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Youtube verbietet gefährliche Challenges und Pranks

16.01.2019 | 12:38 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Youtube verbietet alle Inhalte, die gefährliche Challenges oder Streiche zeigen oder auf gefährliche Inhalte verlinken.

Youtube verschärft die Regeln für das Einstellen von Videos sowie damit verbundenen Thumbnails, Postings, Kommentaren, Links und Chats. Dabei geht es um drei Bereiche, wie Youtube hier klarstellt.  

1. Thumbnails dürfen zum Beispiel keine Pornografie oder Gewalt zeigen. Bei mehreren Verstößen streicht Youtube das Recht auf Custom Thumbnails. Und Youtube-Nutzer, die deswegen drei Strafen/Verwarnungen innerhalb von 90 Tagen bekommen, müssen damit rechnen, dass Youtube ihr Konto sperrt.

2. Links auf externe Webseiten, die Inhalte wie Pornografie, Malware oder Spam enthalten, sind verboten. Youtube-Nutzer, die deswegen drei Strafen innerhalb von 90 Tagen bekommen, müssen mit einer Sperre des Youtube-Accounts rechnen.

3. Youtube verbietet ausdrücklich Challenges oder Streiche, die gefährlich sind und zu ernsten Schäden oder Verletzungen oder sogar zum Tod führen können. Ebenso untersagt Youtube Streiche, die beim Betrachter den Eindruck hervorrufen sollen, dass er in ernster Gefahr sei. Außerdem sind Scherze untersagt, die Kinder schwerer emotionaler Belastung aussetzen.

Youtube überwacht die Einhaltung seiner Vorgaben mit Hilfe von Algorithmen, die alle Inhalte überprüfen, und setzt zusätzlich Menschen ein, die zweifelhafte Inhalte gegenchecken. Inhalte, die gegen die Vorgaben von Youtube verstoßen, werden entfernt.

Youtube räumt allen Nutzern eine zweimonatige Übergangsfrist ein, innerhalb derer jeder seine Inhalte daraufhin überprüfen kann, ob sie den Youtube-Richtlinien entsprechen. Youtube entfernt während dieser Übergangszeit zwar Inhalte, die gegen die Vorgaben verstoßen, spricht gegen die betroffenen Accounts aber noch keine Verwarnung aus. Content, der gegen die Vorgaben verstößt, aber bereits vor deren Inkrafttreten auf Youtube veröffentlicht wurde, wird zwar entfernt. Doch führt das nicht zu einer Verwarnung.

In den letzten Jahren sind auf Youtube immer wieder Videos mit fragwürdigen und gefährlichen Challenges erschienen: Der Tide Pod Challenge oder der Fire Challenge oder eine Variante des In-My-Feelings-Challenge sind Beispiel für solch haarsträubende "Mutproben".

Jüngstes Beispiel für solch einen gefährlich-dämlichen Challenge war der Bird Box Challenge, bei dem eine Jugendliche einen schweren Autounfall verursachte. Die Bird Box Challenge geht allerdings auf einen Netflix-Film zurück und nicht auf Youtube.

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