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Windows 10: Microsoft gibt Unterlassungserklärung ab

22.08.2017 | 13:58 Uhr |

Im Streitfall um die Installationsdateien für Windows 10 hat Microsoft eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Um sein neues Betriebssystem Windows 10 zu vermarkten und möglichst viele Nutzer älterer Windows-Versionen zur Installation der neuen Software zu bewegen, griff Microsoft nach dem Launch von Windows 10 teilweise zu harten Mitteln. Viele Nutzer ärgerten sich über die Tatsache, dass Microsoft ungefragt bis zu sechs Gigabyte große Installationsdateien für Windows 10 auf ihren Rechnern aufspielte – obwohl sie dem Upgrade auf die neue Windows-Version gar nicht zugestimmt hatten.

Gegen diesen „Zwangsdownload“ ging die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gerichtlich vor. Nach einigen formellen Querelen wurde die Klage schließlich erfolgreich an die deutsche Tochtergesellschaft von Microsoft zugestellt und der Fall zurück an das Landgericht München I verwiesen. Mit der Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung verhindert Microsoft nun eine Sachentscheidung vor Gericht und lenkt ein.

Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich der Konzern, für neue Betriebssysteme und Betriebssystemversionen keine Installationsdateien mehr ohne Zustimmung auf den Festplatten von Nutzern abzulegen. Obwohl Microsoft für die Unterlassungserklärung fast anderthalb Jahre gebraucht hat, zeigt sich die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit dem Ergebnis zufrieden.

„Wir gehen davon aus, dass Microsoft und andere Softwarehersteller in Zukunft genauer darauf achten werden, welches Vorgehen zulässig ist und welches nicht. Das ungefragte Aufspielen von Installationsdateien von mehreren Gigabyte gehört sicher nicht dazu,“ erklärt Cornelia Tausch, Vorstand der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

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