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Windows-Updates schneller abwickeln - so geht's

12.05.2017 | 08:04 Uhr |

Update-Download und Installation dauern manchmal ewig. Notwendig sind sie aber trotzdem. Mit geeigneten Tools lässt sich das Windows-Update jedoch beschleunigen – auch nach einer Neuinstallation.

Software-Updates sind lästig, aber alleine schon zur Verbesserung der PC-Sicherheit dringend erforderlich. Im optimalen Fall laufen die Windows-Updates still im Hintergrund. Manchmal erfordern die Updates nur Downloads von wenigen Megabyte, oft sind es aber mehrere Hundert Megabyte, bei System-Upgrades von Windows 10 sogar mehrere Gigabyte. Wer mehr als einen PC verwendet und noch dazu eine vergleichsweise langsame Internetverbindung besitzt, muss daher lange auf die Updates warten. Der Update-Vorgang dauert noch länger, wenn eine Aktualisierung fehlschlägt und Windows erneut mit Download und Installation beginnt. Wie Sie Probleme beim Windows-Update untersuchen und beseitigen, lesen Sie in den beiden Kästen.

Nach einer Windows-Neuinstallation oder wenn Sie Windows auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, müssen Sie erneut alle Updates herunterladen. Denn eine Sicherung der bisherigen Updates ist von Microsoft nicht vorgesehen. Wir stellen in diesem Artikel daher eine Lösung vor, wie Sie Windows-Updates regelmäßig archivieren und über Ihr Netzwerk für andere Rechner bereitstellen können.

Nebenbei lassen sich beispielsweise auch Firefox-und Nvidia-Treiber-Updates sowie Linux-Updates sichern. Der Aufwand lohnt sich jedoch nur, wenn Sie mindestens drei PCs mit Updates versorgen wollen, die unter dem gleichen Betriebssystem laufen. Sinnvoll ist die Lösung aber auch für Nutzer, die Windows häufig neu installieren oder für Testzwecke mehrere Systeme in virtuellen PCs nutzen. Wer nur einen PC verwendet, findet alternative Wege in -> Punkt 6.

Tipp: Windows-Update funktioniert nicht? So beheben sie (fast) jeden Fehler

1. Inhalte im Proxy-Cache als Update-Archiv nutzen

Ein Proxy-Server kann als Zwischenspeicher für alle Inhalte dienen, die Geräte in Ihrem Netzwerk aus dem Internet beziehen. Identische HTML-Seiten, Bilder und Java-Scripte müssen dann nur einmal aus dem Internet geladen werden. Beim erneuten Abruf auf einem PC im Netzwerk kommen die Inhalte aus dem Cache des Proxy-Servers. Das spart Bandbreite und beschleunigt den Seitenabruf.

Größere Dateien, wie Sie bei Downloads oder Updates anfallen, speichert ein Proxy-Server in der Regel nicht, weil sich sonst der reservierte Cache-Speicher zu schnell füllen würde. Außerdem fehlt eine genaue Kontrolle darüber, welche Dateien sich gerade im Cache befinden und ob sie aktuell oder veraltet sind. Da der Proxy-Server jedoch jede URL verarbeitet und somit Kontrolle über die abgerufenen Inhalte hat, lässt sich auch ein URL-Filter speziell für Update-Downloads einrichten.

Die passende Software dafür gibt es bereits und sie ist unter dem Namen Update Accelerator beispielsweise in der Linux-Firewall-Distribution Ipfire enthalten. Wie sich Ipfire auf einem eigenen PC einrichten und konfigurieren lässt, haben wir hier beschrieben.

Software-Installation: Unser Tool PC-WELT Update-Beschleuniger richtet den Proxy-und Webserver auf Ihrem für die schnellen Update-Downloads auf Ihrem PC ein.
Vergrößern Software-Installation: Unser Tool PC-WELT Update-Beschleuniger richtet den Proxy-und Webserver auf Ihrem für die schnellen Update-Downloads auf Ihrem PC ein.

Das Verfahren ist schnell erklärt: Sobald ein PC eine Update-Datei anfordert, etwa von http://download.windowsupdate.com , sieht der Proxy-Server nach, ob sich die Datei bereits um Update-Speicher befindet. Wenn nicht, lädt er sie herunter und liefert sie gleichzeitig an den anfragenden PC aus. Die Datei wird mit dieser Methode jedoch zwei Mal heruntergeladen: einmal vom Proxy-Server und ein weiteres Mal von PC. Deshalb lohnt sich der Proxy-Einsatz erst ab drei PCs. Denn ist die Datei bereits vorhanden, erhält jeder weitere PC sie direkt vom Proxy-Server. Ein erneuter Download von Microsoft entfällt.

