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Windows 10 April Update: Neue Funktion zeigt, welche Daten Microsoft erhält

21.05.2018 | 10:09 Uhr |

Windows 10 April 2018 Update enthält eine neue Funktion, über die Nutzer erfahren, welche Daten Windows an Microsoft sendet.

In Windows 10 April 2018 Update hat Microsoft eine neue Funktion integriert, durch die es für Nutzer transparenter wird, welche Diagnosedaten Windows 10 sammelt und an Microsoft-Server sendet. Diese sogenannte Diagnosedateianzeige ist allerdings standardmäßig deaktiviert. Und so aktivieren Sie die Funktion...

In den Windows-10-Einstellungen finden sich unter "Datenschutz" alle Einstellungen, die mit selbigen zu tun haben. In "Diagnose und Feedback" können Sie zunächst einmal festlegen, in welchem Umfang Diagnosedaten gesammelt werden dürfen. Zur Auswahl stehen "Einfach" und "Vollständig". Neu hinzu kommt auch noch mit dem April-Update die "Diagnosedatenanzeige", die über den entsprechenden Schalter aktiviert werden, die sich weiter unten im "Diagnose und Feedback"-Bildschirm befindet. Microsoft weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass mit aktivierter Datenanzeige auch bis zu 1 Gigabyte zusätzlicher Festplattenspeicherplatz in Beschlag genommen wird.

Die Diagnosedatenanzeige muss zunächst aktiviert werden. Anschließend laden Sie dann den Diagnosedaten-Viewer über den Microsoft Store herunter
Vergrößern Die Diagnosedatenanzeige muss zunächst aktiviert werden. Anschließend laden Sie dann den Diagnosedaten-Viewer über den Microsoft Store herunter

Die "Diagnosedatenanzeige" muss dann noch im Microsoft Store in Form der UWP-App "Diagnostic Data Viewer" heruntergeladen und installiert werden. Das dauert aber auch nicht allzu lange, weil die App nur 2 Megabyte klein ist. Ist die "Diagnosedatenanzeige" aktiviert, dann können Sie künftig über den Diagnosedaten-Viewer in Windows 10 überprüfen, welche Daten von Ihren Windows-Geräten gesammelt wurden und in welcher Form sie dann übermittelt wurden. Auch alle in der Microsoft-Cloud gespeicherten Informationen zu Geräten werden dabei angezeigt.

Dazu gehören beispielsweise allgemeine Daten, wie der Name und die Version des Betriebssystems, die Geräte ID des Rechners, die Geräteklasse und die Auswahl der Diagnosestufe. Weiter kommen laut Microsoft hinzu:

  • Konfigurationen und Eigenschaften etwa für Peripheriegeräte und Netzwerkverbindungen,

  • Produkt- und Servicedaten zu Gerätestatus, Leistung und Zuverlässigkeit sowie zum Konsum von Audio- und Videodateien. (Wichtig: Diese Funktion ist nicht dazu gedacht, die Seh- oder Hörgewohnheiten der Benutzer zu erfassen!)

  • Daten zur Nutzung von Produkten und Dienstleistungen inklusive Informationen über die Nutzung des Geräts, des Betriebssystems und einzelner Dienste.

  • Software-Setup und Inventarisierung inklusive installierte Anwendungen und Installationshistorie sowie Informationen über Geräte-Updates.

In der linken Leiste im Diagnosedaten-Viewer befinden sich diverse Buttons, darunter ein Button zum Speichern aller Einträge in einer CSV-Datei. Über einen weiteren Button gelangen Sie auf die Website Datenschutz-Dashboard, auf der Sie sich mit ihren Microsoft-Kontodaten anmelden können. Hier finden Sie dann alle von Microsoft über Sie gesammelten Informationen und können diese einsehen oder löschen. Dazu zählen etwa der Browserverlauf, Suchverlauf, Standort-Aktivitäten, Sprachaktivitäten und Cortanas Notizbuch.

Alle Diagnosedaten löschen: So geht´s

Unter Windows 10 April 2018 Update können Sie auf Wunsch alle bisher gesammelten Diagnosedaten löschen. Hierfür befindet sich in den Einstellungen unter "Datenschutz" und "Diagnose und Feedback" der neue Eintrag "Diagnosedaten löschen". Mit einem Klick auf den Button "Löschen" werden dann alle bisher lokal erfassten Diagnosedaten entfernt. Die mit ihrem Microsoft-Konto erfassten Daten löschen Sie über das bereits oben erwähnte Microsoft Datenschutz-Dashboard.

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