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Windows 10 20H1: Erster Blick auf 2020-Update für Windows 10

25.11.2019 | 13:03 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Das nächste große Funktions-Update von Windows 10 erscheint in der ersten Jahreshälfte 2020. Wir geben Ihnen einen Ausblick auf die neuen Funktionen und erklären, wie Sie die nächste Version über das Insider Programm schon jetzt bekommen.

Weil Microsoft seinen Aktualisierungszyklus für Windows 10 geändert hat , gibt es neue Funktionen im aktuellen November-Update nur am Rande. Umso spannender ist es da, was mit dem nächsten großen Funktions-Update im Frühjahr auf Sie zukommt. Wir haben uns die bisherigen, intern mit „20H1“ (für die erste Hälfte des Jahres 2020) bezeichneten Vorabversionen genau angesehen und stellen die wichtigsten Funktionen hier vor.

PC-Reset aus der Cloud 

Neu ist die Möglichkeit, den Rechner künftig über ein Image aus der Cloud zurückzusetzen. Dabei wird anders als bei der derzeitigen Methode Windows 10 nicht mehr mühsam aus den Systemdateien der Festplatte rekonstruiert. Vielmehr kann man nun eine Version aus dem Internet laden und installieren, die der auf dem eigenen PC installierten entspricht, aber auf dem neuesten Stand ist. Das umgeht manches der bisherigen Reset-Probleme, andererseits muss man bei der Neuinstallation anschließend nicht lange updaten. Außerdem soll die Internet-Version schneller als die lokale Variante sein.

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Der Cloud-Reset steht in der Einstellungen-App unter „Update und Sicherheit –› Wiederherstellung –› Diesen PC zurücksetzen: Lost geht’s“ zur Verfügung. Und zwar auch dann, wenn Sie sich für die Option „Eigene Dateien behalten“ entscheiden. Nicht möglich ist es dagegen bei dieser Methode, die installierten Anwendungen zu migrieren. Das ist nur über die Wiederherstellungspunkte oder die Image-Funktion von Windows möglich.

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Cortana erfasst natürliche Fragen 

Windows 10 bietet zukünftig die Möglichkeit, den PC über die Cloud zurückzusetzen.
Vergrößern Windows 10 bietet zukünftig die Möglichkeit, den PC über die Cloud zurückzusetzen.

Microsoft hat seine Sprachassistentin Cortana optisch neu gestaltet sowie mit neuen Funktionen ausgestattet. Dazu gehört insbesondere, dass Sie auch natürliche Sprachabfragen eingeben oder ins Mikrofon sprechen können: ganz wie bei einer Unterhaltung zwischen Personen. Derzeit ist die neue Funktion allerdings noch aufs Englische beschränkt. Außerdem lässt sich das Cortana-Fenster künftig frei auf dem Desktop platzieren und ist nicht mehr auf die Position links unten fixiert.

Verbesserungen sind auch beim Windows-Explorer sichtbar, der über die Suchfunktion nun auch die Inhalte des Cloudspeichers OneDrive indiziert und somit bei Bedarf schnell auflistet. Das Frühjahrs-Update blendet also schon während des Eintippens eines Begriffs ins Suchfeld die Treffer in einer Dropdown-Liste ein.

Eine praktische Neuerung ist auch der automatische Neustart von Apps: Wenn Sie Ihren Rechner neu starten oder sich mit einem anderen Konto neu anmelden, sind die UWP-Apps (Universal Windows Platform Apps) selbstständig wieder da – und zwar in genau dem Zustand, in dem Windows sie zuvor beim Herunterfahren gespeichert hat. Ausprobieren können Sie die Restart-Funktion, indem Sie in der Einstellungen-App über „Konten –› Anmeldeoptionen“ die Option „Apps neu starten“ auf „Ein“ stellen.

