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Windows 10 künftig im Abo erhältlich - aber keine Panik!

06.08.2018 | 11:17 Uhr |

Microsoft plant Windows 10 künftig auch in einem Abo-Modell anzubieten. Es besteht aber kein Grund nun in Panik zu geraten...

Eine  Meldung der Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley im All-About-Microsoft-Blog hat am Wochenende für Aufruhr gesorgt. Microsoft plane künftig von den Windows-10-Nutzern eine Abo-Gebühr zu verlangen, war da sogar zu lesen. Dabei geht es in der schon etwas älteren Meldung von Mary Jo Foley eigentlich um etwas ganz anderes, wenn man den Artikel nur genau genug liest.

Es geht jedenfalls nicht darum, dass private Nutzer künftig eine monatliche Abo-Gebühr für Windows 10 zahlen müssen. Sondern es geht um einen neuen Abo-Service, der den Namen "Microsoft Managed Desktop" tragen soll. Das Prinzip: Geschäftskunden können sich von Microsoft einen kompletten PC inklusive Windows 10 gegen eine monatliche Gebühr ausleihen. Microsoft ist verantwortlich dafür, dass der Rechner immer flüssig läuft und alle Updates erhält. An den dafür notwendigen Werkzeugen arbeitet Microsoft bereits seit langer Zeit und bietet diese auch mittlerweile im Rahmen anderer Programme den Unternehmen an.

Unterm Strich handelt es sich also nicht um ein neues Abo-Programm für Windows 10, sondern um ein neues Abo-Programm eines Komplett-PCs mit Windows 10, bei dem sich der Abonnent die Anschaffung und Wartung des Rechners spart und stattdessen einen regelmäßigen Obolus leistet.

Betont wird auch, dass "Microsoft Managed Desktop" nur Unternehmenskunden angeboten wird.

Sie müssen keine Angst haben

Wird es irgendwann mal ein Windows 10 (oder eine andere Version) zur monatlichen Miete geben? Nun - ganz auszuschließen ist ein solches Szenario sicherlich nicht, allerdings wäre es sicherlich nur ein zusätzliches Angebot. Kaum realistisch ist dagegen die Angst, man könne seine bestehende Windows-10-Lizenz verlieren und müsse dann irgendwann stattdessen eine monatliche Gebühr für die Weiternutzung von Windows 10 bezahlen. Klagen wäre die Folge, die Microsoft sicherlich verlieren würde. Ganz zu schweigen vom Imageverlust. Apple und Google würden die Produktion ihrer Macbooks und Chromebooks liebend gerne erhöhen.

Und was ist mit dem Szenario: Neue Windows-10-Updates nur gegen Gebühr? Stellt sich natürlich die Gegenfrage: Was für Updates? Reine Sicherheitsupdates müsste Microsoft auch weiterhin gratis anbieten. Für funktionale Updates könnte Microsoft natürlich Geld verlangen. Aber auch das ist ein unrealistisches Szenario. In der Vergangenheit hat Microsoft regelmäßig neue Windows-Versionen herausgebracht und dafür jedes Mal neu Geld verlangt. Für Windows 10 kommen nun seit einiger Zeit zwei Mal im Jahr große funktionale Updates, die kostenlos sind. Warum sollte nun Microsoft plötzlich zu einem alten weil veralteten Geschäftsmodell zurückkehren? Und wer kann die Nutzer zum Update zwingen? Niemand: Schon jetzt, wo die Updates gratis sind, ist die Update-Moral eher gering.

Das meiste Geld verdient Microsoft mit Windows 10 auch weiterhin mit Unternehmenskunden und von Hardware-Herstellern, die an Microsoft die Lizenzkosten für Windows 10 zahlen. Das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Eine Windows-10-Lizenz kann man sich für einmalig schon 10 Euo kaufen

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