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Windows 7 für die Zukunft: So sichern Sie das System ab

26.01.2020 | 08:05 Uhr | Thorsten Eggeling

Wenn es nach Microsoft geht, ist im Januar 2020 Schluss mit Windows 7. Dann steht der Umstieg auf ein anderes Betriebssystem wie Windows 10 oder Linux an. Oder Sie nutzen Windows 7 noch in einer sicheren Umgebung weiter.

Am 14. Januar 2020 beendet Microsoft den erweiterten Support für Windows 7. Danach gibt es für die meisten Nutzer keine Sicherheitsupdates mehr. Ohne regelmäßige Aktualisierungen wird Windows 7 jedoch zu einem besonders gefährdeten System. Wer sich dessen bewusst ist, kann das System mit geeigneten Sicherheitsmaßnahmen trotzdem weiterverwenden. Vom bisherigen Einsatz als Arbeitsrechner mit uneingeschränkter Internetverbindung ist jedoch dringend abzuraten. Denkbar ist aber beispielsweise eine Rolle als Dateiserver im lokalen Netzwerk.

Den wirksamsten Schutz bietet der Weiterbetrieb in einer virtuellen Maschine. Das System ist zwar auch hier gefährdet, doch die möglichen Auswirkungen lassen sich begrenzen. Sie können Windows 7 beziehungsweise die installierten Anwendungen fast ohne Einschränkung weiterhin nutzen.

1. Was bedeutet das Supportende für Windows 7?

Sobald Microsoft die Sicherheitsupdates einstellt, ist das System durch neu entdeckte Sicherheitslücken besonders bedroht. Windows 7, 8 und 10 basieren teilweise auf demselben Quellcode, weshalb einige Sicherheitslücken wahrscheinlich in allen Systemen zu finden sind.

Updates für Windows 8.1 und 10 beheben das Problem, informieren Angreifer aber auch über die Fehler und wie sie sich ausnutzen lassen. Daher ist damit zu rechnen, dass Windows 7 ab dem 14. Januar 2020 zum bevorzugten Ziel von Hackern wird. Windows 7 erreicht das Ende seiner Nutzungsdauer („lifecycle“), weil es sich ohne Updates nicht mehr wie gewohnt sicher einsetzen lässt. Bereits seit einiger Zeit blendet Microsoft bei Windows 7 ein Fenster mit Infos wie „Der Support für Windows 7 endet bald.“ ein. Empfohlen wird der Umstieg auf Windows 10.

Das von Microsoft festgelegte Ende der Nutzungsdauer bedeutet jedoch nicht ein Ende der Nutzbarkeit. Windows 7 lässt sich auch nach dem 14. Januar 2020 starten. Für die Neuinstallation sind weiterhin ein gültiger Produktschlüssel und die Aktivierung bei Microsoft erforderlich.

2. Windows ohne Sicherheitsupdates einsetzen? 

Verdienter Ruhestand nach 10 Jahren: Microsoft blendet unter Windows 7 bereits seit einiger Zeit Meldungen ein, die auf das Supportende am 14. Januar 2020 hinweisen und den Umstieg auf Windows 10 empfehlen.
Vergrößern Verdienter Ruhestand nach 10 Jahren: Microsoft blendet unter Windows 7 bereits seit einiger Zeit Meldungen ein, die auf das Supportende am 14. Januar 2020 hinweisen und den Umstieg auf Windows 10 empfehlen.

Monat für Monat schließt Microsoft mehrere Windows-Sicherheitslücken. Darüber informiert der „ Leitfaden für Sicherheitsupdates “. Kaum ein Update betrifft allerdings Infektionen, die ohne Zutun des Benutzers stattfinden. Die größte Bedrohung geht von infizierten Downloads und E-Mail-Anhängen aus. Dagegen helfen keine Sicherheitsupdates, und auch der Virenscanner ist damit oft überfordert. 

Das soll jetzt keineswegs heißen, dass Sicherheitsupdates nicht erforderlich sind – im Gegenteil. Aber man sollte die Schutzwirkung von Updates und Sicherheitssoftware auch nicht überbewerten.

