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Wenn die CPU zu neu für das Motherboard ist

19.05.2017 | 15:10 Uhr |

Mithilfe eines Bios-Updates bringen Sie auch neue CPUs auf älteren Mainboards zum Laufen. Der Tipp zeigt, wann und wie das klappt.

Vielleicht stehen Sie aktuell vor folgendem Problem: Sie haben sich nach stundenlanger Recherche einen PC zusammengestellt, haben viel Zeit darin investiert, die günstigsten Preise zu finden und endlich kamen die langersehnten Komponenten bei Ihnen Zuhause an. Dann setzen Sie sich dran und bauen alles fachgerecht zusammen. Doch nach dem ersten Druck auf den Startknopf fährt der Rechner zwar hoch, allerdings bleibt der Bildschirm schwarz und Sie gelangen nicht einmal ins Bios.

Hardware-Probleme finden und beheben

Der Fehler könnte an der Kombination von Mainboard und einer eben erst erschienen CPU liegen. Aktuell ist das Thema stets bei Marktstarts neuer Prozessorgenerationen wie beispielsweise Anfang 2017 mit Intels neuer Prozessorserie Kaby Lake. Da sich diese Generation nicht allzu dramatisch von der Vorgängerreihe Skylake unterscheidet, bleibt beispielsweise der Sockel (in diesem Fall FCLGA1151) gleich und lässt sich somit auch in ältere Mainboards aus dem Jahr 2016 oder sogar 2015 einbauen. Doch damit das klappt, ist ein Bios-Update notwendig, da die Mainboards die neuen Kaby-Lake-CPUs nicht erkennen und somit das System auch nicht initialisieren können. Besonders ärgerlich ist dieser Umstand, wenn Sie sich ein komplett neues System zusammengestellt haben, ohne ein Stück alte Technik aus ihrem vorherigen Rechner zu benutzen. Denn das Update klappt nur, wenn das Mainboard überhaupt bis zum Bios kommt - und das funktioniert nur, wenn die Komponente die eingesetzte CPU erkennt.

Manche Hauptplatinen bringen allerdings eine Technik mit, die sich genau dieser Problematik annimmt: Hierbei genügt es, das neue Bios auf einen ins FAT-Format konvertierten USB-Stick zu kopieren und in einen ausgewiesenen USB-Steckplatz zu stöpseln. Hierfür muss der PC nicht eingeschaltet sein, sondern nur am Stromnetz hängen. Danach erfolgt der Druck auf eine bestimmte Taste, die sich entweder direkt am Schnittstellen-Panel an der Rückseite oder direkt auf dem Mainboard befindet. Anschließend startet die Aktualisierung des Bios. Mithilfe von farbigen LEDs oder einer Leuchtreihenfolge zeigt die Hauptplatine dann an, wenn das Update fertig ist. In der Regel erfolgen dann die Initialisierung der CPU und der Start des PCs.

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Doch das genannte Feature ist oft nur teuren Oberklasse- oder Overclocker-Modellen vorbehalten, die sich eher mit solchen Problemen herumschlagen müssen. Verfügt Ihr Motherboard nicht darüber, dann müssen Sie sich wohl oder übel einen Vorgänger-Prozessor ausleihen, um zumindest das Bios aktualisieren zu können. Um beim Beispiel Kaby Lake zu bleiben: Wenn der Intel Core i7-7700K nicht funktioniert, muss beispielsweise ein Intel Core i7-6700K rein - günstiger geht es natürlich auch, sofern es sich um Skylake und den gleichen Sockel handelt.

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