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WhatsApp: DSGVO sorgt für Unsicherheit bei Unternehmen

17.05.2018 | 15:40 Uhr |

Wer als Unternehmen über WhatsApp mit Kunden kommuniziert, könnte bald einen Bußgeldverstoß provozieren.

Viele Unternehmen setzen bei der Kommunikation mit ihren Kunden, Mitarbeitern und Partnern auf den Messenger WhatsApp. Die neue Datenschutzgrundverordnung der EU sorgt nun jedoch für Unsicherheit bei Handwerkern, Selbstständigen und Firmen . Das Problem: WhatsApp zeigt praktischerweise alle Freunde aus dem eigenen Adressbuch an, Unternehmer verstoßen damit aber gegen die neuen Datenschutzregeln. Nach der kommende Woche in geltenden DSGVO könnten sogar Bußgelder fällig werden.

Der Abgleich der WhatsApp-Kontakte mit den im Smartphone-Adressbuch gespeicherten Kontakten schaufelt auch private Daten von Personen an den Mutterkonzern Facebook, die WhatsApp gar nicht verwenden. Bei der Verwendung von WhatsApp zwischen zwei privaten Nutzern stellt dies kein Problem dar. Bei Unternehmern hingegen wird dieser Abgleich als Übermittlung von Daten zwischen zwei Firmen angesehen. Hierfür müssten die Betroffenen ausdrücklich ihr Einverständnis geben, sonst drohen Bußgelder. Problematisch sei es auch, wenn Handwerker Fotos von Baustellen in privaten Wohnungen an den Chef senden, um das weitere Vorgehen zu planen. Auch hierfür müssen Kunden ihre Einwilligung erteilen. Wer WhatsApp auch gewerblich nutzt, sollte sich spätestens jetzt mit den neuen Regelungen vertraut machen .

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