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World-of-Warcraft-Spieler muss nach DDoS-Attacke ins Gefängnis

09.05.2018 | 11:40 Uhr |

Um Rivalen auszuschalten attackierte ein Spieler aus Rumänien gleich den ganzen Server. Nun wurde er in die USA ausgeliefert und ein US-Gericht hat ein Urteil gefällt.

Um Rivalen am Einloggen zu hindern, attackierte der Rumäne Calin Mateias laut BBC die World-of-Warcraft-Server der Firma Blizzard im Zeitraum zwischen Februar und September 2010 per Flood-Attacken.

Die DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) trafen natürlich nicht nur seine Rivalen, sondern auch tausende andere Spieler, die nicht mehr in der Lage waren, sich in das Spiel einzuloggen oder die mit daraus resultierenden starken Lags zu kämpfen hatten.

Calin Mateias wurde per Strafbefehl an die USA ausgeliefert und musste sich nun vor einem Gericht in Los Angeles der Anklage stellen, bei der er sich schuldig bekannte. Der mittlerweile 30-jährige Spieler muss für ein Jahr ins Gefängnis und übernimmt auch die Kosten, die Blizzard entstanden, um die DDoS-Attacke zu bekämpfen. Diese belaufen sich auf knapp 30.000 US-Dollar.

Als Gründe gab er an, in Streitigkeiten mit anderen Spielern verwickelt worden zu sein. Unter anderem ging es um Meinungsverschiedenheiten bei der Aufteilung von Loot (Beute) aus Raid-Gruppen.

Neben der DDoS-Attacke auf Blizzard-Server soll Mateias – der angeblich als Online-Alias den Nicknamen Dr. Mengele benutzt hatte -  auch mutmaßlich an einem Hack auf den kalifornischen Computerhersteller Ingram Micro beteiligt gewesen sein. Diese Anklage wurde jedoch von der Staatsanwaltschaft aufgrund der bereits erfolgreichen Verurteilung im Blizzard-Fall fallengelassen.


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