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Windows 10: Windows Update wird deutlich schneller

19.03.2018 | 14:38 Uhr |

Die großen Feature-Updates für Windows 10 werden sich künftig schneller als bisher installieren. Windows Update wird verbessert.

Windows-10-Nutzer werden künftig deutlich weniger Zeit wartend vor dem PC verbringen, wenn sich ein neues, großes Feature-Update installiert. Das kündigt Microsoft in einem Blog-Eintrag an. Mit Feature-Updates sind die großen Windows-10-Updates gemeint, die zweimal im Jahr erscheinen. Wie also das Fall Creators Update (Redstone 3) im vergangenen Herbst oder das kommende Spring Creators Update (Redstone 4) im April 2018.

Die Installationszeit ist durchaus wichtig, immerhin können die Nutzer in dieser Zeit nichts an dem Rechner machen und sind damit zum Warten verdammt. Aufgrund des Feedbacks der Nutzer hatten die Entwickler bereits nach der Veröffentlichung des Creators Update im April 2017 damit begonnen, Windows Update zu verbessern.  Dabei wird zwischen "Online-Zeit" und "Offline-Zeit" unterschieden. Während der "Online-Zeit" kann der Rechner beim Update-Vorgang verwendet werden. In dieser Zeit wird beispielsweise das Update heruntergeladen und dessen Installation vorbereitet. Während der "Offline-Zeit" ist der Rechner dann nicht mehr verwendbar, denn in dieser Zeit wird das Update - begleitet von Neustarts - installiert.

Von 82 Minuten auf 30 Minuten

Die durchschnittliche Offline-Zeit beim Creators Update lag laut den Windows-10-Entwicklern bei etwa 82 Minuten und konnte beim Fall Creators Update auf 51 Minuten gesenkt werden. Weitere Änderungen werden beim Spring Creators Update nun dafür sorgen, dass die Offline-Zeit auf etwa (durchschnittlich) 30 Minuten gesenkt wird. Bei den Insider-Versionen ist dies bereits der Fall.

Erreicht wird diese Beschleunigung dadurch, dass Windows Update bereits während der "Online-Zeit" und nicht erst wie bisher während der "Offline-Zeit", die Nutzer-Inhalte für die Migration auf die neue Windows-10-Version vorbereitet. Viel wichtiger noch: Künftig wird bereits während der "Online-Zeit" die neue Windows-10-Version auf einem temporären Verzeichnis gespeichert. Bisher fand auch dieser zeitaufwendige Vorgang erst zur "Offline-Zeit" statt. 

Während der "Offline-Zeit" werden daher künftig nur noch die Treiber und Betriebssystem-Dateien und anschließend die Nutzer-Inhalte migirert. Anschließend wird die bisher genutzte Betriebssystem-Version durch die bereits im temporären Ordner befindliche neue Betriebssystem-Version ersetzt. Nach einem Neustart wird der Update-Vorgang dann schließlich abgeschlossen.

Weiterhin gilt: Bei großen Windows-10-Updates sind weiterhin zwei Neustarts des Rechners notwendig. Nach etwa einer halben Stunde ist dann aber das Update installiert. Unterm Strich verringert sich also nur scheinbar die Installationszeit, denn die Erhöhung der "Online-Zeit" beim Update-Vorgang kriegt der Nutzer in der Regel nicht mit, weil er ja an dem Rechner einfach weiterarbeiten kann. Dabei kommt es laut Microsoft auch nicht zu Leistungseinbrüchen oder zu verringerten Akku-Laufzeiten, denn der Vorgang läuft mit niedriger Priorität. Wenn also der Anwender gerade rechenintensive Aufgaben durchführt, bremst Windows Update den Aktualisierungsvorgang einfach ab.

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