Regelmäßige Sicherheitsupdates: Microsoft informiert darüber, welche Lücken in Windows geschlossen wurden. Das kann dann jedoch auch für Angriffe auf Windows 7 missbraucht werden.
Vergrößern Regelmäßige Sicherheitsupdates: Microsoft informiert darüber, welche Lücken in Windows geschlossen wurden. Das kann dann jedoch auch für Angriffe auf Windows 7 missbraucht werden.

Windows 7 ohne Internetzugang kann als weitestgehend sicher gelten. Neu installierte Software muss sorgfältig geprüft werden und sollte nur aus besonders vertrauenswürdigen Quellen stammen. Das Gleiche gilt für Dateien, die Anwendungen unter Windows 7 öffnen und verarbeiten sollen. Programme wie PDF-Reader oder Office-Pakete sollte man so lange wie möglich aktualisieren. Es ist jedoch abzusehen, dass viele Softwarehersteller den Support für Windows 7 zeitnah einstellen werden.

Lesetipp:  Treiber für alte Geräte im Internet finden und installieren

3. Windows 7 als Dateiserver weiternutzen 

Windows 7 als Dateiserver: Auch ohne den gefährlichen Internetzugang lassen sich Freigaben auf Windows- 7-Rechnern im lokalen Netzwerk weiterhin nutzen.
Vergrößern Windows 7 als Dateiserver: Auch ohne den gefährlichen Internetzugang lassen sich Freigaben auf Windows- 7-Rechnern im lokalen Netzwerk weiterhin nutzen.

Auch wenn sich Windows 7 nicht mehr als Arbeitsrechner einsetzen lässt, kann das System dennoch im Netzwerk eine Rolle übernehmen, etwa als Dateiserver.

Schritt 1: Der Windows-7-PC soll zwar Netzwerkzugriff erhalten, aber vom Internet getrennt sein. Bei den meisten Routern lässt sich eine Kindersicherung konfigurieren, die ein Gerät dauerhaft oder zeitabhängig vom Internet trennt. Bei einer Fritzbox beispielsweise rufen Sie die Konfigurationsoberfläche im Webbrowser auf, gehen auf „Heimnetz –› Heimnetzübersicht“ und klicken auf die Registerkarte „Netzwerkverbindungen“. Suchen Sie den Windows-7-PC in der Liste, und klicken Sie rechts in der Zeile auf die Schaltfläche mit dem Stiftsymbol. Unter „Zugangs-Eigenschaften“ wählen Sie bei „Internetnutzung“ unter „Zugangsprofil“ den Wert „Gesperrt“. Klicken Sie auf „OK“, um die Änderung zu speichern.

Schritt 2: Erstellen Sie auf dem Windows-7-PC eine Netzwerkfreigabe. Sie können einen Ordner aus Ihrem Benutzerprofil freigeben, beispielsweise „Eigene Musik“ oder „Download“. Oder Sie erstellen einen neuen Ordner, beispielsweise „C:\Freigabe“.

Schritt 3: Klicken Sie den Ordner, den Sie freigeben möchten, mit der rechten Maustaste an, wählen Sie im Menü „Eigenschaften“, gehen Sie auf die Registerkarte „Freigabe“, klicken Sie auf „Freigabe ...“ und dann im Dialog „Dateifreigabe“ auf „Freigabe“. Standardmäßig kann jetzt der Benutzer, der Ordner und Freigabe erstellt hat, über das Netzwerk auf die Freigabe zugreifen. Wenn Benutzername und/oder Passwort auf anderen PCs abweichen, fragt Windows nach Benutzername und Passwort.

4. Windows 7 abgesichert in einem virtuellen PC nutzen 

Mehr Schutz vor Windows 7: In einer virtuellen Maschine unter Windows 10 oder Linux kann das System kaum Schaden anrichten, wenn man einige Regeln beim Netzwerkzugriff und Datenaustausch beachtet.
Vergrößern Mehr Schutz vor Windows 7: In einer virtuellen Maschine unter Windows 10 oder Linux kann das System kaum Schaden anrichten, wenn man einige Regeln beim Netzwerkzugriff und Datenaustausch beachtet.