Wer keinen Extra-PC alleine für Ipfire bereitstellen möchte, kann die Software auch unter Windows oder Linux verwenden. Wir haben dazu den Update Accelerator für diesen Artikel so umgebaut , dass er unter Windows oder etwa Ubuntu läuft.

Die Windows-Variante lief in unseren Tests zwar zufriedenstellend, aber nicht immer mit der gewünschten Leistung. Das liegt daran, dass der verwendete Proxy-Server Squid, der Webserver Apache und der Script-Interpreter Perl nicht so optimal an Windows angepasst sind wie an Linux. Bei vielen gleichzeitigen Downloads kann es daher zu Engpässen kommen. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie die Update-Prüfung und Installation zuerst auf einem PC durchführen und erst später nach und nach auf den anderen Rechnern.

2. Update-Beschleuniger unter Windows einrichten

Proxy konfigurieren: Sie müssen nur die IP-Adresse Ihres Computers auswählen und auf die Schaltfläche „Konfiguration erzeugen“ klicken. Danach ist der Update-Cache einsatzbereit.
Vergrößern Proxy konfigurieren: Sie müssen nur die IP-Adresse Ihres Computers auswählen und auf die Schaltfläche „Konfiguration erzeugen“ klicken. Danach ist der Update-Cache einsatzbereit.

Entpacken Sie PC-WELT Update-Beschleuniger . Im Verzeichnis „Windows“ finden Sie den Ordner „Squid“, den Sie auf Laufwerk „C:“ kopieren müssen. Ein anderes Laufwerk funktioniert nicht ohne größere Anpassungen in den Scripten, weil alle Pfadangaben auf „C:\Squid“ verweisen. Den Ordner „Xampp“ können Sie auf Laufwerk „C:“ aber auch auf eine andere Festplatte kopieren (Unterverzeichnisse sind nicht möglich). Er enthält die Dateien für den Webserver Apache und er nimmt später auch die heruntergeladenen Updates auf. Dafür sollte die Festplatte genügend freien Speicherplatz bieten.

Starten Sie aus dem Ordner „C:\Squid“ das Tool pcwSquid.exe (PC-WELT Update-Beschleuniger). Klicken Sie auf „Squid-Dienst installieren“. Danach stellen Sie unter „Apache Web-Server“ das Laufwerk ein, auf das Sie den Ordner „Xampp“ kopiert haben. Klicken Sie auf „Apache-Dienst installieren“. Sollte dabei eine Fehlermeldung erscheinen, bei der es um die fehlende Datei „api-ms-win-crt-runtime-l1-1-0.dll“ geht, stellen Sie sicher, das alle Windows-Updates installiert sind.

Klicken Sie in der Navigation auf der linken Seite auf „Konfiguration“. Wählen Sie die IP-Adresse aus, die Ihr PC verwendet, beispielsweise „192.168.0.34“ oder „192.168.178.15“. Die IP-Adresse sollte immer gleich bleiben. Über die Konfigurationsoberfläche Ihres DSL-Routers oder Kabelmodems können Sie einstellen, dass der PC stets die gleiche Adresse erhält. Bei einer Fritzbox beispielsweise rufen Sie die Konfigurationsseite im Browser auf und gehen auf „Heimnetz -> Netzwerk“. Sie sehen eine Liste mit den Geräten in Ihrem Netzwerk. Klicken Sie bei der IP-Adresse Ihres PCs auf die „Bearbeiten-Schaltfläche und setzen Sie ein Häkchen vor „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen“.

Klicken Sie in PC-WELT Update-Beschleuniger auf „Konfiguration erzeugen“. Sie sehen dann im Bereich unter der Schaltfläche den Inhalt der Datei „C:\Squid\etc\squid.conf“. Kontrollieren Sie, ob in der Zeile „acl allowed_hosts src“ die korrekte IP-Adresse für Ihr Netzwerk eingetragen ist. Dabei handelt es sich um die ersten drei Zifferngruppen der IP-Adressen in Ihrem Netzwerk, etwa „192.168.0“, wenn die IP-Adresse Ihres PCs „192.168.0.34“ ist. Für den letzten Teil der IP-Adresse verwenden Sie immer „0“. Ganz unten in der Konfigurationsdatei sehen Sie die Zeile „url_rewrite_children 15“. Damit ist die Anzahl der gleichzeitigen Download-Prozesse auf „15“ festgelegt. Je nach Leistung des PCs und Internetgeschwindigkeit tragen Sie hier einen größeren oder kleineren Wert ein. Zum Abschluss klicken Sie auf „Konfiguration speichern“. Bei der Dienst-Installation und Konfiguration passt das Tool die Konfigurationsdateien für Ihre IP-Adresse an und erweitert außerdem die globale Umgebungsvariable „Path“, damit die Programme die Perl-Installation finden.