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Noch vieles, vieles mehr … 

Die Such- und Sprachassistentin Cortana sieht künftig frischer aus und bekommt neue Funktionen.
Vergrößern Die Such- und Sprachassistentin Cortana sieht künftig frischer aus und bekommt neue Funktionen.

Die genannten Funktionen sind nur ganz wenige der Neuerungen, die Microsoft über Monate hinweg peu > peu in seine Vorabversionen integriert. Dabei sind auch viele praktische Kleinigkeiten wie die Temperaturanzeige der Grafikkarte in der Taskleiste, das Umbenennen von virtuellen Desktops oder die Zusammenfassung der bisher an vielen Stellen verstreuten Netzwerksinfos. Und mal schraubt Microsoft auch nur an der Technik im Hintergrund.

Am besten blättern Sie selbst einmal die offizielle und deutschsprachige Dokumentation von Microsoft  durch. Diese ist chronologisch aufgebaut, zu Beginn steht also das, was nach Redaktionsschluss dieses Sonderheftes hinzugekommen ist. Da bis zum Start des Frühjahrs-Updates für Windows 10 noch Monate vergehen, können Sie auch zwischendurch einmal hineinschauen.

Ein Hinweis zum Schluss: Ganz offenbar aufgegeben hat Microsoft seine Gruppierungsfunktion zum Zusammenfassen unterschiedlicher Dateitypen. Das ist deshalb bedauerlich, weil die Idee dieser „Windows Sets“ clever ist.

Insider Previews: So bekommen Sie die Version 20H1 vorab

Vor fünf Jahren startete Microsoft sein Windows-Insider-Programm, das es jedem Windows-Anwender ermöglicht, Vorabversionen des Betriebssystems zu nutzen und somit zukünftige Funktionen schon vor deren eigentlicher Veröffentlichung auszuprobieren.

So lässt sich bereits jetzt ein Blick auf das kommende Frühjahrs-Update (Version „20H1“) werfen. Ein wichtiger Hinweis vorab: Auf einem produktiv genutzten Rechner sollten Sie die Vorabversionen wegen möglicher Fehler nicht installieren. Voraussetzung für die Teilnahme am Insider-Programm ist eine gültige Lizenz von Windows 10. Dazu genügt, dass das Betriebssystem auf dem PC installiert ist.

Die Registrieren für das Insider-Programm erfolgt unter https://insider.windows.com/de-de/ , anschließend öffnen Sie in Windows die Einstellungen-App und klicken darin auf „Update und Sicherheit –› Windows-Insider-Programm –› Erste Schritte –› Konto verknüpfen“. Wählen Sie den Account aus, mit dem Sie sich zuvor registriert haben, sowie im nächsten Schritt das Frühjahrs-Update die Option „Fast“. Fahren Sie mit „Bestätigen –› Bestätigen“ fort und starten Sie Ihren Rechner neu. Falls Windows in der Zwischenzeit einen „Benutzereingriff erforderlich“ meldet, nehmen Sie diesen durch Anklicken von „Problem beheben –› Bestätigen“ vor. Dies ist erforderlich, wenn die Diagnose-Privatsphäreeinstellungen zu niedrig gewählt sind.

Wenn Sie nach dem Rebooten über das Windows-Update die Aktualisierung anstoßen, lädt der Rechner die neueste Preview-20H1-Version herunter und installiert sie. Der gesamte Prozess dauert abhängig von der PC- und Internetgeschwindigkeit etwa 30 bis 60 Minuten, danach steht das System wie gewohnt mit deutscher Oberfläche, aber mit den neuen Funktionen zur Verfügung. 

Alternativ gibt es die Windows-Vorabversionen auch als ISO-Dateien zum Erstellen einer Installations-DVD, allerdings erscheint nicht jede Preview als ISO-Datei. Weitere Informationen über das Insider-Programm gibt das Microsoft-Benutzerhandbuch , auch zu den verschiedenen „Ringen“, also den Aktualisierungsstufen.

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