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Windows 10 Sets: Was wurde aus der neuen Funktion?

01.02.2019 | 10:02 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Die sogenannten Windows Sets lassen auch weiterhin auf sich warten, denn Microsoft hat dieses überaus praktische Feature erneut auf ein späteres Update von Windows 10 verschoben. PC-WELT erklärt, was es mit der „Gruppen“-Funktion auf sich hat.

Dass man für zahlreiche Projekte mit unterschiedlichen Programmen arbeiten muss, liegt in der Natur der Sache: Zum Berechnen und Darstellen vieler Zahlen dient eine Tabellenkalkulation wie Excel. Textdokumente hingegen erstellt und bearbeitet man in Programmen wie Word, bei Fotos hilft eine Bildbearbeitung, Webseiten zeigt der Browser und so weiter. Um die Organisation thematisch oder projektbezogen zusammengehörender verschiedener Dateiarten mussten sich die Anwender bislang selbst kümmern, typischerweise fasst man das alles in einem Ordner zusammen.

Das wird zwar weiterhin so bleiben, die Bedienung will Microsoft zukünftig allerdings vereinfachen. Denn anstatt wie bisher die unterschiedlichen Dateiarten einzeln mittels Doppelklick im Windows-Explorer mit dieser oder jener Software aufzurufen, fassen die neuen „Windows Sets“ die verschiedenen Inhalte auf einer Oberfläche zusammen – organisiert in nebeneinanderstehenden Tabs, ähnlich wie im Webbrowser. Diese von Microsoft auch „Gruppierung“ genannte Funktion bietet also nicht nur einen schnellen Zugriff auf unterschiedliche Webseiten im Browser, sondern auf alle zu einem Set zusammengefassten Daten. Das können Word-, Excel- und weitere Inhalte sein, aber auch Anwendungen lassen sich als Tab anpinnen und hinzufügen.

Tipp: Das Windows-Oktober-Update im Überblick

Microsoft hat die Sets nun zum zweiten Mal verschoben

Vorgestellt hatte Microsoft das Konzept dieser praktischen Windows Sets erstmals im Herbst 2017, in das Frühjahrs-Update von Windows 10 (Version 1803) schaffte es die Funktion jedoch nicht mehr. Als die Gruppierung dann im Frühjahr und Sommer in diversen Vorabversionen des nächsten Updates enthalten war, schien die Implementierung im Herbst-Update (Version 1809) ausgemacht. Doch Mitte des Jahres ruderte das Softwareunternehmen zurück und gab bekannt, dass die Sets-Funktion auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werde. Wann genau dies sein werde, ließ der Konzern offen: Selbst das nächste Update im Frühjahr 2019 scheint somit wieder unsicher. Ganz offenbar bereitet die Gruppenfunktion immer noch Probleme, Microsoft jedenfalls war mit dem bisherigen Status nicht zufrieden. Einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten und der Funktionsweise zeigt ein dreiminütiges Video von Microsoft , weitere Informationen zu diesem Thema haben wir für Sie hier zusammengestellt. Und wie Sie die neuen Sets über eine der älteren Vorabversionen von Windows 10 selbst ausprobieren können, beschreibt der Workshop im Kasten rechts.

Windows-Explorer mit der Tab-Funktion erweitern

Mithilfe des Zusatztools QTTabBar erweitern Sie den in Windows integrierten Dateimanager um Tabs.
Vergrößern Mithilfe des Zusatztools QTTabBar erweitern Sie den in Windows integrierten Dateimanager um Tabs.

Zumindest aber im Windows-Explorer können Sie die systemweit weiterhin fehlende Tab-Funktionalität nachrüsten. Dazu installieren Sie einfach das Programm QTTabbar . Um die Funktionen des Tools in den Microsoft-Dateimanager zu integrieren, müssen Sie sich in Windows kurz ab- und wieder anmelden oder den Rechner ganz neu starten.

Wenn Sie jetzt den Windows-Explorer erneut aufrufen, sehen Sie zunächst keinerlei Veränderung. Die neuen Tab-Funktionen aktivieren Sie, indem Sie in der Menüleiste auf „Ansicht“ und dann rechts auf den kleinen schwarzen Pfeil unter „Optionen“ klicken und den Eintrag „QTTabBar“ auswählen. Nachfolgend erscheint eine neue zusätzliche Leiste mit zunächst nur einem Tab sowie rechts davon einem dunkelblauen „+“-Zeichen. Mit einem Klick darauf binden Sie zusätzliche Ordner oder Laufwerke ein. Wollen Sie schnell zwischen den dargestellten Tabs wechseln, verwenden Sie die Tastenkombination Strg-Tab auf der Tastatur. Für alle diejenigen, die die Sets-Funktionen bereits programmübergreifend verwenden wollen, stellt Stardock seine Software Groupy zum Preis von knapp zehn Euro zur Verfügung.

Nicht fehlen soll abschließend der Hinweis auf eine weitere neue, optisch aufgepeppte Explorer-Version. Die UWP-App des Windows-Explorers ist auch im aktuellen System weiterhin versteckt, Sie müssen diese mit einem Trick erst auf den Desktop holen. Hierzu klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich Ihres Desktops, wählen im Kontextmenü „Neu –› Verknüpfung“ und tippen dann als „Speicherort“ die folgende Zeichenfolge ein:

explorer shell: AppsFolder\c5e2524a-ea46-4f67-841f-6a9465d9d515_cw5n1h2txyewy!App

– keine Sorge, Sie finden die komplette Zeichenkette zum Übernehmen in die Windows-Zwischenablage auch in unserem Onlinebeitrag . Neu hinzugekommen mit dem Herbst-Update sind in dieser Explorer-App die Drag-and- Drop-Unterstützung mit der Maus, ein erweitertes Kontextmenü, bessere Kopieren-, Ausschneiden- und Einfügen-Möglichkeiten sowie weitere Detailverbesserungen.

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