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Windows 10 gratis nutzen - dank Insider-Programm

21.06.2017 | 12:45 Uhr |

Nutzen Sie Preview-Versionen von Windows 10 in einer virtuellen Maschine, hat das gleich zwei Vorteile: Sie können das Betriebssystem kostenlos verwenden und schon frühzeitig einen Blick auf alle Neuerungen werfen.

Microsoft führt sein Insider-Programm aus der Testphase vor dem Marktstart von Windows 10 fort. Jeder Interessierte kann hier die Vorabversion herunterladen, verwenden und so zukünftige Funktionen ausprobieren. Die beste Nachricht: Für den Betrieb eines Insider-Builds für Testzwecke benötigen Sie keine Lizenz für Windows 10. Somit können Sie das Betriebssystem kostenlos verwenden. Unseren Erfahrungen nach laufen die verschiedenen Insider-Previews zumeist ohne Probleme, produktiv sollten Sie sie dennoch nicht einsetzen. Der Grund dafür leuchtet sofort ein: Microsoft behält sich nämlich in den Nutzungsbedingungen für diese Testversionen weitreichende Eingriffsrechte vor. So heißt es in der Datenschutzerklärung: „Wenn Sie die Software und Dienste des Programms installieren und verwenden, erfasst Microsoft Daten zur Nutzung derselben sowie über die verwendeten Geräte und Netzwerke. Beispiele für erfasste Daten: Name, E-Mail-Adresse, Einstellungen und Interessen, Standort, Browser-, Such-und Dateiverlauf, Daten zu Anrufen und SMS, Gerätekonfigurations-und Sensordaten, Sprach-und Texteingaben sowie Anwendungsnutzung.“ Auf so einem System haben insbesondere persönliche Daten und Passwörter zum Einloggen in Clouddienste und für Mails nichts zu suchen.

Das bedeutet aber nicht, dass Sie die Vorabversionen und damit die neuen Funktionen der beiden für 2017 geplanten großen Windows-Updates – intern als Nachfolger des Anniversary Updates („Redstone“) mit „Redstone 2“ und „Redstone 3“ bezeichnet“ – nicht nutzen sollen. Im Gegenteil, nur eben ausschließlich in einer virtualisierten Testumgebung.

Windows 10 S: Alle Infos zum neuen Windows 10 Light

So einfach werden Sie zum Windows-10-Insider

Die neben einem Microsoft-Konto wichtigste Voraussetzung ist, dass Windows 10 auf dem aktuellsten Stand sein muss.
Vergrößern Die neben einem Microsoft-Konto wichtigste Voraussetzung ist, dass Windows 10 auf dem aktuellsten Stand sein muss.

Richten Sie im ersten Schritt zunächst eine virtuelle Maschine mit Windows 10 in Virtualbox ein. Einziger Unterschied: Da es sich hierbei ja nicht um ein Produktivsystem handelt, können Sie die von Virtualbox bei der Einrichtung vorgeschlagene Festplattengröße von 32 GB übernehmen. Nach Abschluss der Betriebssysteminstallation bringen Sie Windows dann bitte auf den aktuellsten Stand der Dinge. Denn eine der Voraussetzungen zur Verwendung von Windows 10 Insider Previews ist ein System, welches über sämtliche Updates verfügt. Klicken Sie anschließend auf „Start“ und wählen Sie daraufhin „Einstellungen“, wechseln Sie zu „Update und Sicherheit“ und klicken Sie in der linken Spalte noch auf „Windows Update“. Sofern Windows 10 neue Updates nicht automatisch ermittelt hat, klicken Sie überdies auf die Schaltfläche „Nach Updates suchen“. Spielen Sie als Nächstes alle vorgeschlagenen Updates ein. In den meisten Fällen ist danach ein Neustart von Windows erforderlich.

Nachdem Windows 10 wieder hochgefahren ist, öffnen Sie Microsoft Edge und statten der Webseite https://insider.windows.com einen Besuch ab. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche „Erste Schritte“ und loggen Sie sich mit Ihrem Microsoft-Konto ein, indem Sie erst die E-Mail-Adresse und dann das dazugehörige Kennwort eintippen. Nachfolgend werden Ihnen die Programmvereinbarung und die Datenschutzbestimmungen präsentiert. Blättern Sie jetzt ganz nach unten, aktivieren Sie die Option „Ich stimme den Bedingungen dieser Vereinbarung zu (erforderlich)“ und bestätigen Sie zum Schluss mit einem Klick auf „Senden“.

Insider-Stufe auswählen

Dass es bei der Nutzung von Insider-Previews zu Problemen kommen kann, ist nicht weiter schlimm, da Sie das Betriebssystem in einer virtuellen Maschine nutzen.
Vergrößern Dass es bei der Nutzung von Insider-Previews zu Problemen kommen kann, ist nicht weiter schlimm, da Sie das Betriebssystem in einer virtuellen Maschine nutzen.

