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Windows 10 Oktober 2018 Update hat Probleme mit AMD-GPUs und Trend-Micro-Software

19.11.2018 | 09:44 Uhr |

Microsoft stoppt die Auslieferung von Windows 10 Version 1809 für bestimmte Systeme. Auch AMD-GPUs sind betroffen.

Update, 19.11.2018: Fehler 4 und Fehler 5 hinzugefügt...

Windows 10 Oktober 2018 Update (Windows 10 Version 1809) wird seit letzter Woche wieder ausgeliefert und Microsoft verspricht eine bessere Qualität bei künftigen Funktions-Updates. Bereits gestern berichteten wir darüber, dass auch die neue Version des Updates nicht problemlos funktioniert. Mittlerweile hat Microsoft auch noch einige weitere Fehler bestätigt. Aber der Reihe nach.

Fehler 1: Windows 10 Version 1809 hat Probleme mit der Zuordnung von Netzwerklaufwerken, über die wir ausführlich berichtet haben und für die Microsoft bisher nur ein Workaround empfehlen kann. Mehr dazu finden Sie in diesem Beitrag. Microsoft arbeitet laut eigenen Angaben bereits an einer Lösung. Diese wird aber wohl erst im kommenden Jahr per Update veröffentlicht werden.

In diesem jetzt aktualisierten Support-Beitrag zu Windows 10 Version 1809 räumt Microsoft allerdings auch noch zwei weitere Fehler ein:

Fehler 2: AMD unterstützt nicht mehr die GPUs des Typs Radeon HD2000 und Radeon HD4000. Was sich auch auf Windows 10 auswirkt. Nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 kann es zu Problemen mit Tabs im Microsoft-Browser Edge kommen, die dann nicht mehr funktionieren. Dabei erscheint die Fehlermeldung:

INVALID_POINTER_READ_c0000005_atidxx64.dll

Außerdem kann es laut Microsoft zu Performance-Problemen kommen, die den Lockscreen oder die ShellExperienceHost betreffen.

Aufgrund der Probleme ergreift Microsoft die folgenden Maßnahmen: Windows 10 Version 1809 wird vorerst nicht mehr für Systeme mit Radeon HD2000 und Radeon HD4000 Grafikkarten ausgeliefert. Außerdem untersucht Microsoft den Fall und versucht eine Lösung zu finden.

Fehler 3: Microsoft und Trend Micro haben Kompatibilitätsprobleme in Verbindung mit OfficeScan und Business Security entdeckt, die beim Versuch eines Updates auf Windows 10 Version 1809 auftreten. Aus diesem Grund stoppt Microsoft vorerst die Auslieferung von Windows 10 Version 1809 auf Rechnern, bei denen eine dieser beiden Business-Sicherheitssoftware-Lösungen installiert ist. Die Auslieferung des Oktober-Updates für Windows 10 soll erst fortgesetzt werden, wenn Trend Micro das Problem per Update behoben hat.

Fehler 4: Nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 bereitet der F5 VPN Client Probleme, die sich so äußern, dass der Client keine Verbindung mehr herstellen kann. Der Hersteller empfiehlt den auf dieser Website genannten Workaround. Microsoft arbeitet gemeinsam mit F5 an einer dauerhaften Lösung, die aber wohl erst mit der nächsten Windows-10-Version ausgeliefert werden wird.

Fehler 5: Windows 10 Version 1809 ist nicht kompatibel zu iCloud für WIndows (Version 7.7.0.27). Dadurch kommt es nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 zu Synchronisationsproblemen. Als erste Maßnahme hat Microsoft die Auslieferung von Windows 10 Version 1809 an Systeme, auf denen iCloud für Windows installiert ist, vorerst gestoppt. Microsoft empfiehlt diesen Nutzern auch nicht die manuelle Installation von Windows 10 Version 1809. Gemeinsam mit Apple werde an einer Lösung gearbeitet. Windows 10 Version 1809 soll wieder an Nutzer, die iCloud für Windows nutzen, ausgeliefert werden, sobald die Software kompatibel ist.

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