Client-PCs konfigurieren: Damit Windows den Proxy-Server verwendet, müssen Sie dessen IP-Adresse und Port über die „Internetoptionen“ und zusätzlich über das Tool netsh festlegen.
Vergrößern Client-PCs konfigurieren: Damit Windows den Proxy-Server verwendet, müssen Sie dessen IP-Adresse und Port über die „Internetoptionen“ und zusätzlich über das Tool netsh festlegen.

Firewall öffnen: Damit andere PCs im Netzwerk auf den Squid-und Apache Server zugreifen können, definieren Sie zwei Regeln für die Windows-Firewall. Drücken Sie Win-R, tippen Sie wf.msc ein und bestätigen Sie mit „OK“. Klicken Sie auf „Eingehende Regeln“ und dann auf „Aktion -> Neue Regel“. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten und legen Sie dabei eine Regel für den Programmpfad „C:\Squid\sbin\squid.exe“ mit der Bezeichnung „Squid“ und das private Netzwerk fest. In den Eigenschaften der Regel beschränken Sie anschließend auf der Registerkarte „Protokolle und Ports“ den Protokolltyp auf „TCP“ und „Lokaler Port“ sowie „Remoteport“ auf den Port „3128“. Erstellen Sie eine weitere Regel für den Apache Web-Server (Programmpfad beispielsweise „C:\xampp\apache\bin\httpd.exe“), verwenden Sie hier aber den Port „80“.

Deinstallation: Wenn Sie die Software nicht mehr verwenden möchten, gehen Sie in PC-WELT Update-Beschleuniger auf „Deinstallieren“ und klicken auf „Squid-Dienst entfernen“ und danach auf „Apache-Dienst entfernen“. Der Vorgang kann einige Zeit dauern. Danach löschen Sie die Verzeichnisse „C:\Squid“ und „C:\Xampp“. Drücken Sie Win-Pause, klicken Sie auf „Erweiterte Systemeinstellungen“ und auf die Schaltfläche „Umgebungsvariablen“. Unter „Systemvariablen“ gehen Sie auf die Zeile „Path“ und klicken auf „Bearbeiten“. Entfernen Sie die Pfadangaben, die auf den Ordner „C:\Squid“ verweisen.

Siehe auch: Windows-Update-Dateien löschen - so geht's

3. PCs für die Verwendung des Proxy-Servers konfigurieren

Damit ein PC den Proxy-Server nutzt, müssen Sie ihn erst konfigurieren. Auf dem Server-PC kann das über PC-WELT Update-Beschleuniger erfolgen. Klicken Sie unter „Konfiguration“ auf „Proxy für Windows aktivieren“.

Auf allen anderen PCs im Netzwerk gehen Sie unter Windows 7 oder 8.1 in der Systemsteuerung auf „Internetoptionen“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Verbindungen“ und dann auf „LAN-Einstellungen“. Setzen Sie unter „Proxyserver“ ein Häkchen und tragen Sie darunter die IP-Adresse des Servers-PCs sowie den Port 3128 ein. Klicken Sie auf „Erweitert“, entfernen Sie IP-Adresse und Port hinter „Secure“, und klicken Sie auf „OK“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Proxyserver für lokale Adressen umgehen“ und klicken Sie auf „OK“.

Windows-10-Nutzer finden die Konfiguration für den Proxy-Server in den „Einstellungen“ (Win-I) unter „Netzwerk und Internet -> Proxy“.

Danach starten Sie eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten. Hier führen Sie folgende Befehlszeile aus:

netsh winhttp import proxy ie

Alternativ verwenden Sie die Batch-Datei „C:\Squid\sbin\Winhttp_Import_Proxy.bat“, die Sie auf den gewünschten PC kopieren und dann über das Kontextmenü mit Administratorrechten starten.

