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Windows Update-Dateien löschen - so geht´s

27.03.2017 | 10:49 Uhr |

Um auf der Windows-Partition Platz zu schaffen, können Sie beispielsweise Update-Setup-Routinen von Windows löschen. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie hier.

Ihre System-Festplatte quillt über, Sie scheuen aber den Aufwand, sie gegen eine größere auszutauschen. Dann ist ein Ansatzpunkt, um Platz zu schaffen, das Entfernen der Setup-Routinen von Windows-Updates. Diese verbleiben nämlich auch nach der erfolgreichen Installation auf der Festplatte - und zwar im versteckten Windows-Unterverzeichnis „Installer“.

Damit es angezeigt wird, öffnen Sie den Windows-Explorer und drücken unter Windows Vista und 7 die Alt-Taste (unter Windows 8, 10 öffnen Sie die obere Menüleiste) damit die Menüzeile eingeblendet wird. Klicken Sie dann auf „Extras > Ordneroptionen > Ansicht“, deaktivieren Sie den Punkt „Geschützte Systemdateien ausblenden“ und aktivieren Sie „Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“. Außerdem sollten Sie für die nachfolgenden Schritte „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ vorübergehend abschalten.

Lesetipp: Das Windows-Update ist defekt - was nun?

Nun sehen Sie im Windows-Verzeichnis den Ordner „Installer“. Ein Rechtsklick darauf verbunden mit dem Kontextmenü-Befehl „Eigenschaften“ verrät Ihnen, wie viel Speicherplatz der Ordnerinhalt belegt. Das Verzeichnis selber dürfen Sie nicht entfernen und auch nicht den kompletten Inhalt. Denn auch andere Programme legen hier Setup-Routinen oder Teile davon ab. Die Windows-Update-Dateien erkennen Sie an der Endung MSP.

Platz schaffen auf dem Windows-Laufwerk: Die Setup-Routinen der installierten Windows-Updates können experimentierfreudige Anwender auf eine andere Festplatte verschieben.
Vergrößern Platz schaffen auf dem Windows-Laufwerk: Die Setup-Routinen der installierten Windows-Updates können experimentierfreudige Anwender auf eine andere Festplatte verschieben.



Verschieben statt löschen: Statt sie zu löschen, sollten Sie sie jedoch lieber auf ein anderes Speichermedium verschieben, etwa auf einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte. Denn falls Sie eines der zahlreichen Windows-Updates de-installieren wollen, benötigen Sie die entsprechende Setup-Routine. Und natürlich für den Fall, dass nach dem Entfernen der MSP-Dateien unvorhergesehene Probleme auftreten. Ein kleines Risiko geht von dieser Aufräumaktion nämlich schon aus.

Um - ganz risikofrei - den Datenballast zu entsorgen, der nach der Installation eines Service-Packs anfällt, gehen Sie einen anderen Weg. Klicken Sie dazu im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die Festplatte, auf der Windows installiert ist und wählen Sie „Eigenschaften > Bereinigen > Systemdateien bereinigen“. Dann aktivieren Sie „Service Pack-Sicherungsdateien“ sowie gegebenenfalls weitere der aufgelisteten Aufräum-Aktionen und klicken Sie auf „OK“. Führen Sie die Aktion aber erst durch, nachdem Sie schon eine Zeitlang mit installiertem Service-Pack gearbeitet haben und keine Probleme aufgetreten sind. Denn die De-installation des Updates ist anschließend nicht mehr möglich.

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