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Watchlist Internet warnt vor falschen Amazon Händlern

13.06.2018 | 14:17 Uhr |

Watchlist Internet warnt vor Betrügern, die Amazon-Marketplace-Konten übernehmen und angebliche Schnäppchen anbieten.

Auf dem Marketplace von Online-Händler Amazon treiben aktuell wieder verstärkt Betrüger ihr Unwesen. Sie greifen beispielsweise durch Phishing-E-Mails die Login-Daten von Marketplace-Händlern ab und übernehmen deren Verkäuferkonten. Dort inserieren sie dann beliebte Produkte zu einem Preis, der weit unter dem Durchschnitt liegt.

Zu erkennen sind diese Betrüger laut Watchlist Internet an dem Vermerk „Bevor Sie eine Bestellung machen, kontaktieren Sie mich unter xxxxx(at)xxxx.xx“ in der Anzeigenbeschreibung. Kunden sollen das Produkt also nicht direkt über den Marketplace ordern, sondern den Händler zuvor per Nachricht kontaktieren. Schreiben sie dem falschen Händler eine solche Nachricht, erhalten sie in der Regel als Antwort eine Bestätigung, dass das gewünschte Produkt auf Lager sei. Es folgt eine gefälschte Amazon-Bestätigung, die vom Original kaum zu unterscheiden ist. Aufschluss über den Betrugsversuch gibt lediglich die Absender-E-Mail-Adresse, die nicht mit der von Amazon übereinstimmt. Anstatt der Domain amazon.com werden hier meist verschleierte Domains wie etwa avs-payments-amazon.com genutzt, die Kunden in die Irre führen sollen.

Kurz nach der Bestellbestätigung verschicken die falschen Händler dann meist eine weitere E-Mail, die den Käufer auffordert, den Kaufpreis auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Auch diese Zahlungsaufforderung sieht wieder täuschen echt nach einer Amazon-E-Mail aus. Wer nun den geforderten Betrag überweist, sieht sein Geld nicht wieder, auch der Warenversand erfolgt nie.

Um den Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, sollten Amazon-Kunden bei besonders niedrigen Marketplace-Preisen und der Aufforderung zur Kontaktaufnahme per E-Mail stutzig werden. Gefälschte Amazon-E-Mails lassen sich zudem an Rechtschreibfehlern erkennen. Wer bereits Opfer der Masche geworden ist, sollte Anzeige erstatten und versuchen, den überwiesenen Betrag über seine Bank zurück zu buchen.

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