Virtualisierungssoftware wie Virtualbox  stellt einen virtuellen PC (virtuelle Maschine, VM) bereit, in dem sich ein weiteres Betriebssystem starten lässt. Die Virtualisierungssoftware läuft unter Linux oder Windows 10 (Hostsystem), Windows 7 (Gastsystem) lässt sich in einem Fenster oder im Vollbild starten.

In einem virtuellen PC haben Sie mehr Kontrolle über das Betriebssystem. Die Netzwerkverbindung lässt sich schnell trennen und wiederherstellen, Dateien können Sie auch ohne Netzwerkverbindung austauschen, und es ist möglich, Sicherungspunkte anzulegen, über die sich ein vorheriger Zustand bequem wiederherstellen lässt. Sollte es tatsächlich zu einem Befall mit Schadsoftware kommen, ist diese nach der Wiederherstellung verschwunden.

Voraussetzungen: Virtualbox benötigt eine Unterstützung durch die Hardware, damit sich 32- sowie 64-Bit-Gastsysteme starten lassen. Prozessoren unterstützen diese Funktion seit etwa 2006, bei einigen Computern ist sie jedoch im Bios abgeschaltet. Sehen Sie im Bios/Firmware-Setup nach, ob sich AMD-V oder Intel-VT („vt-x“, „Intel Virtualization Technologie“) aktivieren lässt.

Einschränkungen: Virtualisierungssoftware wie Virtualbox erlaubt keinen direkten Zugriff auf die PC-Hardware, mit Ausnahme von USB-Geräten. Grafikkarte, Festplatte und Netzwerkadapter sind nur virtuell vorhanden. Die Gesamtleistung liegt daher etwas unterhalb eines herkömmlich installierten Systems auf dem gleichen PC, und die virtuelle Grafikkarte eignet sich nur für Desktop-Anwendungen, aber nicht für aufwendige 3D-Spiele.

Wer damit leben kann, für den ist die Virtualisierung des bisherigen Windows-7-Systems die beste Wahl. Ein virtueller PC bietet jedoch nur eingeschränkte Sicherheit. Theoretisch kann Schadsoftware aus der virtuellen Maschine ausbrechen und das Hostsystem infizieren. Das Risiko ist jedoch sehr gering, wenn Sie Virtualbox unter Linux verwenden. Ein Windows-Virus kann kein Linux-System beeinträchtigen. Eine größere Gefahr besteht, wenn das Gastsystem Zugriff auf das lokale Netzwerk hat. Über Freigaben kann Schadsoftware Dateien verschlüsseln oder ausführbare Dateien infizieren. Das Risiko lässt sich vermeiden, indem Sie dem virtuellen PC nur Zugang zu schreibgeschützten Freigaben erlauben oder Daten auf einem anderen Weg austauschen (Punkt 9).

5. Vorbereitungen für die Kopie in eine virtuelle Maschine 

Windows aufräumen: Vor dem Umzug in eine virtuelle Maschine sollten Sie überflüssige Dateien löschen. Dabei hilft die Datenträgerbereinigung.
Vergrößern Windows aufräumen: Vor dem Umzug in eine virtuelle Maschine sollten Sie überflüssige Dateien löschen. Dabei hilft die Datenträgerbereinigung.

Die Überführung der Windows-Installation in eine virtuelle Maschine (Physical to Virtual, P2V) funktioniert ähnlich wie der Umzug auf eine neue Festplatte oder SSD.

Für das Backup benötigen Sie ein USB-Laufwerk mit ausreichend Kapazität oder ein Netzwerklaufwerk.

Windows aufräumen: Beim Umwandeln eines Systems in eine virtuelle Maschine müssen große Datenmengen bewegt werden, was entsprechend lange dauert. Um den Vorgang zu beschleunigen, lohnt es sich, vorher gründlich aufzuräumen. Löschen und deinstallieren Sie alles, was Sie nicht benötigen. Umfangreiche Video- oder Musiksammlungen verschieben Sie auf eine externe Festplatte. Nutzen Sie die Datenträgerbereinigung, um überflüssige Dateien zu löschen.