Wechseln Sie in der Windows-10-VM – so wie im vorigen Abschnitt beschrieben – zum Bereich „Update und Sicherheit“ und klicken Sie in der linken Spalte auf „Windows-Insider-Programm“. Falls noch nicht geschehen, verknüpfen Sie das Microsoft-Konto, welches Sie bei der Windows-Insider-Anmeldung verwendet haben, mit Ihrem Windows-Konto, indem Sie auf „Microsoft-Konto verknüpfen“ klicken, als Nächstes die geforderten Daten eingeben und mit „Anmelden“ bestätigen.

Um sofort loszulegen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Erste Schritte“ und schließen den Hinweisdialog, der Sie darauf aufmerksam macht, dass Sie eine nicht vollständig getestete Vorabversion der Software und Dienste installieren, mit „Weiter“ und „Bestätigen“. Mit einem Klick auf „Jetzt neu starten“ booten Sie die virtuelle Maschine neu. Nach dem Neustart kehren Sie zu dem Bereich „Windows-Insider-Programm“ zurück, um die gewünschte Insider-Stufe auszuwählen. Insgesamt stehen Ihnen drei Varianten zur Auswahl: „Schnellanzeige“, „Verzögerte Anzeige“ und „Release Preview“.

Schnellanzeige: Entscheiden Sie sich für diese Option, so bekommen Sie alle Preview-Versionen unmittelbar nach der Veröffentlichung. Auf diesem Weg gehören Sie stets zu den ersten Personen, die einen Blick auf die Neuerungen – wie beispielsweise auf das kommende Windows 10 Creators Update – werfen können. Der Nachteil: Zum einen sind die Preview-Versionen noch nicht ganz ausgereift, sodass es im laufenden Betrieb durchaus zu schwerwiegenden Problemen kommen kann. Zum anderen kann es auch passieren, dass innerhalb einer Woche mehrere Insider Previews heruntergeladen werden müssen.

Verzögerte Anzeige: Das ist die optimale Insider-Stufe für alle Windows-Benutzer, die einerseits bereits vor der breiten Masse mit Vorabversionen von Windows 10 arbeiten möchten, andererseits jedoch Wert auf ein relativ stabiles Betriebssystem legen.

Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass der Zeitabstand zwischen den einzelnen Preview-Versionen wesentlich größer ist als bei der Schnellanzeige, sodass Sie Ihre Windows-10-VM nicht so häufig aktualisieren müssen.

Release Preview: Wie es die Bezeichnung bereits verrät, handelt es sich hierbei um Versionen, die kurz vor der allgemeinen Veröffentlichung stehen. Sinn machen diese Versionen in der Praxis eigentlich lediglich dann, wenn Nutzer die Preview-Versionen auf Produktivsystemen einsetzen. Da Sie Windows 10 allerdings in einer virtuellen Maschine einsetzen, spielt diese Variante keine Rolle.

Sehr gut ist, dass eine einmal getroffene Wahl jederzeit wieder geändert werden kann. Dazu müssen Sie lediglich eine andere Einstellung wählen. Es kann jedoch bis zu 24 Stunden dauern, bis die Änderung wirksam wird. Das Gleiche gilt auch für den Fall, dass Sie keine Lust mehr auf Preview-Versionen haben und den Bezug solcher Versionen beenden.

Windows 10: Neue Hacks für das Creators Update

Previews installieren & bewerten

Sie legen selbst fest, wie ausgereift die Windows-10-Vorabversionen, die Ihnen von Microsoft zur Verfügung gestellt werden, sein sollen.
Vergrößern Sie legen selbst fest, wie ausgereift die Windows-10-Vorabversionen, die Ihnen von Microsoft zur Verfügung gestellt werden, sein sollen.

Die Zustellung der Insider-Preview-Versionen von Windows 10 erfolgt über das Windows Update. Sobald ein neues Build zur Verfügung steht, wird das Update dann ganz normal aus dem Internet geladen und automatisch eingespielt. Ihnen steht es aber auch frei, manuell nach neuen Updates zu suchen.

Wenn Sie aktiv an der Entwicklung von Windows 10 teilnehmen wollen, können Sie Ihr Feedback in der gleichnamigen App, die automatisch installiert wird, hinterlassen. Klicken Sie auf „Start“, wählen Sie in der Liste der installierten Apps und Anwendungen „Feedback-Hub“ aus, klicken Sie auf „Anmelden“ und loggen Sie sich in Ihr Microsoft-Konto ein. Nachdem Sie dann die Hinweismeldung mit „OK“ geschlossen haben, können Sie die Nachrichten von anderen Windows-Insidern lesen, einen Blick auf die „Ankündigungen“ werfen und die im Bereich „Aufträge“ zusammengefassten Aufgaben erledigen. Dabei handelt es sich um besondere Aufträge, die es Ihnen erleichtern sollen, neue Funktionen zu entdecken.

Möchten Sie die Qualität einer Preview-Version bewerten, klicken Sie nun einfach auf den Link „Build bewerten“ und vergeben Sie anschließend eine Note zwischen 1 und 5.

Mit dem Creators Update fügt Microsoft Windows 10 jede Menge neue Funktionen hinzu. Unter anderem den Game Mode, der die Spiele-Performance verbessern soll, die rudimentäre 3D-Software Paint 3D, Verbesserungen im Edge-Browser und vieles mehr. Wir haben die wichtigsten Neuerungen der Build 15019 in diesem Video zusammengefasst.

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