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Windows 7: Ab 2020 verdoppeln sich jedes Jahr die Support-Kosten

06.02.2019 | 13:29 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Für Profi-Anwender wird Microsoft auch nach dem 14. Januar 2020 noch Sicherheits-Updates für Windows 7 anbieten. Doch die Kosten für diese Windows 7 Extended Security Updates sollen sich jedes Jahr verdoppeln!

Am 14. Januar 2020 beendet Microsoft den Support für Windows 7 mit SP1 . Doch für zahlende Kunden von größeren Unternehmen und Bildungseinrichtungen wird Microsoft auch über dieses Datum hinaus einen kostenpflichtigen Support anbieten, der allerdings nur noch Sicherheits-Updates und Fehlerkorrekturen umfasst.

Doch die Preis-Entwicklung dieses Supports hat es in sich. Die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley hat die bisher nicht offiziell kommunizierten Preise jetzt veröffentlicht. Microsoft hatte die Preise für diese Extended Support Updates (ESUs) beziehungsweise Extended Security Updates einigen seiner Partnerunternehmen und Verkaufsmitarbeitern genannt.

Denn Microsoft wird in den drei Jahren, in denen es weiterhin Sicherheits-Updates für Windows 7 zur Verfügung stellen wird, den Preis für den Support jedes Jahr verdoppeln.

Demnach verlangt Microsoft für die „Windows 7 Extended Security Updates“ für Windows 7 Enterprise (als Add-on bezeichnet; für Kunden mit Windows 10 Enterprise and Microsoft 365 wird Microsoft Windows 7 ESUs als "Add-on" anbieten) im ersten Jahr (Januar 2020 bis Januar 2021) 25 US-Dollar pro Gerät; für Windows 7 Pro 50 US-Dollar pro Gerät.

Im zweiten Jahr (Januar 2021 bis Januar 2022) verlangt Microsoft für den Support von Windows 7 Enterprise bereits 50 Dollar pro Gerät und bei Windows 7 Pro 100 US-Dollar pro Gerät.

Und im dritten und letzten Support-Jahr (Januar 2022 bis Januar 2023) kassiert Microsoft sogar 100 US-Dollar für jede Windows-7-Enterprise-Installation auf einem Gerät und 200 US-Dollar für jedes Windows 7 Pro auf einem Gerät.

Microsoft hat diese Preise gegenüber Jo Foley bisher nicht bestätigt. Allerdings interpretiert Jo Foley die Äußerung eines Microsoft-Sprechers so, dass Kunden über die oben genannten Preise mit ihrem Microsoft-Partner verhandeln können. Besonders dann, wenn es um größere Stückzahlen geht. Das ist aber eine Vermutung von Jo Foley.

Für Privatanwender gilt ohnehin: Sie erhalten für Ihre Windows-7-Rechner ab dem 14. Januar 2020 keine Sicherheits-Updates, Aktualisierungen und keinen technischen Support mehr durch Microsoft.
   

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