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Windows 10 bekommt Sandbox: Fremde Software virensicher ausprobieren

20.12.2018 | 14:03 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Microsoft hat mit Windows 10 19H1 Build 18305 eine neue Testversion veröffentlicht. Spannendste Neuerung ist die Windows Sandbox, mit der Sie verdächtige Anwendungen testen können, ohne Ihr Windows mit Malware zu infizieren. Außerdem: Neues Start-Menü und Windows-Login ohne Passwort.

Microsoft hat mit Windows 10 19H1 Build 18305 eine neue Testversion des im Frühjahr 2019 erscheinenden nächsten großen Windows-10-Updates für Insider-Tester von Fast Ring bereitgestellt. Zu den wichtigen Neuerungen gehört ein neues Start-Layout und vor allem die neue Windows Sandbox.

Das Start-Menü besteht nun nach dem Ausfahren nur noch aus einer einzigen Säule mit Kacheln. Es ist also schlanker und übersichtlicher. Wichtig: Das neue Start-Layout sehen die Windows-10-Nutzer nur, wenn sie Windows 10 19H1 Build 18305 neu installieren. Denn bei einem Update von einer früheren Windows-Version bleibt deren mehrsäuliges Layout erhalten.

Windows bekommt eigene virtuelle Maschine

Die Sicherheit von Windows 10 soll die neue Sandbox erhöhen. Dabei handelt es sich um eine kleine, vom restlichen Betriebssystem abgekapselte Desktop-Oberfläche auf Basis einer virtuellen Maschine, die Microsoft in Windows 10 Pro und Enterprise integrieren will. Sie müssen dann also keine zusätzliche virtuelle Maschine wie VMware oder Virtual Box mehr installieren, um fremde Anwendungen ausprobieren zu können, die das System beschädigen oder Malware einschleusen könnten. Jedes Mal wenn Sie Sandbox starten, simuliert diese ein völlig neues, sauberes Windows-10-System. Sobald Sie die Sandbox wieder schließen, werden alle damit verbundenen Dateien, Daten und Einstellungen gelöscht und Ihr eigentliches Windows 10 bleibt völlig sauber.

Windows Sandbox
Vergrößern Windows Sandbox
© blogs.windows.com/windowsexperience/2018/12/19/announcing-windows-10-insider-preview-build-18305/

Der Microsoft Hypervisor führt für die Sandbox einen separaten Kernel aus und trennt die Sandbox komplett von dem zugrundeliegenden Windows 10. Die Sandbox hat ein eigenes Speichermanagement und eine virtuelle GPU. Sie installieren die Sandbox (in einem englischsprachigen Windows 10) über „Settings > Apps > Apps & Features > Programs and Features > Turn Windows Features on or off“ und wählen dann „Enable Windows Sandbox“.

In Windows 10 19H1 Build 18305 sollen sich außerdem die in Japan beliebten Kaomoji – Gesichter, die man nur mit Text erstellt - leichter darstellen lassen. Und man kann sich nun auch mit einer Telefonnummer bei Windows 10 anmelden und benötigt kein Passwort mehr. Per SMS kommt dann der Freischaltcode. Über diese und alle weiteren Neuerungen von Windows 10 Insider Preview Build 18305 informiert Microsoft in diesem Blogbeitrag.

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