Der Internet Explorer, Browser wie Google Chrome und die meisten Anwendungen berücksichtigen die Proxy-Einstellungen des Systems. Soll Firefox den Proxy-Server ebenfalls verwenden, gehen Sie in den „Einstellungen“ auf „Erweitert“ und dann auf die Registerkarte „Netzwerk“. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Einstellungen“. Aktivieren Sie die Option „Manuelle Proxy-Konfiguration“. Tragen Sie hinter „HTTP-Proxy“ und „FTP-Proxy“ jeweils die IP-Adresse Ihres Servers-PCs und den Port „3128“ ein. Unter „Kein Proxy für:“ tippen Sie

localhost, 127.0.0.1, 192.168.0.0/24

ein. Den letzten Wert ersetzen Sie durch die IP Ihres Netzwerks. Dabei handelt es sich um die ersten drei Zifferngruppen der IP-Adressen in Ihrem Netzwerk, im Beispiel „192.168.0“ (-> Punkt 2). Für den letzten Teil der IP-Adresse verwenden Sie immer „0“. Sie verhindern damit, dass Anfragen in das eigene Netzwerk unnötig über den Proxy-Server laufen. Klicken Sie auf „OK“, um die Änderungen zu speichern.

4. Proxy-Server ausprobieren und verwalten

Direkter Download: Über den Microsoft Update-Katalog laden Sie einzelne Windows-Updates manuell auf Ihren Rechner herunter. Das lässt sich für einen Test des Proxy-Servers nutzen.
Vergrößern Direkter Download: Über den Microsoft Update-Katalog laden Sie einzelne Windows-Updates manuell auf Ihren Rechner herunter. Das lässt sich für einen Test des Proxy-Servers nutzen.

Öffnen Sie die Systemsteuerung, suchen Sie nach „Update“ und klicken Sie auf „Updateverlauf anzeigen“ (Windows 10: „Installierte Updates anzeigen“). Sortieren Sie die Liste per Klick auf den Spaltenkopf nach dem Datum der Installation. Ermitteln Sie die KB-Nummer eines der letzten Windows-Updates, beispielsweise mit der Bezeichnung „Update für Windows 8.1 für x64-Systeme (KB2976978)“ oder „Update für Microsoft Windows (KB31612102)“.

Öffnen Sie im Browser die Adresse https://www.catalog.update.microsoft.com , tippen Sie in das Suchfeld die ermittelte KB-Nummer ein und laden Sie die Update-Datei herunter. Wenn Sie nicht fündig werden, probieren Sie eine andere KB-Nummer aus. Öffnen Sie dann die Adresse http://localhost/cgi-bin/updatexlrator.cgi und klicken Sie auf „Statistik“. Unter „Statistik pro Quelle“ steht jetzt hinter „Microsoft“ in der Spalte „Datei“ der Wert „1“. Klicken Sie auf „Wartung“. Hier sehen Sie eine Liste mit allen Downloads, in der auch der Dateiname auftaucht. Per Klick auf den Dateinamen lässt sich die Datei über den Apache-Webserver aus dem Update-Cache herunterladen. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über den Link fahren, sehen Sie, dass die Download-URL auf den Cache-Speicher des Proxy-Servers verweist. Entsprechend sollten jetzt auch die Dateien im Update-Cache landen, die Windows über das automatische Update herunterlädt.

Cache-Speicher aufräumen: Mit der Zeit sammeln sich veraltete Updates an, die Microsoft inzwischen durch neue Dateien ersetzt hat. Dieses sollten Sie entfernen, um Platz zu sparen. Um die Aktualitätsprüfung manuell durchzuführen, öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und führen folgende Befehlszeile aus:

perl C:\Squid\var\ipfire\updatexlrator\bin\checkup

Rufen Sie die Web-Oberfläche über http:// localhost/cgi-bin/updatexlrator.cgi auf und gehen Sie auf „Statistik“. „localhost“ ersetzen Sie auf anderen PCs durch die Server-IP-Adresse. In den Spalten mit der farbigen Markierung sehen Sie, wie viele Dateien nicht mehr verfügbar („Gelb“) oder veraltet sind („Rot“). Klicken Sie auf „Wartung“. Setzen Sie Häkchen vor „markiert als [keine Quelle]“ sowie vor „markiert als [veraltet]“. Klicken Sie auf „Entfernen“.

