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Youtube-Star in Augsburg: erst Unruhe, dann Anzeige

27.03.2017 | 12:19 Uhr |

Der plötzliche Besuch eines Youtube-Stars in Augsburg hat für Unruhe gesorgt und für den Star auf dem Polizeirevier geendet.

Der "Youtube-Star" Leon Machère hat am Wochenende in Augsburg für einige Aufregung gesorgt. Wie die Polizei in Augsburg meldet, hatte der besagte Youtuber, der sich derzeit auf Promotion-Tour durch Deutschland befindet, plötzlich und ohne vorher mit den Behörden geredet zu haben, am Samstagvormittag einen Auftritt in Augsburg für den gleichen Tag angekündigt.

Er verschwieg allerdings, wo der Auftritt genau stattfinden sollte. Gerüchteweise war von einem Hotel in der Innenstadt oder einem in der nähe befindlichen Telekommunikationsladen die Rede. "Dies hatte zur Folge", so die Polizei Augsburg, "dass Kinder und Jugendliche in Wellen ansteigend von über 200 bis zu über 1000 Teilnehmer sich dort versammelten und zwischen dem Telefon-Shop und Hotel pendelten."

Weil die Teilnehmer immer unruhiger wurden und gegen Fenster und Türen trommelten, riefen sowohl der Besitzer des Hotels als auch des Telefon-Shops die Polizei. Die Stimmung habe sich weiter aufgeheizt, als sich Machère kurz am Fenster des Hotels blicken ließ und dann durch den Hinterausgang in die Innenstand verschwand. Im Tour-Transporter fuhren er und sein Anhang durch die Innenstadt, wobei der Fahrer "das Gaspedal deutlich hörbar durchdrückte und mit viel zu hohem Tempo, ohne auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen (...) davonbrauste. Nicht plausibel ist auch, warum das hintere Kennzeichen des Fahrzeugs abgeklebt und somit nicht lesbar war."

Schließlich ließ sich Machère vor einer Kneipe in Ausgburg blicken, was wieder zu einem Auflauf von rund 600 Kindern und Jugendlichen führte.

Die Polizei setzte dem Treiben schließlich ein Ende. Unter anderem mit der Begründung, dass der Auftritt nicht genehmigt und ein nicht überschaubares Sicherheitsrisiko dargestellt habe. Sowohl Machère als auch seine Begleiter wurden zur Diensstelle mitgenommen.

"Hier fielen dann Beleidigungen gegen Polizeibeamte von einem seinem Begleiter, als auch von dem 26-Jährigen selbst, die dieser dann auch noch in sozialen Netzwerken für alle zum Nachlesen online stellte", heißt es in dem Polizeibericht. Als die Beteiligten dann auch noch den Wunsch äußerten, etwas "koksen zu wollen", wurden sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auf Betäubungsmittel hin durchsucht - erfolglos allerdings.  Dafür wurden aber rund 380 mitgeführte CDs sichergestellt, weil diese "offenbar ohne nachweisbare Genehmigung an die Fan’s verkauft werden sollten bzw. teilweise schon verkauft wurden."

Der Youtube-Star selbst und seine Begleiter wurden unter anderem wegen Beleidigung und Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr bzw. Straßenverkehrsgefährdung angezeigt. "Seinen geplanten Anschlussauftritt in München konnte Leon M. zeitlich übrigens nicht mehr einhalten", stellt die Polizei Augsburg abschließend in ihrem Bericht fest.

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