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Windows 10: Updates künftig 35 Prozent kleiner als bisher

06.03.2017 | 10:39 Uhr |

Seit einigen Wochen testet Microsoft das neue Update-System für Windows 10. Diese Vorteile bringt es für die Nutzer.

Mit dem Creators Update für Windows 10 wird Microsoft neue Update-Optionen einführen. Und viel wichtiger noch: Das neue Update-System namens Unified Update Platform (UUP). Die Windows-10-Entwickler hatten Anfang Dezember 2016 angekündigt, dass die Windows Insider das neue Update-System als erste Nutzer ausprobieren und testen dürfen. Die ersten Ergebnisse der Tests teilt Microsoft in einem Blog-Eintrag mit.

Mit UUP wurden Anfang Dezember die sogenannten Delta-Updates eingeführt. Seit dem wird bei Veröffentlichung einer neuen Vorabversion von Windows 10 nur noch der Code heruntergeladen, der sich seit dem letzten Update geändert hat. Dabei können laut Microsoft bei UUP zwei Techniken zum Einsatz kommen: Entweder eine geänderte Datei wird komplett neu übertragen oder es werden nur Code-Schnipsel übertragen, mit denen im Hintergrund eine bestehende Datei aktualisiert wird.

Sollte auf dem System eine Vorgängerversion nicht installiert sein, dann kann natürlich auch das System nicht mit einem Delta-Update aktualisiert werden. In diesem Fall erhält der Anwender den gewünschten Build von Windows 10 in Form des sogenannten "Canonical Downloads".

Aus den Erfahrungen, die bereits die Windows Insider mit UUP gemacht haben, geht Microsoft davon aus, dass sich die Download-Größe bei großen Windows-10-Updates um etwa 35 Prozent reduzieren wird. Alle Windows-10-Nutzer erhalten UUP mit dem Creators Update für Windows 10, welches voraussichtlich Ende März erscheinen wird. Die Vorteile von UUP werden sich bei den Nutzern also erst beim übernächsten großen Windows-10-Update zeigen, welches im Herbst 2017 erscheinen dürften.

Die Windows Insider profitieren aber bereits jetzt von UUP. In der Vergangenheit musste beim Wechsel zu einer neuen Vorabversion Windows 10 komplett neu heruntergeladen und installiert werden. Dabei wurden jedes Mal ungefähr 2,5 Gigabyte an Daten übertragen. Die durchschnittliche Download-Größe der Delta-Updates liegt dagegen bei um die 910 Megabyte. Das schont nicht nur die Internet-Leitung, sondern beschleunigt auch die Installation der neuen Vorabversionen. Letztendlich profitiert auch Microsoft selbst, weil die vom Unternehmen genutzten Server weniger Daten übertragen müssen.

Von UUP wird auch Windows Update profitieren. Die Server von Microsoft ermitteln künftig nach einer Anfrage durch einen PC, welche Updates dieser benötigt und schicken dann die Updates an den PC. Dieses Prinzip wird auch bei Windows 10 Mobile eingesetzt. Unterm Strich bedeutet dies: Die Ermittlung der benötigten Updates geht weniger zu Lasten der Performance des Rechners, sondern erfolgt im Hintergrund und schont damit auch stärker den Akku des Geräts.

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