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Was tun? Vielfache Installationen von Microsoft Visual C++ Redistributable

10.04.2017 | 14:21 Uhr |

Die Bibliotheken von Visual C++ müllen oft Windows voll. Ein Ärgernis, das Sie aber nicht beheben sollten.

Wenn Sie in Windows die Funktion zum Deinstallieren von Programmen öffnen (über „Systemsteuerung -> Programme -> Programme deinstallieren“), dann finden Sie dort meist mehrere Einträge zu dem Programm Microsoft Visual C++ Redistributable. Dabei handelt es sich um Programmbibliotheken. Sie werden von Anwendungen benötigt, die in Visual C++ geschrieben sind.

Acht oder mehr Varinaten dieses Programms in einer Windows-Installation sind keine Seltenheit. Insgesamt gibt es das Paket in 16 Versionen, wobei die neueren Versionen sowohl als 32-Bit- als auch als 64-Bit-Programm vorliegen. Allerdings spielen die elf Versionen vor Visual C++ 2008 meist keine Rolle mehr. Denn Version 2008 gibt es seit November 2007, also schon fast 10 Jahre. Ein Programm, das ein älteres Paket benötigt, ist somit seit rund 10 Jahren nicht mehr modernisiert worden. Das gibt es natürlich, ist aber selten. Dass sich trotzdem sehr viele „Visual C++ Redistributable“-Pakete in Ihrem Windows ansammeln liegt auch daran, dass es von einer Hauptausgabe, etwa Visual C++ 2008, mehrer Buildversionen gibt. Wenn man sich in Aufräumlaune befindet, ist die Versuchung groß, zumindest einige der älteren Versionen zu deinstallieren.

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Achtung: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie jede dieser installierten Microsoft Visual C++ Redistributable benötigen. Wenn Sie eine davon deinstallieren, wird es zumindest eine Anwendung geben, die dann nicht mehr funktioniert. Denn ein Redistributable-Pakete ist mit jeweils einer bestimmten Anwendung gekommen, die sie für ihre Arbeit voraussetzt. Die Anwendung ist mit einer  Version des Programmier-Tools Microsoft Visual C++ entwickelt wurden. Darum benötigt sie ganz bestimmte Bibliotheken (DLL-Dateien), aus genau dieser C++-Version. Und die stecken in den Redistributable.

Oft sind die Bibliotheken der einzelnen Redistributable zwar miteineander kompatibel, aber nicht in bei allen Versionen. Das heißt: Eine Anwendung könnte theoretisch zwar auch die DLL-Datei aus einem neueren Redistributable-Paket nutzen, da das aber nicht immer funktioniert, verlangen die meisten Anwendungen die DLL einer ganz bestimmten Version.

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Fehlt die geforderte DLL-Dateien, scheitert der Start einer Anwendung und gibt eine Fehlermeldung aus. Die besagt, dass DLL XY nicht gefunden wurde. Typische Kandidaten sind dabei die Dateien Msvcr70.DLL, Msvcr71.DLL, Msvcr 80.DLL, Msvcr90.DLL und Msvcp90.DLL sowie Msvcm90.DLL und MSVCR100.DLL.

Sollte bei Ihnen ein solcher Fehler mal auftreten, hilft die Installation beziehungsweise Neuinstallation des Programms oder ersatzweise der Visual C++ Redistributable. Sie finden die verschiedenen Versionen im Download-Center von Microsoft .

Unser Rat lautet: Deinstallieren Sie keine Version von Microsoft Visual C++ Redistributable. Sollte Ihre Aufräumlaune zu groß sein und Sie wollen die Pakete dennoch deinstallieren, dann notieren Sie sich vorher genau, welche Version Sie runter schmeißen. Erstellen Sie zudem als erstes ein komplettes Systembackup, im mindesten aber sollten Sie einen Systemwiederherstellungspunkt anlegen. Das geht über „Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> System -> Computerschutz“. Wählen Sie dort Ihr Systemlaufwerk aus und klicken dann auf „Erstellen“.

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