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Windows-Insider-Builds virtuell ausprobieren

03.04.2018 | 08:00 Uhr |

Die im Tagesrhythmus veröffentlichten Vorabversionen von Windows 10 zeigen, welche Neuerungen die nächsten Updates bringen. Da sie aber nicht immer stabil sind, sollten sie in einer virtuellen Maschine installiert werden.

Wer einerseits frühzeitig wissen will, welche Neuerungen die nächsten großen Windows-Updates bringen, andererseits aber keine große Lust hat, unausgereifte Vorabversionen auf einem Produktivsystem zu installieren, spielt die von Microsoft gratis zur Verfügung gestellten Windows-Insider-Builds ganz einfach in einer virtuellen Maschine ein. Kompliziert ist das nicht, da sich die Vorgehensweise nicht von der Installation eines normalen Betriebssystems unterscheidet. Dennoch gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen, auf die wir in diesem Beitrag eingehen.

Die ganze Welt beteiligt sich an der Entwicklung von Windows

Mit der Einführung von Windows 10 hat Microsoft seine Entwicklungsstrategie grundlegend geändert. Anstatt im stillen Kämmerlein vor sich hinzuprogrammieren und Vorabversionen des Betriebssystems einem handverlesenen Kreis von Betatestern zugänglich zu machen, durfte und darf sich jeder interessierte Nutzer an der Entwicklung beteiligen.

Die Folge: Bereits im September 2015 nahmen mehr als sieben Millionen Anwender am Windows-Insider-Programm teil, Tendenz: steigend. Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass der Nutzer über eine gültige Windows-Lizenz verfügt und er sich auf https://insider.windows.com/de-de/ mit seinem Microsoft-Konto anmeldet.

Zum Dank für die Mühen erhalten Windows-Insider die großen – als Milestones bezeichneten – Updates wesentlich früher als alle anderen Anwender. Offensichtlich ist Microsoft von der Resonanz begeistert, da es inzwischen zahlreiche weitere Insider-Programme gibt, unter anderem für Office, Bing und sogar die Videospielkonsole Xbox One.

Siehe auch: Windows-10-Lizenz: Legal für 10 Euro kaufen

Windows-Insider-Build als Updates installieren

Windows-Insider-Programmoptionen anpassen.
Vergrößern Windows-Insider-Programmoptionen anpassen.

Wollen Sie die Insider-Builds in einer VM einspielen, in der Windows 10 bereits läuft, müssen Sie über die Funktion Windows-Update gehen. Starten Sie die virtuelle Maschine, klicken Sie dann im Gast-Betriebssystem auf den „Start“-Button und wechseln Sie per Klick auf das Symbol „Einstellungen“ zum gleichnamigen Bereich. Nach einem Klick auf „Update und Sicherheit“ wählen Sie in der linken Spalte den Eintrag „Windows-Insider-Programm“ und klicken auf die Schaltfläche „Erste Schritte“. Nutzen Sie Windows 10 mit einem lokalen Konto, klicken Sie auf „Konto verknüpfen“, wählen im Dialog „Wir helfen Ihnen bei der Anmeldung“ „Microsoft-Konto“ aus, bestätigen mit „Weiter“ und folgen den Bildschirmanweisungen. Haben Sie hingegen bereits ein Microsoft-Konto eingerichtet, klicken Sie im Dialog „Wir helfen Ihnen bei der Anmeldung“ auf das Konto, das verwendet werden soll. Wichtig: Sie müssen sich mit dem gleichen Microsoft-Konto anmelden, mit dem Sie sich beim Windows-Insider-Programm registriert haben – ansonsten funktioniert es nicht.

Ganz gleich, wie Sie vorgegangen sind, müssen Sie anschließend festlegen, welche Vorabversionen Sie haben wollen. Zur Auswahl stehen „Senden Sie mir einfach frühzeitige Updates“, „Die nächste Version von Windows“ und „Skip ahead to the next Windows release“. Um stets die aktuellsten Builds zu erhalten, entscheiden Sie sich für „Die nächste Version von Windows“ und fahren mit „Bestätigen“ fort. Im nächsten Schritt steht die Wahl des Updateintervalls an. Wer nichts verpassen möchte, entscheidet sich für „Schnellanzeige“, klickt auf „Bestätigen“ und stimmt den Nutzungshinweisen mit einem erneuten Klick auf „Bestätigen“ zu. Anschließend kann es eine Weile dauern, bis die erste Windows-Vorabversion zum Download bereitsteht. Sie müssen die VM also laufen lassen.

Sobald die erste Insider-Preview eingespielt wurde, können Sie die bei der Anmeldung getroffenen Entscheidungen anpassen. Dazu klicken Sie in den „Einstellungen“ auf „Windows-Insider-Programm“ und wählen unter „Welche Inhalte möchten Sie erhalten?“ die Art und unter „In welchem Intervall möchten Sie neue Builds erhalten?“ die Häufigkeit aus. Und per Klick auf die Schaltfläche „Insider Preview-Build beenden“, deaktivieren Sie den Download und die Installation von Windows-Vorabversionen wieder.

Tipp: Virtuelle Systeme einsatzbereit aus dem Web laden

Windows-Insider-Build in leerer virtuellen Maschine installieren

Läuft die Windows-Insider-Preview in der VM, können Sie Microsoft Feedback senden.
Vergrößern Läuft die Windows-Insider-Preview in der VM, können Sie Microsoft Feedback senden.

Möchten Sie die Vorabversion hingegen in einer neuen VM nutzen, müssen Sie die von Microsoft zur Verfügung gestellte ISO-Datei herunterladen. Dazu statten Sie der Webseite https://insider.windows.com/de-de/ einen Besuch ab, klicken oben rechts auf „Anmelden“ und loggen sich mit Ihrem Microsoft-Konto ein. Auf der folgenden Seite klicken Sie auf „Erste Schritte“, blättern dann zum Abschnitt „2. Installieren“ herunter und klicken unter „Bereiten Sie Ihren Computer für Windows 10 vor“ auf den Link „Windows 10 Insider Preview-ISO herunterladen“. Markieren Sie unter „Select Edition“ die gewünschte Edition („Windows 10 Insider Preview – Buildnummer“) und bestätigen Sie mit einem Klick auf „Confirm“. Wählen Sie dann die Sprachversion aus („German“) und klicken Sie auf „Confirm“. Im letzten Schritt wählen Sie aus, ob Sie die 32- oder die 64-Bit-Version haben wollen, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. In diesem Beispiel laden wir die rund 4,4 GByte große ISO-Datei „Windows 10 Insider Preview - Build 17025 German“ herunter.

Anschließend starten Sie Virtualbox, richten eine neue VM ein und installieren das Betriebssystem wie gewohnt. Prima: Da in der ISO-Datei alle Editionen enthalten sind, können Sie auswählen, ob Sie Windows 10, Windows 10 Pro oder Windows 10 S einspielen möchten.

Eine weitere Konfiguration ist nicht erforderlich, da die Einstellungen der Windows-Vorabversion bereits entsprechend angepasst sind. Allerdings steht es Ihnen frei, die Art und Häufigkeit der Windows-Vorabversionen nachträglich anzupassen. Wie Sie dabei vorgehen, haben wir im vorigen Abschnitt beschrieben.

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► Zum Gaming-Hardware 2018 Artikel auf pcwelt.de:
www.pcwelt.de/2325139


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