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Windows 10 Sets: Tabs sollen Fenster-Flut auf Desktops dämmen

29.11.2017 | 11:03 Uhr |

Microsoft hat mit Windows 10 Sets eine neue Funktion vorgestellt. Und es gibt Neuigkeiten zu Windows 10 Timeline.

Derzeit befindet sich mit Windows 10 Redstone 4 das nächste große Windows-10-Update in der Entwicklung, welches voraussichtlich im April erscheinen wird. Den bisherigen Stand der Entwicklung fassen wir in diesem Beitrag zusammen. In einem Blog-Eintrag kündigt Microsoft nun an, dass die Windows Insider demnächst die Möglichkeit erhalten werden, die neue Windows-Funktion Timeline zu testen, mit der die bisher wenig genutzte Task-View-Ansicht deutlich aufgepeppt wird. Mehr zu Timeline weiter unten, denn etwas spannender ist die Ankündigung der neuen Funktion Windows 10 Sets.

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Windows 10 Sets: Das bietet die neue Funktion

Windows 10 Sets in Aktion
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© Microsoft

Mit Windows 10 Sets stellt Microsoft ein neues Konzept für die Windows-Oberfläche vor. Die Funktion soll demnächst den Windows Insidern zum Testen bereitgestellt werden. Microsoft lässt allerdings offen, wann die neue Funktion eingeführt wird. Es ist offenbar also noch nicht entschieden, ob Windows 10 Sets ab Redstone 4 verfügbar sein wird. Auch die finale Bezeichnung der Funktion ist noch nicht entschieden. „Sets“ ist also quasi ein Arbeitstitel für die Neuerung.

Aber was ist Windows 10 Sets eigentlich? Kurz zusammengefasst könnte man sagen: Mit Sets erhalten Fenster von Anwendungen in Windows 10 nun Tabs. Alle zu einem Projekt oder zu einer aktuellen Tätigkeit gehörenden Anwendungen, Informationen, Websites etc. werden in einem Fenster und den dazugehörigen Tabs angezeigt.

Windows 10 Sets: Die für ein Projekt benötigten Apps und Dokumente werden in einem Fenster zusammengefasst
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© Microsoft

Wer beispielsweise an einem Aufsatz über das Thema XYZ arbeitet, kann in einem Fenster Anwendungen wie Word und Edge öffnen und zusätzlich Websites und Dokumente in weiteren Tabs öffnen, die Informationen zum Thema XYZ enthalten, die beim Schreiben des Aufsatzes helfen sollen.

Durch Sets, so heißt es, soll es „einfacher und schneller“ werden, „kreativ und produktiv“ zu sein. Wie bei einem Browser gibt es die Möglichkeit, per Klick auf ein „+“-Icon einen neuen Tab zu öffnen. Anschließend stehen dann aber nicht nur Websites zur Auswahl, sondern auch Anwendungen.

Die über Windows 10 Sets angelegten Projekte werden über alle Windows-10-Rechner hinweg synchronisiert, auf denen der Nutzer sich mit seinen Microsoft-Konto-Daten einloggt.

In diesem Youtube-Video ist Sets in Windows 10 in Aktion zu sehen:

Das sind nur die ersten Funktionen, die Windows 10 Sets enthalten kann. Weitere Funktionen könnten noch hinzugefügt werden, wie die Windows-10-Entwicker betonen. Wichtig dabei sei das Feedback der Windows Insider. Diese erhalten ab Ende November, also bereits in Kürze, die Möglichkeit, Windows 10 Sets zu testen. Allerdings nicht alle Windows Insider auf einmal, sondern nach und nach wird die Funktion bei weiteren Testern freigeschaltet.

Anzumerken ist noch, dass Windows 10 Sets zumindest zum Start der Testphase nur in Verbindung mit UWP-Apps funktioniert. Später soll allerdings auch die Unterstützung für die klassischen Win32-Anwendungen folgen.

Stardock Groupy: Alternative zu Windows 10 Sets schon verfügbar

Groupy von Stardock bietet fast die gleichen Möglichkeiten wie Windows 10 Sets
Vergrößern Groupy von Stardock bietet fast die gleichen Möglichkeiten wie Windows 10 Sets
© Stardock

Was für ein Zufall: Mit Groupy bietet Stardock seit kurzem eine Anwendung an, die eigentlich die gleichen Möglichkeiten wie Windows 10 Sets bietet. Auch hier lassen sich innerhalb eines Fensters in Tabs die Fenster von Anwendungen und Dokumenten ablegen und so Projekte innerhalb eines großen Fensters zusammenfassen.

Aktuell ist Groupy noch nicht einzeln erhältlich und Stardock bietet die Anwendungen als Teil der Programmsammlung Object Desktop (Preis: etwa 30 US-Dollar) an.
 
Windows 10: Timeline-Funktion kann bald getestet werden

Windows Timeline in Aktion
Vergrößern Windows Timeline in Aktion

Die neue Windows-10-Timeline-Funktion war im Mai vorgestellt worden und sollte eigentlich bereits mit Windows 10 Fall Creators Update ausgeliefert werden. Allerdings wurde die Einführung verschoben. Mit Redstone 4 soll sie nun – voraussichtlich – im April 2018 ihren Weg in Windows 10 finden. Vorab dürfen diese Funktion die Windows Insider demnächst testen und die Entwickler mit Feedback versorgen.

Über das Uhr-Icon erhält man ebenfalls Zugriff auf Timeline
Vergrößern Über das Uhr-Icon erhält man ebenfalls Zugriff auf Timeline
© Microsoft

Die Zeitleisten-Funktion für Windows 10 wird direkt in Task View (also der Taskansicht, Windows-Taste + Tab) integriert und soll es den Nutzern ermöglichen, jederzeit zu einem beliebigen Punkt in der Vergangenheit zurückspringen, um dann dort auf den seinerzeit gültigen Zustand von Dateien, Anwendungen oder Websites zuzugreifen.
 
Alternativ kann die Zeitleisten-Funktion aber auch über das neue Uhr-Icon oben links im Fenster einer Anwendung aufgerufen werden, welches mit Windows 10 Sets eingeführt wird. Eine einmal angefangene Tätigkeit kann außerdem auf einem Windows-10-Gerät und einer Anwendung jederzeit unterbrochen und auf einem anderen Gerät fortgesetzt werden. Das soll bei Anwendungen über alle Geräte mit den Betriebssystemen Windows, iOS und Android hinweg funktionieren.

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