Das Dateisystem sollte fehlerfrei und defragmentiert sein. Klicken Sie die Systemfestplatte im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste an, wählen Sie „Eigenschaften“, und gehen Sie auf die Registerkarte „Tools“. Starten Sie die Fehlerüberprüfung und danach die Defragmentierung.

Virtualbox vs. Vmware vs. Hyper-V: Der beste virtuelle PC

6. Windows-Backup mit Macrium Reflect erstellen

Vollständige Sicherung: Macrium Reflect erstellt ein Backup aller Windows-Partitionen. Damit lässt sich Windows 7 in einer virtuellen Maschine in Virtualbox einrichten.
Vergrößern Vollständige Sicherung: Macrium Reflect erstellt ein Backup aller Windows-Partitionen. Damit lässt sich Windows 7 in einer virtuellen Maschine in Virtualbox einrichten.

Installieren Sie Macrium Reflect . Damit das Programm eine deutschsprachige Oberfläche zeigt, drücken Sie im geöffneten Programm die Tastenkombination Strg-Shift-L. Wählen Sie „Deutsch“ und klicken Sie auf „OK“.

Schritt 1: Klicken Sie auf „Abbild der Partitionen erstellen, die für die Sicherung und Wiederherstellung von Windows erforderlich sind“. Wählen Sie hinter „Ordner“ das Verzeichnis, in dem Sie das Backup speichern wollen. Das Verzeichnis darf nicht auf der zu sichernden Partition liegen.

Schritt 2: Klicken Sie auf „Weiter“, noch einmal auf „Weiter“ und dann auf „Fertigstellen“. Entfernen Sie das Häkchen vor „Sicherung und Zeitpläne als XML Backup Definition File speichern“, und bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 3: Nach Abschluss des Backups gehen Sie auf „Weitere Aufgaben –› Rettungsmedien erstellen“. Klicken Sie auf „ISO File“ und dann auf „Build“. Das Ergebnis ist die Datei „C:\MacriumRescue.iso“.

7. Virtuelle Maschine in Virtualbox konfigurieren 

Virtuelle Festplatte: Reservieren Sie ausreichend Speicherplatz für das virtuelle Laufwerk, damit Reserven für Updates und zusätzliche Anwendungen bleiben.
Vergrößern Virtuelle Festplatte: Reservieren Sie ausreichend Speicherplatz für das virtuelle Laufwerk, damit Reserven für Updates und zusätzliche Anwendungen bleiben.

Sie können Virtualbox unter Windows 7 installieren und erst einmal ausprobieren. Alternativ führen Sie ein Upgrade auf Windows 10 durch (siehe Kasten), oder Sie installieren Linux statt oder neben Windows auf Ihrem PC. Wer den Windows-7-PC ohne Internetverbindung weiternutzen möchte (Punkt 3), richtet Virtualbox auf einem anderen Rechner unter Windows 10 oder Linux ein.

Die Installation von Virtualbox unter Windows ist selbsterklärend. Installieren Sie zusätzlich das Virtualbox Extension Pack  per Doppelklick. Es ist für einige erweiterte Funktionen der Software erforderlich. Wer Linux nutzt, findet eine ausführliche Anleitung zu Virtualbox .

Schritt 1: Starten Sie Virtualbox und gehen Sie im Menü auf „Maschine –› Neu“. Ein Assistent führt Sie durch die Einrichtung.

Schritt 2: Vergeben Sie hinter „Name:“ eine Bezeichnung, beispielsweise „Windows7“. Hinter „Typ“ wählen Sie „Microsoft Windows“ und hinter „Version“ stellen Sie „Windows 7 (64-Bit)“ oder „Windows 7 (32- Bit)“ ein, je nach verwendeter Version.

Schritt 3: Im nächsten Schritt stellen Sie den in der virtuellen Maschine verfügbaren Hauptspeicher ein. Für Windows 7 mit 64 Bit schlägt Virtualbox 2048 MB RAM vor. In der Regel ist das ausreichend, Sie können aber auch einen etwas höheren Wert einstellen. Zu viel Speicher sollten Sie nicht angeben, weil sonst die Leistung des Hostsystems leidet.

