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Was Bokeh wirklich ist

30.05.2018 | 13:30 Uhr |

Besonders in Verbindung mit Smartphone-Fotografie fällt in letzter Zeit immer häufiger der Begriff „Bokeh“. Meistens wird damit eine Bildkomposition aus scharfem Vordergrund respektive scharf dargestelltem Hauptmotiv im Vordergrund und unscharfem Hintergrund beschrieben. Das ist so aber nicht richtig.

Als Bokeh bezeichnet man in der Fotografie die Art und Weise, wie ein Objektiv Spitzlichter wiedergibt, die im nicht fokussierten Bildbereich auftreten. Die Spitzlichter erscheinen in Fotos durch die Blende als sogenannte Zerstreuungskreise oder Beugungsscheibchen. Abhängig davon, wie bei einem Objektiv die sphärische Aberration (Lichtstrahlen fallen nicht auf demselben Punkt zusammen) korrigiert wurde und abhängig von der Blendenform ist die Lichtscheibe dann gleichmäßig, eher in der Mitte oder erst hin zum Rand ausgeleuchtet. Da Bokeh häufig als künstlerisches Element in der Fotografie zum Einsatz kommt, ist die Unterscheidung zwischen „gutem“ sowie „schlechtem“ Bokeh rein subjektiv. Ein gleichmäßiges Bokeh ist allerdings vor allem für Makro-Objektive und gemäßigte Teleobjektive von Vorteil, da diese meist für Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe verwendet werden.

In unscharfen Bereichen erscheinen Spitzlichter oft als Lichtscheibchen. Man spricht dann von Bokeh.
Vergrößern In unscharfen Bereichen erscheinen Spitzlichter oft als Lichtscheibchen. Man spricht dann von Bokeh.
© TextureX.com

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