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Wechsel auf 64-Bit-Architektur

19.02.2018 | 13:48 Uhr |

Falls Sie mit Ihrem Rechner auf 64 Bit umsteigen wollen, sollten Sie zuvor sicherstellen, ob das überhaupt möglich ist. So gehen Sie vor.

Microsoft vertreibt Windows 10 immer noch in einer 32- und einer 64-Bit-Ausführung. Grund sind die zahlreichen älteren PCs, die sich nicht für 64-Bit-Software eignen. Allerdings ist es erst mit einem 64-Bit-Windows möglich, mehr als vier GByte Arbeitsspeicher zu adressieren. Bei 32-Bit-Versionen macht eine Aufrüstung auf acht oder mehr Gigabytes keinen Sinn, denn das Betriebssystem kann diesen Speicher nicht nutzen.

Falls Sie nun jedoch mit Ihrem Rechner auf 64 Bit umsteigen wollen, sollten Sie zuvor sicherstellen, ob das überhaupt möglich ist. In einem ersten Schritt überprüfen Sie, welche Windows-Ausführung bei Ihnen läuft. Rufen Sie über die Systemsteuerung das „System“ auf, oder drücken Sie die Tastenkombination Windows-i. Im Abschnitt „System“ finden Sie die Informationen zu „Systemtyp“. Dort erfahren Sie, ob Sie mit einem „32-Bit-Betriebssystem“ oder einem „64-Bit-Betriebssystem“ arbeiten. Gleich daneben steht, ob Ihr Rechner mit einem 32- oder 64-Bit-Prozessor bestückt ist. Der Eintrag „x86-basierter Prozessor“ weist auf 32 Bit hin, „x64-basierter Prozessor“ auf 64 Bit.

In den Systeminfos von Windows sehen Sie nur, ob Sie mit einer 32- oder 64-Bit- Version von Windows arbeiten und ob Ihre CPU den 64-Bit-Modus unterstützt.
Vergrößern In den Systeminfos von Windows sehen Sie nur, ob Sie mit einer 32- oder 64-Bit- Version von Windows arbeiten und ob Ihre CPU den 64-Bit-Modus unterstützt.

Allerdings sind bereits seit etlichen Jahren sämtliche CPUs für 64 Bit ausgelegt, hier sollte es keine Probleme geben. Das allein reicht jedoch nicht. Seit Windows 8.1 nennt Microsoft noch einige zusätzliche Prozessorfunktionen als Systemvoraussetzung für die 64-Bit-Version des Betriebssystems. Für Windows 8.x waren es die Physical Address Extension (PAE), die No-execute (NX) und die Streaming SIMD Extensions 2 (SSE2), bei Windows 10 kam die CMPXCHG16b (CX16) hinzu.

Ob Ihr Prozessor diese Funktionen unterstützt, können Sie zwar auf den Websites der Hersteller recherchieren. Schneller geht’s meist jedoch mit dem kleinen, kostenlosen Tool Coreinfo. Coreinfo ist ein Kommandozeilentool ohne grafische Oberfläche. Rufen Sie also die Eingabeaufforderung von Windows auf, wechseln Sie in den Ordner, in den Sie das Programm entpackt haben, und starten Sie es durch die Eingabe von „coreinfo“.

Die Software testet nun Ihren Prozessor auf eine ziemlich umfangreiche Liste von Funktionen. Um schnell zu überprüfen, ob die vier gesuchten Features mit dabei sind, drücken Sie die Tastenkombination Strg-f“, um das Suchfenster zu öffnen. Suchen Sie nun nacheinander die Kürzel „PAE“, „NX“, „SSE2“ und „CX16“. Die Anzeige springt dann zu dem jeweiligen Eintrag – und Coreinfo zeigt, ob dieser unterstützt wird.

Etwas verwirrend ist dabei die Meldung bei PAE: Falls Ihre CPU diese Funktion anbietet, steht dort „Supports > 32-bit physical addresses“.

Tipp: Besondere Aufgaben brauchen spezielle Tools: Wir bieten Ihnen eine große Auswahl starker Mini-Programme, die auf jeden Rechner gehören – einige haben wir exklusiv für Sie programmiert.

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