Schritt 4: Im Dialog „Platte“ belassen Sie die Option „Festplatte erzeugen“ und klicken auf „Erzeugen“. Als Dateityp wählen Sie „VDI (Virtual Box Disk Image)“. Nach einem Klick auf „Weiter“ wählen Sie „dynamisch alloziert“, wenn die Datei der virtuellen Festplatte dynamisch bis zur maximal angegebenen Größe wachsen soll. Die Erstellung geht dann schneller und belegt erst einmal weniger Platz auf der physischen Festplatte. Bei „feste Größe“ wird der Platz hingegen komplett belegt und die Erzeugung dauert länger. Dafür läuft das System in der virtuellen Maschine etwas schneller. 

Nach einem Klick auf „Weiter“ geben Sie die Größe der virtuellen Festplatte an. Diese muss mindestens so viel Speicherplatz bieten, wie das bisherige Windows 7 belegt hat. Klicken Sie auf „Erzeugen“.

Schritt 5: Im Hauptfenster von Virtualbox klicken Sie in der Symbolleiste auf „Ändern“ und gehen auf „Massenspeicher“. Klicken Sie auf das CD/DVD-Symbol („leer“) und dann rechts im Fenster auf das CD-Icon mit dem Pfeil. Geben Sie über „Datei für virtuelles CD/DVD-Medium auswählen...“ die Datei „MacriumRescue.iso“ an, die Sie in Punkt 6 erstellt haben. Unter „Netzwerk“ ändern Sie die Konfiguration des Netzwerkadapters. Standardmäßig ist hinter „Angeschlossen an“ die Option „NAT“ eingestellt. Die virtuelle Maschine hat dann Internetzugriff, sieht aber nichts vom lokalen Netzwerk. Um das zu ändern, stellen Sie „Netzwerkbrücke“ ein. Klicken Sie auf „OK“, um die Einstellungen zu speichern.

8. Backup in der virtuellen Maschine wiederherstellen 

Grundsätzlich läuft die Wiederherstellung unter allen Betriebssystemen gleich ab. Sie booten die virtuelle Maschine vom Rettungssystem in „MacriumRescue.iso“ und stellen dann das Backup wieder her. Der Backup-Ordner muss im Netzwerk freigegeben sein (Punkt 3).

Schritt 1: Klicken Sie auf „Starten“. Die virtuelle Maschine bootet vom Macrium-Reflect-Rettungsmedium, das Programm startet automatisch. Gehen Sie auf die Registerkarte „Wiederherstellen“ und dann auf „Abbild- oder Sicherungsdatei zur Wiederherstellung suchen“. Klicken Sie auf die Schaltfläche links oben, und tragen Sie hinter „Share“ den Pfad zur Netzwerkfreigabe mit dem Backup in der Form \\MeinServer\Freigabe ein. Geben Sie Benutzername und Passwort ein, und klicken Sie auf „OK“. Das Laufwerk taucht unter „Network Drives“ auf. Öffnen Sie es per Doppelklick, wählen Sie die Backup-Datei, und klicken Sie auf „OK“.

Schritt 2: In der Übersicht sehen Sie die Partitionsaufteilung aus der Backup-Datei. Befindet sich zu Beginn eine FAT32-Partition mit 100 MB, gefolgt von einer Partition mit 128 MB, und taucht darüber „GPT Disk 1“ auf, handelt es sich um eine Uefi-Installation auf einer GPT-Festplatte. Da Virtualbox Windows 7 nicht im Uefi-Modus starten kann, muss die Wiederherstellung auf eine MBR-Partition erfolgen. In diesem Fall fahren Sie unten bei Schritt 3 (Uefi) fort, andernfalls bei Schritt 3 (Bios).

Umgang mit Uefi-Installationen: Ist die Quelle eine GPT-Festplatte, ziehen Sie die Systempartition in den freien Bereich einer vorbereiteten MBR-Festplatte.
Vergrößern Umgang mit Uefi-Installationen: Ist die Quelle eine GPT-Festplatte, ziehen Sie die Systempartition in den freien Bereich einer vorbereiteten MBR-Festplatte.

