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Windows: Lösungen zu Netzwerk-Fehlermeldungen

22.01.2019 | 09:07 Uhr |

Wenn Sie mit dem PC nicht ins Heimnetz oder ins Internet kommen, meldet Windows dies meist pflichtbewusst in einer Dialogbox oder über ein Symbol. Doch das hilft nicht weiter, weil das Betriebssystem sich über die Problemlösung ausschweigt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit den häufigsten Netzwerk-Fehlermeldungen umgehen sollten.

Fehlermeldung „Nicht identifiziertes Netzwerk“

Das System hat kein Standard-Gateway ermitteln können und sich deshalb selbst eine IP-Adresse gegeben. Sie stammt aus dem Bereich 169.254.x.x, den sich Microsoft für diesen Zweck hat reservieren lassen – zum Heimnetz, das mit privaten IP-Adressen aus einem anderen Bereich arbeitet, ist dann keine Verbindung mehr möglich.

Die Lösung: Prüfen Sie, ob der PC grundsätzlich eine Verbindung zum Gateway aufnehmen kann – das ist der Router im Heimnetz. Ist das Netzwerkkabel an Router und PC fest eingesteckt und nicht beschädigt? Ist die entsprechende Hardware, also der LAN-Port im Router und die Netzwerkkarte im PC aktiv? Sind das WLAN-Modul am PC und das Funknetz im Router eingeschaltet? Als Nächstes schauen Sie im Router-Menü nach, ob dessen DHCP-Server aktiviert ist. Anschließend sehen Sie am PC nach, ob er eine IP-Adresse automatisch beziehen kann. Müssen Sie hier irgendwo Einstellungen verändern, sollten Sie Router beziehungsweise PC danach neu starten. Nun geht es in die Kommandozeile: Drei Befehle sorgen dafür, dass Windows wichtige Netzwerkprotokolle neu lädt und dadurch den Fehler bereinigt. Geben Sie zunächst „ipconfig /renew“ ein, und warten Sie, bis die neue Konfiguration angezeigt wird. Ist das nicht die Lösung, helfen die Befehle „netsh Winsock reset“ und anschließend „netsh int ipv4 reset“ weiter.

Fehlermeldung „Keine gültige IP-Konfiguration“

Sie können sich per LAN oder WLAN mit dem Router verbinden. Aber der Zugriff aufs Internet oder das Heimnetz schlägt fehl. Der Windows-PC erhält keine gültige IP-Adresse, sondern nutzt eine 169er-Adresse von Microsoft.

Erkennt Windows ein Netzwerk nicht, und klappt infolgedessen auch die Onlineverbindung nicht, liegt der Fehler meist an einer falschen IP-Adresse.
Vergrößern Erkennt Windows ein Netzwerk nicht, und klappt infolgedessen auch die Onlineverbindung nicht, liegt der Fehler meist an einer falschen IP-Adresse.

Die Lösung: Prüfen Sie zunächst, ob die Verbindung zum Router durchgängig funktioniert. Bei einer WLAN-Verbindung sollten Sie daher mit dem Rechner näher zum Router, um auszuschließen, dass das WLAN instabil ist. Verbinden Sie sich per LAN-Kabel mit dem Switch im Router, um auch Fehler auf der Powerline-Strecke zu umgehen. Anschließend holen Sie sich eine neue IP-Adresse für den PC. Das geht wie oben beschrieben mit folgenden Befehlen für die Kommandozeile: „ipconfig /renew“, anschließend „netsh Winsock reset“ und „netsh int ipv4 reset“. Schließlich können Sie dem PC noch eine feste IP-Adresse aus dem Adressbereich des Routers geben.

Fehlermeldung „Keine Verbindung mit diesem Netzwerk möglich“

Die Anmeldung am WLAN scheitert nach einiger Zeit, obwohl der Rechner das WLAN als verfügbar anzeigt. Hier liegt der Fehler meist an der WLAN-Verbindung oder an einem Tippfehler bei der Eingabe des WLAN-Passworts.

Die Lösung: Verkürzen Sie die Strecke zwischen Rechner und Router, um sicherzugehen, dass die Funkverbindung nicht während der Anmeldung abbricht. Achten Sie bei der Passworteingabe darauf, keine Tippfehler zu machen: Halten Sie dazu das Symbol rechts im Eingabefenster für das Fenster gedrückt, damit Ihre Eingaben im Klartext angezeigt werden.

Fehlermeldung „Netzwerkpfad wurde nicht gefunden“

Sie wollen per Windows-Explorer auf eine Freigabe im Heimnetz zugreifen. Doch nach einiger Zeit erscheint die Fehlermeldung. Die Freigabeeinstellungen sind allerdings korrekt.

Wenn die Verbindung zu einer Freigabe per Ping, aber nicht im Windows-Explorer funktioniert, probieren Sie den Zugriff per IP-Adresse.
Vergrößern Wenn die Verbindung zu einer Freigabe per Ping, aber nicht im Windows-Explorer funktioniert, probieren Sie den Zugriff per IP-Adresse.

Die Lösung: Testen Sie zunächst mit dem Ping-Befehl in der Kommandozeile, ob der Rechner mit der Freigabe grundsätzlich per TCP/IP erreichbar ist. Warten Sie außerdem ein bisschen, bevor Sie erneut den Zugriff versuchen. Bisweilen braucht Windows etwas, bis die Freigabeinformationen an alle Heimnetzrechner verteilt sind. Hat das keinen Erfolg, versuchen Sie, den PC mit der Freigabe anhand der IP-Adresse zu erreichen, die Sie im Explorer wie folgt eingeben: //IP-Adresse. Deaktivieren Sie versuchsweise die Antiviren-Software auf beiden PCs.

Tipp: Die 10 besten Tools zur Netzwerkanalyse

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