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Zipp & Zipp Mini im Apple Store erhältlich

07.02.2018 | 14:19 Uhr |

Apples smarter Lautsprecher Homepod ist bisher nur ein Versprechen. Die Konkurrenz reagiert schon jetzt.

Update vom 7. Februar 2018: Seit heute sind die Libratone-Lautsprecher Zipp und Zipp Mini in Europa und Asien in Apple Stores erhältlich und zwar in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Türkei, China, Hongkong und Korea. Auch online sind die 360-Grad-Speaker des dänischen Hersteller bei Apple erhältlich. In Deutschland kostet der Zipp dort 300 Euro , der Zipp Mini ist für 200 Euro zu haben. Wie bereits im Herbst angekündigt, bekommen die Zipps per Firmware-Update einen Libratone-Skill für Alexa, in den USA, UK und Kanada hat der Hersteller dieses bereits im Dezember herausgebracht. Damit kann man per Sprache auf Alexa hörende Systeme ansteuern, Amazons Sprachassistent ist auch direkt in den Libratone-Lautsprecher integriert. Nach Deutschland soll dieses Firmwareupdate im Lauf des Jahres kommen.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden sich Zipp und Zipp Mini auch auf Airplay 2 verstehen, ebenso nach einem Firmwareupdate. Airplay 2 wird auch Bestandteil von iOS 11.3 sein, damit lassen sich mehrere Lautsprecher, etwa solche von Libratone oder Homepods zu einem Multiroom-Soundsystem zusammenschließen. Ob damit gemischte Netze mit Produkten unterschiedlicher Hersteller möglich sind, ist derzeit nicht bekannt.

Zipp Mini (links) und Zipp von Libratone
Vergrößern Zipp Mini (links) und Zipp von Libratone
© Libratone

Original vom 1. September 2017: Amazon und Libratone sind eine Partnerschaft eingegangen. Nach einem Firmwareupdate werden die Lautsprecher der Reihen Zipp und Zipp Mini sich mit dem Sprachassistenten Alexa verstehen. Bisher war dieser nur auf Amazons eigenen Echo und Echo Dot zu hören, nicht unbedingt in allerhöchster Klangqualität. Die höherwertigen Geräte von Libratone schaffen hier Abhilfe. Sie lassen sich über Bluetooth und WiFi ansteuern und haben bereits Mikrophone integriert. Apples Homepod, das zunächst in den USA, UK und Australien im Dezember auf den Markt kommen wird, wollte an sich in die Lücke schlüpfen, die Amazon, aber auch Google lassen. Deren Assistenten mögen zwar schlau sein und unter Umständen sogar schlauer als Siri, die Soundqualität der Lautsprecher von Google und Amazon lässt aber bisher zu Wünschen übrig. Mit Libratones Hilfe ist das in Sachen Alexa kein so bedeutendes Argument mehr.

Nicht nur Alexa geht gewissermaßen fremd, auch der Google Assistant findet nun Einzug in die SmartSpeaker anderer Hersteller. Auf der IFA in Berlin zeigen etwa Panasonic, Anker und Mobovi entsprechende Lösungen. Besonders interessant ist aber die Ankündigung Sonys, schon Mitte Oktober den SF-S50G Wireless Speaker mit Unterstützung für den Google Assistant zu bringen, denn Sonys schlauer Lautsprecher sieht alles in allem den von Apple angekündigten Homepod doch recht ähnlich. Zumindest von außen. Denn wo Apple sieben Treiber nutzt, die Klang in 360 Grad ausstrahlen, arbeitet in Sonys Lösung nur einer, dessen Sound durch einen Diffusor rundum verteilt wird. Auch der in den Speaker eingebaute Subwoofer nutzt diesen Diffusor.

Bisher konnte man den relativ hohen Preis für den Homepod von 349 US-Dollar damit erklären, dass man damit einen eher hochwertigen Bluetooth/Wi-Fi-Lautsprecher bekommt und dazu noch einen Smart Speaker in einem Gerät. Der Libratone Zipp ist aber deutlich günstiger und kostet bei Amazon derzeit 250 Euro , einen Echo muss man sich nicht mehr zusätzlich leisten.

Ist Apple mit seiner Ankündigung, den Smart-Speaker-Markt mit einem Lautsprecher hoher Klangqualität aufzumischen zu früh gekommen, ein halbes Jahr, bevor das Produkt marktreif ist? Wir erinnern uns: Vor gut 25 Jahren erlebte der Newton auch deshalb ein Debakel, weil der damalige Apple-CEO John Sculley schon viel zu früh zu viele Details verriet, die eigenen Ingenieure damit unter unnötigen Zeitdruck setzte und die Konkurrenz sogar noch vor Apple mit günstigeren und besseren Geräten aufwarten konnte. Eine derartige Gefahr droht diesmal eher nicht, denn die Entscheidung für Homepod mit Siri oder Zipp mit Alexa ist letztendlich eine Plattformentscheidung. Ein schlauer Libratone-Speaker wird dem Hompod nicht allzu viele potentielle Kunden abspenstig machen.

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