Schritt 3 (Uefi): Öffnen Sie über das Icon in der Taskleiste ein Kommandozeilenfenster. Tippen Sie 

diskpart 

ein, und bestätigen Sie mit der Enter-Taste (wie auch bei allen folgenden Befehlszeilen).

list disk 

zeigt Ihnen die Festplatten an. Da Sie bisher nur eine Festplatte in Virtualbox konfiguriert haben, erscheint „Datenträger 0“, den Sie mit 

select disk 0 

auswählen. Danach folgen diese sechs Befehlszeilen: 

clean 
convert mbr
create par pri size=300
format fs=NTFS quick 
active 
exit 

Wechseln Sie zum Fenster von Macrium Reflect und klicken Sie auf „Aktualisieren“. Klicken Sie auf „Wiederherstellung“, dann auf „Select a disk to restore to“ und danach auf die angezeigte Festplatte. Ziehen Sie nur die große Systempartition („NTFS primär“) auf den freien Bereich der Zielfestplatte. Sollte am Ende noch Platz frei sein, gehen Sie auf „Eigenschaften: Wiederhergestellte Partition“, klicken auf „Maximale Größe“ und dann auf „OK“. Klicken Sie auf „Weiter“ und dann auf „Fertigstellen“.

Ist der Vorgang abgeschlossen, gehen Sie im Menü auf „Wiederherstellen –› Windows Startprobleme lösen“. Klicken Sie die gefundene Windows-Installation an und dann auf „Weiter“. Setzen Sie ein Häkchen vor der ersten Partition, klicken Sie auf „Weiter“ und dann auf „Fertigstellen“.

Bios/MBR-Installation: Bei einer MBR-Festplatte ist nichts weiter zu beachten. Folgen Sie in Macrium Reflect einfach den Anweisungen des Assistenten.
Vergrößern Bios/MBR-Installation: Bei einer MBR-Festplatte ist nichts weiter zu beachten. Folgen Sie in Macrium Reflect einfach den Anweisungen des Assistenten.

Schritt 3 (Bios): Klicken Sie auf „Wiederherstellung“, dann auf „Select a disk to restore to“ und danach auf die angezeigte Festplatte. Klicken Sie auf „Weiter“ und dann auf „Fertigstellen“.

Schritt 4: Beenden Sie das Macrium-Reflect-Rettungssystem. In Virtualbox klicken Sie auf „Ändern“ und gehen auf „Massenspeicher“. Entfernen Sie die ISO-Datei über die CD-Schaltfläche aus der Konfiguration. Klicken Sie auf „OK“ und danach auf „Starten“. In der virtuellen Maschine bootet jetzt Windows 7.

Hardware auslesen: So finden Sie heraus, welche Hardware in Ihrem PC steckt

9. Windows 7 optimieren und besser absichern

Optimierte Treiber: Installieren Sie die Virtualbox-Gasterweiterungen in der virtuellen Maschine. Danach stehen Ihnen erweitere Funktionen zur Verfügung.
Vergrößern Optimierte Treiber: Installieren Sie die Virtualbox-Gasterweiterungen in der virtuellen Maschine. Danach stehen Ihnen erweitere Funktionen zur Verfügung.

Die Leistung eines virtuellen PCs lässt sich über die Gasterweiterungen verbessern, die auch Treiber für die Maus und den Grafikadapter enthalten. Gehen Sie im Fenster der VM auf „Geräte –› Gasterweiterungen einlegen“, öffnen in der VM das DVD-Laufwerk im Windows-Explorer und starten „VBoxWindowsAdditions.exe“. Folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten und starten Sie Windows danach neu. Im Gastsystem stehen Ihnen jetzt weitere Funktionen zur Verfügung. Der Windows Desktop wird automatisch an die Größe des Fensters angepasst und der Mauszeiger löst sich automatisch, wenn Sie ihn aus dem Fenster ziehen.

