Im Video-Editor heißt das Projektbibliothek. Wenn Sie möchten, können Sie an der Stelle gleich einen Namen vergeben, unter dem Sie das fertige Video dann speichern werden. Über die Hinzufüge- oder Importoptionen holen Sie sich jetzt die Fotos in die Projektbibliothek, die Sie verwenden wollen.

Bilder auf der Zeitleiste / im Storyboard anordnen: Video-Editoren arbeiten mit einer sogenannten Zeitleiste (im Video-Editor heißt sie Storyboard). Das ist der Bereich am unteren Bildschirmrand. Hierher ziehen Sie Bilder und Videos, die in Ihrem Film erscheinen sollen, und zwar am besten gleich in der gewünschten Reihenfolge. So erstellen Sie eine Sequenz (oder Zeitleiste), die dann abgespielt wird - ähnlich wie bei einer Diashow.

Wenn Sie ein paar Fotos auf der Zeitleiste platziert haben, klicken Sie auf das erste und lassen Ihre Auswahl im Fenster oben rechts einmal durchlaufen - einfach auf den Wiedergabeknopf unter dem Bild klicken. So erhalten Sie eine Vorstellung davon, wie lange jedes Bild auf dem Bildschirm bleibt und wie es beim Wechsel von einem Bild zum anderen aussieht.

Sie können für jedes Bild separat festlegen, wie lange es im Video zu sehen sein wird. Klicken Sie auf "Dauer" und legen Sie die Sekunden fest.

Im Video-Editor können Sie für jedes Foto separat festlegen, wie lang es im Film zu sehen sein soll
Vergrößern Im Video-Editor können Sie für jedes Foto separat festlegen, wie lang es im Film zu sehen sein soll


Titel, Übergänge und Musik hinzufügen: Wenn die Fotos an ihrem Platz und Sie mit dem Ablauf des Videos zufrieden sind, ist es Zeit, ein wenig Glanz hinzuzufügen. Zuerst werden Sie einen Titel wollen. Klicken Sie dazu im Storyboard auf das erste Bild und im Video-Editor auf "Titelkarte hinzufügen". Unter dem blauen Fenster rechts gehen Sie auf "Text" und können jetzt den Titel, Schriftart, Layout und Hintergrundfarbe festlegen.

Titel und beispielsweise Kapitelunterteilungen können sie ganz einfach hinzufügen und auch hier festlegen, wie lang sie im Film zu sehen sind
Vergrößern Titel und beispielsweise Kapitelunterteilungen können sie ganz einfach hinzufügen und auch hier festlegen, wie lang sie im Film zu sehen sind

"Titelkarte hinzufügen" verwenden Sie auch dafür, Zwischentitel oder Kapitel in Ihren Film einzubauen. Haben Sie dafür an eine falsche Stelle geklickt - kein Problem, Sie können das ganz einfach an die richtige Stelle ziehen. Und können auch für diese Titel unterschiedlich lange Sichtbarkeit festlegen.

Als nächstes können Sie Übergänge einfügen. Das sind kleine Animationen, die beim Wechsel von einem Bild zum anderen stattfinden, genau wie bei Powerpoint und anderer Diashow-Software. Manche Editoren - wie auch der Video-Editor - bieten diese Funktion nicht an. Wenn Sie einen haben, der das kann, sollte es einfach sein, einen Übergang zu wählen. Beispiele dafür wären das Einziehen des nächsten Bildes von rechts oder das Auflösen des aktuellen Bildes, um das nächste darunter zu zeigen. Die Faustregel ist allerdings, dass weniger aufwändige Übergänge ein besseres Ergebnis bringen.

Der Video-Editor bietet zudem noch ein paar Bearbeitungsmöglichkeiten für die Bilder an wie Filter und 3D-Effekte.

Zum Schluss können Sie Ihr Video mit Musik aufpeppen. Einige Editoren enthalten lizenzfreie Hintergrundmusik, Sie können aber auch Musik aus Ihrer persönlichen Bibliothek verwenden.

Musik: Im Video-Editor finden Sie eine Auswahl lizenzfreier Melodien
Vergrößern Musik: Im Video-Editor finden Sie eine Auswahl lizenzfreier Melodien

Der Video-Editor bietet beides. Unter "Hintergrundmusik" finden Sie diverse Vorschläge, das Programm passt die Musik der Länge des Videos an. Oder holen Sie über "Benutzerdefiniertes Audio" Ihre eigene Lieblingsmusik in den Film.

Wenn Sie eigene Audiodateien importieren, werden diese auf der Zeitachse unter Ihren Bildern platziert. Im Video-Editor haben Sie jetzt die Möglichkeit, die Musik ein- oder ausblenden zu lassen. Dazu klicken Sie auf das Lautstärke-Symbol Ihrer ausgewählten Datei und setzen ein oder zwei Häkchen.

Möchten Sie eigene Audiodateien verwenden, können Sie rechts oben festlegen, ob die Musik ein- und/oder ausgeblendet werden soll
Vergrößern Möchten Sie eigene Audiodateien verwenden, können Sie rechts oben festlegen, ob die Musik ein- und/oder ausgeblendet werden soll

Video fertigstellen und teilen: Wenn Sie alles so haben, wie es Ihnen gefällt, klicken Sie rechts oben auf "Video fertig stellen", legen die Qualität fest und klicken auf "Exportieren", um die Datei zu speichern. Anschließend können Sie diese beliebig präsentieren.

Dieser Text basiert auf einem Beitrag unserer englischen Kollegen von techadvisor.co.uk

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