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Warnung: Betrüger geben sich als Microsoft-Support aus

23.05.2017 | 15:47 Uhr |

Mit einer neuen Masche wollen sich Kriminelle Zugang zu Computern mit Windows verschaffen.

Die Zentralstelle Prävention des Landeskriminalamts Niedersachsen warnt vor einer Betrüger-Masche. Dabei geben sich die Täter als Microsoft-Mitarbeiter aus und weisen Nutzer auf vermeintliche PC-Probleme hin. Diese reichen von angeblich abgelaufenen Lizenzen bis zu versehentlich installierten Schadprogrammen. Letztlich wollen die Betrüger ihren Opfern jedoch selbst eine als Fernwartungsprogramm deklarierte Schadsoftware unterjubeln.

Laut LKA Niedersachsen erfolgt die Kontaktaufnahme meist per Telefon. Ist die Installation der Schadsoftware geglückt, können die Kriminellen Virenscanner deaktivieren oder Bezahlvorgänge manipulieren. Teilweise würden sogar die Passwörter geändert, die Nutzer haben in diesem Falle keinen Zugriff mehr auf ihren Rechner.

Kundenanrufe durch Microsoft kommen in der Regel nicht vor.
Vergrößern Kundenanrufe durch Microsoft kommen in der Regel nicht vor.
© microsoft.com

Alternativ versuchen die Hacker, die Nutzer auf bestimmte Internetseiten zu lotsen, die dann im Namen von Microsoft auf vermeintliche Schadsoftware hinweisen. Der Anruf der angezeigten Telefonnummer führt jedoch nicht zum Microsoft-Support, sondern erneut zu den Hackern. Microsoft hat per Twitter bereits Stellung zu dieser Masche bezogen. Der Konzern hinter Windows würde demnach nie selbst Kundenanrufe tätigen. Anfragen würden in der Regel per Mail gestellt und beantwortet.

Die Kriminellen würden teilweise auch nach Kreditkartendaten fragen, die zur Echtheitsprüfung von Windows oder Office nötig wären. Betroffene sollten derartige Betrugsversuche der Polizei melden. Zusätzlich nimmt auch Microsoft Meldungen auf einer Webseite entgegen. Die Betrüger würden meist in englischer Sprache Kontakt mit ihren Opfern aufnehmen. Die Täter hätten häufig auch einen indischen Akzent. Auf die Forderungen der vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter sollte keinesfalls eingegangen werden, egal ob die Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefonanruf erfolgt.

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