Netzwerk und Datenaustausch: Eine virtuelle Maschine ist bei der Standardkonfiguration „NAT“ vom lokalen Netzwerk getrennt, hat aber Zugang zum Internet. Wenn Sie den virtuellen Netzwerkadapter als „Netzwerkbrücke“ konfigurieren, erscheint die VM auch im lokalen Netzwerk – aus Sicherheitsgründen für Windows 7 nicht zu empfehlen. Es ist aber auch hier möglich, den Internetzugang über den Router zu unterbinden (Punkt 3).

Zur Datenübertragung zwischen Host- und Gastsystem verwenden Sie besser einen gemeinsamen Ordner. Gehen Sie im Fenster der virtuellen Maschine auf „Geräte –› Gemeinsame Ordner –› Gemeinsame Ordner“. Über die „+“-Schaltfläche bestimmen Sie einen Ordner für den Datenaustausch auf dem Hostsystem. Setzen Sie Häkchen vor „Automatisch einbinden“ und „Permanent erzeugen“. Unter Windows 7 erreichen Sie den Ordner im Windows-Explorer über „Netzwerk“ und „Vboxsrv“ oder den Laufwerksbuchstaben „Z:“

Datenaustausch: Ein gemeinsamer Ordner ermöglicht den Datentransfer zwischen Host- und Gastsystem auch ohne Freigaben und Netzwerkverbindung.
Vergrößern Datenaustausch: Ein gemeinsamer Ordner ermöglicht den Datentransfer zwischen Host- und Gastsystem auch ohne Freigaben und Netzwerkverbindung.

Im Fenster der virtuellen Maschine können Sie zwei weitere Optionen für den Datenaustausch aktivieren: „Geräte –› Gemeinsame Zwischenablage –› bidirektional“ und „Geräte –› Drag und Drop –› bidirektional“. Wenn Sie im Hostsystem einen Text mit der Tastenkombination Strg-C kopieren, lässt er sich im Gastsystem in einem Editor mit Strg-V einfügen. Drag und Drop funktioniert zwischen einem Windows-7-Gast und einem Host unter Windows 7 bis 10. Läuft Virtualbox unter Linux, geht es bisher nur in eine Richtung: vom Linux-Dateimanager auf den Windows-Desktop.

System sichern: Im Hauptfenster „Oracle VM Virtualbox Manager“ finden Sie rechts neben jedem aktiven Eintrag eine Schaltfläche, über die Sie zu „Sicherungspunkte“ navigieren. Per Klick auf „Erzeugen“ erstellen Sie einen Sicherungspunkt des aktuellen Zustands.

Das sollten Sie in regelmäßigen Abständen wiederholen. Bei Problemen wählen Sie den letzten Sicherungspunkt aus und klicken auf „Wiederherstellen“. Eine ausgeschaltete VM lässt sich außerdem über den Kontextmenü „Klonen“ kopieren. 

Das Aus für Windows 7 war schon länger angekündigt - jetzt ist es soweit: Seit dem 14.1.2020 hat Microsoft den Support für Windows 7 eingestellt. Das heißt ab sofort gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 7 Nutzer. Was das bedeutet, was Ihr jetzt tun müsst und ob ihr Euer altes Windows 7 noch gratis auf Windows 10 updaten könnt, erfahrt Ihr in diesem Video.

► Unser großes FAQ zum Support-Ende von Windows 7:
www.pcwelt.de/news/Windows-10-weiter-gratis-fuer-Windows-7-Nutzer-10735570.html

► Support-Aus für Windows 7: So klappt der Umstieg:
www.pcwelt.de/ratgeber/Windows-Support-Aus-fuer-Windows-7-7426443.html

► Windows 10 per Windows-Update-Assistenten oder Media Creation Tool herunterladen:
www.pcwelt.de/news/Jetzt-zum-Download-Windows-10-November-2019-Update-10700770.html

► Umstieg auf Linux: Distributionen im Vergleich:
www.pcwelt.de/ratgeber/Aktuelle_Linux-Distros_im_PC-WELT-Check-Linux-Distributionen-7971293.html

► Windows-10-Key günstig & legal von Lizengo.de:
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