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Windows 10 weiß künftig, ob Sie Kaffee holen gehen

26.07.2018 | 11:35 Uhr |

Microsoft verbessert die Neustart-Funktion von Windows 10 nach einem Update. Dabei kommt maschinelles Lernen zum Einsatz.

Windows Insider erhalten zwei neue Windows-10-Vorabversionen zum Testen. Windows 10 Insider Preview Build 17723, die einen Ausblick auf das kommende Herbst-Update gibt - also Redstone 5. Und Windows 10 Insider Preview Build 18204, die Änderungen enthält, die mit dem Frühlings-Update 2019 eingeführt werden sollen - also 19H1.

Die Veröffentlichungsnotizen listen eine Reihe von kleineren und größeren Verbesserungen auf. Dazu gehören die neuen Emojis 11, durch die die mit Unicode 11 kürzlich vorgestellten 157 neuen und geänderten Emojis ihren Weg in Windows 10 finden werden. Oder die Funktion "Mixed Reality Flashlight", bei der Anwender, die sich unter Windows 10 mit VR-Headset in einer virtuellen Umgebung befinden, quasi einen Portal öffnen können, durch das sie in die reale Welt sehen können. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn jemand den Raum betritt oder man einen Blick auf die Tastatur oder auf den in der Nähe stehenden Kaffeebecher werfen möchte, ohne dazu die Brille abnehmen zu müssen.

Eine wichtige Neuerung gibt es aber auch bei der Neustart-Funktion von Windows 10, die immer dann verwendet wird, wenn das Betriebssystem ein Update durchgeführt hat. Auf Youtube gibt es unzählige Videos darüber, wie Windows 10 zu den ungünstigsten Zeitpunkten einen Neustart durchführt und so Präsentationen oder spannende Online-Spiele jäh unterbricht.

"Wir haben euch gehört, und um diesen Schmerz zu lindern, haben wir die Neustartlogik aktualisiert, um ein neues System zu verwenden, welches anpassungsfähiger und proaktiver ist", erklärt Dona Sarkar, Chefin des Insider-Programms. Dabei habe man ein prädiktives Modell trainiert, welches genau vorhersagen könne, wann der richtige Zeitpunkt für den Neustart des Geräts ist. Das Modell sei so gut, dass es nicht nur feststellen könne, ob das Gerät gerade nicht benutzt wird, bevor es neu gestartet wird. Es sei auch in der Lage vorherzusagen, ob der Nutzer nicht nur kurz den Rechner verlassen hat, um sich eine Tasse Kaffee zu holen und kurz danach zurückzukehren.

Die ersten Tests auf internen Geräten bei Microsoft seien sehr vielversprechend verlaufen, weshalb entschieden worden sei, die neue Neustart-Logik auch einem größeren Kreis zum Testen zur Verfügung zu stellen. "Aufgrund der Art der Architektur sind wir in der Lage, das Modell mit minimaler Durchlaufzeit zu aktualisieren, basierend auf unseren Erkenntnissen aus der Performance. Alles dank unserer Cloud-Infrastruktur", so Sarkar.

Immens wichtig sei nun das Feedback der Windows Insider. Alle Tester werden gebeten, Microsoft alle Fälle mitzuteilen, in denen doch ein Neustart zu einem ungünstigen Zeitpunkt durchgeführt wurde. Dazu soll, wie üblich, die Feedback-Hub-App genutzt werden. Die Meldungen sollen möglichst mit einer detaillierten Beschreibung dazu eingereicht werden, was genau schiefgelaufen ist. Also etwa wie "Ich ging eine Tasse Kaffee für 5 Minuten holen und Windows 10 aktualisierte". Alle Meldungen sollen dabei helfen, dass Update-Modell zu trainieren und damit zu verbessern.

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