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Wannacry-Bezwinger in den USA verhaftet

04.08.2017 | 10:03 Uhr |

Das FBI hat den britischen Sicherheitsexperten in Las Vegas verhaftet, der im Mai die Wannacry-Attacke stoppte.

Der Wannacry-"Held" Marcus Hutchins ist hinter Gittern. Die Wannacry-Attacke sorgte im Mai   für Schlagzeilen. Dabei wurde weltweit auch der britische Sicherheitsexperte Marcus Hutchins im Web gefeiert, der die Attacke durch die Entdeckung eines "Kill Switch" schnell stoppen und damit Schlimmeres verhindern konnte. In den USA ist Hutchins nun verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, an einer anderen Malware-Attacke beteiligt gewesen zu sein.

Das FBI nahm Hutchins in Las Vegas fest, wo er gemeinsam mit vielen tausenden anderen Hackern an den Sicherheitskonferenzen Black Hat USA 2017 und Def Con 2017 teilnahm. Die Ermittler werfen Hutchins vor, an der Attacke des Schädlings Kronos beteiligt gewesen zu sein und davon profitiert zu haben. Die Attacken mit dem Schädling begannen vor etwa drei Jahren. Die Angreifer konnten dabei Online-Banking-Daten und Kreditkarten-Daten erbeuten und ausnutzen.

Die Ermittler waren den Kronos-Machern bereits seit einiger Zeit auf der Spur. Neben Hutchins wird auch noch ein zweiter Verdächtiger gesucht. Die erste Anhörung soll am Freitagnachmittag (Ortszeit) stattfinden. Hutchins wird das Bewerben und Verbreiten der Malware vorgeworfen. Außerdem soll er von der Schad-Software profitiert haben. Die Person, nach der noch gesucht wird, soll Kronos über einen Marktplatz im Dark Web beworben und angeboten haben.

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