Die genannte Befehlszeile lassen Sie von Windows am besten automatisch ausführen, beispielsweise einmal im Monat. Dazu starten Sie PC-WELT Update-Beschleuniger und klicken auf „Zeitplaner“. Stellen Sie zunächst ein, an welchem Tag des Monats und zu welcher Uhrzeit die Prüfung erfolgen soll. Dann klicken Sie auf „Zeitplan erstellen“.

Übersichtliche Weboberfläche: Der Update-Beschleunigter liefert eine Statistik, die Ihnen Anzahl und Umfang der heruntergeladenen Updates sowie die Cache-Effizienz anzeigt.
Vergrößern Übersichtliche Weboberfläche: Der Update-Beschleunigter liefert eine Statistik, die Ihnen Anzahl und Umfang der heruntergeladenen Updates sowie die Cache-Effizienz anzeigt.

Download-Regeln anpassen: Die Auswertung der Download-Adressen erfolgt über einfache Filterregeln, denn es soll ja nicht alles im Update-Cache landen, was Sie aus dem Internet herunterladen. Für jeden Hersteller gibt es eine eigene Datei unter „C:\Squid\var\ipfire\updatexlrator\sources“, die Sie in einem Texteditor öffnen können. Sollte sich etwas bei den Download-Adressen oder Dateinamenserweiterungen ändern, nehmen Sie Änderungen in der betroffenen Datei vor.

Sie können auch neue Dateien mit eigenen Regeln erstellen oder eine Datei löschen, wenn Sie den Update-Cache für einen Hersteller nicht verwenden wollen. Anschließend löschen Sie unter „C:\Squid\var\ipfire\updatexlrator“ die Dateien „cache-sources.pl“, „sources-not used“ sowie „sources-used“ und führen folgende Befehlszeile aus:

perl C:\Squid\var\ipfire\updatexlrator\bin\sources.pl

Nutzer sauer: Windows-10-Upgrade installiert sich automatisch

5. Weitere Tools für Update-Downloads nutzen

Spezialist für Updates ohne Internetanbindung: WSUS Offline Update lädt vor allem Sicherheitsupdates herunter und ermöglicht die Installation im gewünschten System.
Vergrößern Spezialist für Updates ohne Internetanbindung: WSUS Offline Update lädt vor allem Sicherheitsupdates herunter und ermöglicht die Installation im gewünschten System.

Wer Windows-Updates archivieren will, etwa um nach einer Neuinstallation schnell und ohne Internetverbindung alle Updates zu installieren, sollte sich WSUS Offline Update ansehen. Das Tool lädt vor allem Sicherheitsupdates für Windows 7, 8.1 und 10 herunter und schnürt ein Update-Paket, das sich auch auf einem anderen PC einfach installieren lässt, etwa von einem USB-Stick.

WHDownloader geht einen Schritt weiter, und lädt praktisch alle verfügbaren Windows-Updates herunter. Das Tool verwendet nicht die Windows-Update-Funktion sondern manuell gepflegte Update-Listen. Die müssen Sie nach dem Start des WHDownloader über die Schaltfläche links oben im Fenster erst herunterladen.

Danach wählen Sie rechts daneben das gewünschte Betriebssystem aus und dann darunter die verfügbaren Updates. Klicken Sie auf „Download“, um die Dateien in einem Rutsch herunterzuladen. WHDownloader bringt allerdings keine Funktion mit, über die sich Updates installieren lassen.

Update-Archiv: Mit WHDownloader laden Sie Updates für Windows 7 bis 10 herunter. Für die Installation benötigen Sie aber zusätzlich die Hilfe eine Batch-Datei.
Vergrößern Update-Archiv: Mit WHDownloader laden Sie Updates für Windows 7 bis 10 herunter. Für die Installation benötigen Sie aber zusätzlich die Hilfe eine Batch-Datei.

Dafür benötigen Sie Batchdateien, die Sie hier herunterladen können. Kopieren Sie die Batch-Datei für das gewünschte Betriebssystem in das Verzeichnis, in das Sie WHDownloader entpackt haben. Starten Sie das Script über den Kontextmenüpunkt „Als Administrator ausführen“.

Hinweis: Wenn Sie den Squid Proxy-Server mit Update-Beschleuniger verwenden, wird dieser auch von WSUS Offline Update und WHDownloader genutzt. Alle Downloads, die Sie über die Tools vornehmen, landen ebenfalls automatisch im Update-Cache.

Dateien, die bereits im Update-Cache vorhanden sind, laden die Tools nicht erneut über das Internet herunter.

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