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Wegen Paketdienstleistern: Deutschland verliert E-Commerce-Top-Ten-Platzierung

12.12.2018 | 11:55 Uhr | René Resch

Deutschland rutscht im E-Commerce-Ranking der UN von Platz 9 auf Platz 16. Ein Grund sind unsere Paketdienstleister!

Der Online-Handel in Deutschland boomt wie nie zuvor. Erst kürzlich berichteten wir darüber, dass Paketdienstleister planen, Ihre Preise für die Paketzustellung anzuheben. Damit soll dann auch mehr Lohn für die Fahrer bereitgestellt werden, denn nach Personal suchen die Paketdienstleister händeringend.

Derweil ist Deutschland im E-Commerce-Ranking der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) von Platz 9 auf Platz 16 abgerutscht. Der Grund: die Paketdienstleister. Weil immer mehr Personen ihre Waren über das Internet bestellen, die Zustell-Dienstleister jedoch unter Personalmangel aufgrund der zu niedrigen Löhne leiden, nimmt natürlich auch die Zuverlässigkeit der Zustellungen ab.

Der Bericht bezieht sich dabei auf Daten ab 2017 und spätere Zeitpunkte. Hier werden die Zahl der Internetnutzer des Landes und die Zuverlässigkeit der Zustelldienste miteinander verglichen und analysiert. Daraus wird dann ein Index entwickelt, der zeigt, in welchen Ländern es sich am besten online einkaufen lässt.

Platz 1: Niederlande, Platz 16: Deutschland

Die Niederlande konnten sich im Ranking dabei den ersten Platz sichern. Dort nutzen rund 95 Prozent der Einwohner das Internet, die Zuverlässigkeitsrate der Zustellungen liegt bei 90 Prozent. In Deutschland nutzen rund 90 Prozent der Einwohner das Internet, die Zuverlässigkeit der Zustellungen liegt bei uns aber nur bei 83 Prozent. Damit rutscht Deutschland von Platz 9 auf Platz 16 ab und landet dabei hinter Hong Kong. Die besten Zustellungsraten erreichten Singapur, Irland und Südkorea.

Der komplette Bericht kann hier eingesehen werden: UNCTAD-E-Commerce-Index 2018


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